GEZ noch? Was ist das für 1 Service!?

Als deutscher Bundesbürger ist man das Zahlen jedweder Zeche gewohnt. Mehrwertsteuer, Einkommensteuer, Erbschaftssteuer, Grundsteuer und was weiß ich nicht alles. Selbst wenn wir uns vergnügen, ist dank Vergnügungssteuer eine Steuer fällig – überspitzt formuliert. Prinzipiell kann man in diesem Land also nicht einen Schritt unternehmen, ohne irgendwelche Steuern dafür zahlen zu müssen. Schließlich müssen tolle Projekte mit Steuergeldern unterstützt werden. Immerhin dürfen wir noch steuerfrei atmen. Meinem Wissen nach gibt es noch keine Datenübertragungssteuer für Computer oder das Internet. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Das wäre ähnlich sinnvoll, wie der Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Sender.

Der Beitragsservice der ARD und ZDF ist an Sinnlosigkeit eigentlich kaum zu übertreffen. Früher drehte sich der zu zahlende „Beitrag“ immerhin tatsächlich noch um die Geräte, die theoretisch dazu in der Lage sind Rundfunk empfangen zu können. Eine elektrische Zahnbürste mit W-LAN zum Beispiel. Heute nennt man das Konstrukt einfach „Haushaltsabgabe“. Auf diese Weise lässt sich so gesehen mehr kassieren, da der Beitrag zum einen völlig geräteunabhängig ist und zum anderen tatsächlich alle (!) Haushalte blechen müssen. Auch die Haushalte, die keinen Rundfunk empfangen. Wenn man sich dann mal anschaut (nicht zu empfehlen), für welches Programm man letztendlich zahlt, kann man schnell in eine negative Stimmungslage geraten.

Auf ARD kommt heute zum Beispiel die 2283. Folge der Serie „Rote Rosen“. Nur eine Stunde später dürfen wir uns mit der 2542. Folge „Sturm der Liebe“ vergnügen. Klasse! Dann große Abwechslung am frühen Abend: Eine Quizshow mit dem Namen „Wer weiß denn sowas?“. Danach doch lieber nochmal zurück zu den Serien. Endlich. Die lang ersehnte 65. Folge von „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ – ein Grey’s Anatomy Abklatsch? Egal. Naja, und dann? In der Primetime? Genau! Warum nicht einfach noch eine tolle Quizshow einschieben. „Hirschhausens Quiz des Menschen“. Ein für die ARD rundum gelungener Abend. Das sollte an Kreativität auch reichen. Denn danach werden alle Sendungen nochmal wiederholt (es könnte ja jemand etwas verpasst haben). Ein ziemlich lahmes Programm. Zumindest dann, wenn man dank Beitragsservice indirekt von Pay-TV sprechen könnte und die öffentlich-rechtlichen Sender im Grunde und in erster Linie den Auftrag haben, dem Recht auf Information (also Nachrichten) nachzukommen.

Mal ehrlich: Würdet Ihr Euch Sky gönnen, wenn dort ausschließlich das Programm aus ARD und ZDF sowie den anderen etwa 70 öffentlich-rechtlichen Sendern gesendet würde? Einen Teufel würde man tun. Vermutlich würde man es sich nicht einmal anschauen, wenn man dafür Geld angeboten bekäme. Naja, was soll’s. Wir zahlen trotzdem. Und das für ein Produkt, das man eigentlich gar nicht haben möchte. Aber wir Deutschen akzeptieren das und lassen es einfach über uns ergehen. Wir zahlen lieber still und heimlich und wollen keinen Ärger. Der Weg des geringsten Widerstands. Da kann ich mich auch nicht rausnehmen. Auch wenn es wirklich bescheuert ist, Geld für sinnlose Sendungen und langweilige „Showmaster“ auszugeben, die einen schlichtweg nicht unterhalten und keinen Millimeter interessieren. Nicht umsonst spricht man bei dieser Art der Zwangsabgabe umgangssprachlich von der Dummensteuer.

Wirklich stutzig macht einen das Ganze aber erst dann, wenn man die Methodik dahinter auf dem Silbertablett serviert bekommt. Und zwar vom Beitragsservice selbst. Ich bekam vom Beitragsservice vor kurzem die Aufforderung, unser Unternehmen anzumelden. Folgende Situation: Wir betreiben zu zweit eine GbR, die intern zwei Geschäftsbereiche aufweist. Internetagentur und Flugschule. Die GbR betreibt im Bereich Internet eine Handvoll Internetseiten – natürlich unter jeweils verschiedenen Labels/Domains (ansonsten hätten ja alle den gleichen Namen). Im Bereich Fliegerei betreiben wir mit derselben GbR eine kleine Flugschule. Die Betriebsstätte ist jeweils unsere gemeinsame Wohnung, für die wir seit mehr als zehn Jahren an den Beitragsservice (früher GEZ) zahlen. Alle Internetseiten haben identisches Impressum. Logisch, denn der Betreiber ist immer unsere GbR.

Auch für die Flugschule ist die Betriebsstätte unsere Wohnung. Klingt zwar doof, ist aber so. Da man mit Flugzeugen aber nicht im Garten starten sollte, gibt es für die Flugschule einen praktischen Ausbildungsort – ein öffentlicher Verkehrsflugplatz. Hier steht einfach nur unser Flugzeug. Nicht mehr und nicht weniger. Unser Treffpunkt für praktische Flugstunden. Ein Busunternehmen funktioniert ähnlich. Es gibt eine Zentrale (die Betriebsstätte) und mindestens einen Bus. Um mit dem Bus zu fahren, kommt der Kunde jedoch nicht zur Zentrale, sondern zu einem verabredeten Treffpunkt. Eine Bushaltestelle zum Beispiel. Die Leistung findet also an einem Ort statt, der sich von dem Ort der Betriebsstätte unterscheidet. Genau, wie bei uns. Theorieunterricht wickelt man heutzutage online ab. Also aus unserer Wohnung heraus, die ja, wie bereits erwähnt, unsere Zentrale bzw. unsere Betriebsstätte ist. Praktische Flugstunden kann man natürlich nur von einem Flugplatz aus absolvieren. Das heißt, dass es ratsam ist, sich mit dem Flugschüler zu einer bestimmten Zeit an eben diesem öffentlichen Flugplatz zu treffen (z.B. 17:30 Uhr vor der Halle). Wie geht es dann weiter? Naja, man trifft sich, zieht das Flugzeug raus, steigt ein, startet, fliegt, landet, steigt aus, schiebt das Flugzeug wieder rein und geht nach Hause. Eigentlich ganz einfach.

Nur nicht für den Beitragsservice. Denn der Beitragsservice versteht das nicht. Oder passender ausgedrückt: der Beitragsservice wendet nur geringe oder kaum messbare Energiemengen dafür auf, oben genanntes Szenario verstehen zu wollen. Und das alles, obwohl ich die entsprechenden Informationen bereits vorab über das Onlineformular eingereicht habe. Denn ursprünglich begann ja alles nur mit der Aufforderung zur Anmeldung des Unternehmens. Gesagt, getan. Unsere Betriebsstätte ist gleich der Wohnung, für die bereits Beiträge gezahlt werden, meine  Beitragsnummer lautet wie folgt und ab die Post. Für mich war das Ding damit erledigt. Als Antwort rechnete ich mit einem sinngemäßen: „Sorry, unser Fehler, passt so…“. Die Antwort fiel jedoch gegenteilig aus. Der Beitragsservice sendete einen Beitragsbescheid zu. Komisch, ich hatte doch alles erklärt. Also griff ich zum Telefon, um das Missverständnis ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen.

Die erste Telefontante wollte mir einbauen, dass es völlig unerheblich ist, ob ich eine Betriebsstätte habe oder nicht. Wenn ich ein Gewerbe anmelde bzw. betreibe, muss ich zahlen. Egal in welcher Konstellation. Als ich erklärte, dass das Gewerbe aber auf meine Wohnung angemeldet ist, für die ich bereits zahle, sagte sie, dass auch das vollkommen egal sei. Es sei ein Unterschied, ob man private oder geschäftliche Beiträge entrichtet. Auf den Hinweis, dass ich dann ja doppelt zahlen würde (immerhin ist eine GbR keine juristische Person), kam ebenfalls ein: „Das ist unerheblich.“. Also fragte ich weiter: „Sind Sie sicher, dass ein Label zur Zahlung verpflichtet und im weitesten Sinne eine eigene Betriebsstätte ist? Also sagen wir ich betreibe als Max & Muster GbR die Internetseite „Musterseite“ aus meiner angemeldeten Wohnung heraus. Dann ist meine Wohnung ja zunächst mal eine ganz normale beitragspflichtige Wohnung, richtig?“. Sie: „Ja, genau.“. Ich weiter: „Und die GbR, die ja in genau dieser Wohnung betrieben wird, ist für Sie eine weitere beitragspflichtige Wohnung bzw. Betriebsstätte?“.  Sie: „Ja, ganz genau. Ist ja geschäftlich“. Ich dann weiter: „Und da Sie ja nun ein Label von uns und nicht die GbR selbst angeschrieben haben, gehe ich davon aus, dass ein Label, also in diesem Fall „Musterseite“ ebenfalls nochmal eine eigene beitragspflichtige Wohnung bzw. Betriebsstätte ist? Also über die GbR hinaus?“.  Sie: „Ja. Die Betriebsstätte ist unerheblich. Und übrigens: Sie wissen schon, dass sie für „Musterseite“ ein Gewerbe anmelden müssen?“. Ich sagte dann: „Eigentlich nicht. Denn die „Musterseite“ wird ja von der GbR betrieben. Und die ist seit Jahren angemeldet.“. „Das ist egal…“, sagte sie, „Dann müssen Sie für die GbR zahlen!“. Ich dann wieder: „Ja, aber die Betriebsstätte der GbR ist die Wohnung, in der ich wohne und für die ich bereits zahle.“. Sie dann wieder: „Die Betriebsstätte ist unerheblich.“. Zu hoch für mich. Ganz ehrlich. Viel zu hoch für mich.

Erkenntnis Nr. 1: Der Beitragsservice scheint Geld für Betriebsstätten verlangen zu wollen, die nicht existieren. Im weitesten Sinne handelt es sich laut Beitragsservice bei einer Internetseite sogar um einen eigenen Haushalt. Seems legit.

Auf die Frage, woher der Beitragsservice denn diese komische Anschrift habe (übrigens ein Mix aus unserem Flugschul-Label und der Adresse unserer Wohnung) und damit ein Label von uns angeschrieben hat, welches im Grunde nirgends existiert oder angemeldet ist, lautete die Antwort, dass ich das ja so angemeldet habe. Ich sagte, dass das völliger Unsinn ist. Denn meine Wohnung habe ich ja bereits angemeldet und die Betriebsstätte befindet sich in eben dieser. Warum sollte ich das denn erstens doppelt anmelden und warum haben Sie mir dann zweitens eine Aufforderung zur Anmeldung geschickt, wenn ich diese laut Ihrer Aussage doch selbst veranlasst haben soll? „Weiß ich nicht, Sie haben das aber so gemacht.“, behauptete sie. Aufgrund der uneinsichtigen und meines Erachtens nach auch unfähigen „Call-Center-Agentin“ des Beitragsservice beendete ich das Gespräch. Ich habe beschlossen einfach auf eine Mahnung zu warten und dieser dann erneut zu widersprechen.

Erkenntnis Nr. 2: Der Beitragsservice scheint Betriebe (und/oder Adressen) automatisiert anzumelden und behauptet dann, man habe die Anmeldung selbst veranlasst.

Nach dem ersten Telefongespräch schaute ich mir das Beiblatt mit dem Titel „Häufig gestellte Fragen“ an, welches nebst Beitragsbescheid ins Haus flatterte. Unter dem Punkt bzw. der Frage: „Was gilt als Betriebsstätte von Unternehmen und Institutionen?“ lautet die Antwort des Beitragsservice:

„[…] Betriebsstätten in privaten Wohnungen sind beitragsfrei, wenn für die Wohnung bereits ein Beitrag entrichtet wird. Ein Beispiel: Hat ein freier Grafiker sein Büro in seiner Wohnung eingerichtet und wird für diese bereits der Rundfunkbeitrag geleistet, fällt kein gesonderter Beitrag an. Der Beitrag für die Betriebsstätte entfällt. […]“

Recht interessant, wo mir die Kollegin im ersten Gespräch doch genau das Gegenteil eintrichtern wollte.

Erkenntnis Nr. 3: Der Beitragsservice hat trotz meinem Hinweis auf die angemeldete Wohnung versucht, mir Beiträge für eine weitere Betriebsstätte „anzudrehen“, die definitiv nicht beitragspflichtig ist.

Es blieb nur der erneute Griff zum Telefon. Leider war diesmal eine andere Kollegin am Telefon. Ich konfrontierte sie mit der o.g. eigenen Aussage des Beitragsservice und der gegenteiligen Aussage der Kollegin aus dem ersten Gespräch. Die Kollegin antwortete nur mit Worten wie z.B. „Aha“, „Achso“ oder „Hmmm“. Ich meinte dann irgendwann, dass ich sie jetzt darum bitten möchte, „meine“ Anmeldung der Betriebsstätte (die ja freundlicherweise und trotz gegenteiliger Informationen vom Beitragsservice vorgenommen wurde) zu annullieren. Das könne sie nicht. Das kann nur eine andere Kollegin. Die sei aber nur selten da, also ginge das eigentlich gar nicht. Interessant. Der Beitragsservice schafft es also ohne weiteres automatisierte Beitragsbescheide an irgendwelche zusammengewürfelten Adressen herauszuschicken, hat aber keine Ressourcen, um völlig berechtigte Abmeldungen zu bearbeiten? Das ist doch irgendwie…

Erkenntnis Nr. 4: Nach automatisierter Anmeldung durch den Beitragsservice, scheint eine Abmeldung ressourcenbedingt nicht ohne weiteres möglich zu sein.

Die Kollegin schlug dann einen Telefontermin vor. Die entsprechende Dame, die Fälle dieser Art bearbeitet, sei an den und den Tagen zu der und der Uhrzeit im Hause. Ich antwortete, dass ich berufstätig sei und zu dieser Zeit arbeiten müsse. Sie erwiderte nur, dass das dann wohl nicht ginge, also das mit der Abmeldung. Ich sagte daraufhin, dass das sehr komisch sei. Denn immerhin funktionierte die Anmeldung ja sogar ganz ohne mein Zutun und flatterte locker weg per Post ins Haus. Sollte die Abmeldung dann nicht genauso einfach sein, fragte ich. Die Kollegin war leicht genervt und plötzlich kurz ab. „Sie bekommen Post. Wiederhören.“. Mit diesen Worten legte sie auf. Ich warte nun schon seit einer Woche auf den Brief, der mir Erkenntnis Nr. 5 entlocken wird. Ein Update wird folgen.

Fang nie an aufzuhören, hör‘ nie auf anzufangen!

Vor gut acht Jahren habe ich diesen Blog gestartet und über nahezu jede noch so kleine Neuigkeit geschrieben, die das Internet hervorbrachte. Bis zu einer sehr ausgedehnten Blogpause Mitte 2012 stapelten sich so mehr als 1.000 Artikel. Aber… Muss man einen Artikel darüber schreiben, dass Google für seinen Service Analytics ein neues Favicon eingebunden hat? Definitiv nein! Muss man einen Artikel darüber verfassen, dass man seine Reifen am Auto gewechselt hat? Auf jeden Fall! Nein, Quatsch, sicherlich genauso wenig! Obwohl dieses Ereignis für mich sogar einschneidender war, als die Änderung des Favicon bei Google Analytics. Wie dem auch sei. Ich habe sage und schreibe 781 Artikel in den virtuellen Papierkorb verbannt, da ich sie heutzutage größtenteils als sinnlos oder zumindest als „outdated“ betrachten würde.

Vieles war schlecht

Das Hauptproblem war damals, dass das Bloggen grundlegend sehr gut funktionierte. Klingt komisch, war aber so. Ich hatte früher die Zielsetzung jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen und habe das auch über mehrere Jahre durchgezogen. Das Gute daran war, dass man so tatsächlich eine Art Stammleserschaft aufbauen konnte, die sogar Kommentare hinterließen oder über ähnliche Themen schrieben und daraufhin einen Pingback daließen. Das noch bessere daran war, dass ich damit gutes Geld verdient habe. Die Milchmädchenrechnung ging auf. Pro eintausend Impressionen war ein stabiler Euro auf dem Konto. Was macht man also? Genau, noch mehr Artikel schreiben. Schreiben um des Schreibens willen? Nein, Schreiben um des Geldes willen. Und das ist der Punkt, an dem das eigene Interesse am Content verloren geht und sich eher in Richtung Bankkonto fixiert. Das ist eine sehr gefährliche Phase, die man als Blogger erstmal in der Balance halten muss. Vor allen Dingen dann, wenn man eigentlich einem normalen 40-Stunden Hauptjob nachgeht, der mit Bloggen und Internet recht wenig zu tun hatte.
Schlecht war daher, dass die Qualität der Inhalte immer bescheidener wurde. Jeden Tag einen qualitativ hochwertigen und spannenden Artikel zu schreiben, war zeitlich kaum möglich. Vor allem auch deswegen, weil es mit unserer Internetagentur in Schloß Holte bereits einen Nebenjob gab, der viel Zeit kostete. Darüber hinaus gab es im Grunde auch nicht viel zu berichten. Es ist zum Beispiel vollkommen uninteressant, ob Mozilla den FireFox nun in der Version 28 oder 37 rausbringt. Wayne. Zum einen ist der Leser kaum an Versionsnummern interessiert, zum anderen aktualisiert sich jeder Browser heutzutage nahezu unbemerkt im Hintergrund. Hauptsache das Ding läuft.

Nicht alles war schlecht

Neben den mittlerweile verbannten Artikeln aus der Feder des noch eher unerfahrenen Ichs, habe ich auch viele Artikel (rund 200) behalten. Wenn es nicht der Content war, dürfte zumindest die Meldung selbst halbwegs spannend oder sagen wir in Ordnung gewesen sein. Immerhin habe ich damals Artikel geschrieben, die bis heute mehr als 300.000 mal gelesen wurden. So zum Beispiel der Artikel zur Melango GmbH, die damals im großen Stil Kunden betrogen und abgezockt hat. Dort habe ich darauf hingewiesen, wie man als Opfer am besten mit Internetabzocke umgeht und Ärger vermeidet. Das riesige Interesse an dem Artikel und das unglaubliche Ausmaß des Betrugs ließen sich unschwer an über 3.000 Kommentaren erahnen.
Auch Daniela Katzenberger war Thema bei blogwave. Nachdem Daniela erstmals von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ begleitet und zu Beginn für das Klinkenputzen beim Playboy-Gründer Hugh Hefner noch verhöhnt, staunen heute vermutlich viele über ihr Talent der Selbstvermarktung. Über Daniela Katzenberger haben sich nicht ohne Grund mehr als 175.000 Leser bei blogwave informiert. Sie ist nach wie vor ein gutes Beispiel für Marketing und damit heuer nicht zu Unrecht Thema bei den OnlineMarketingRockstars.

Neustart?

In früheren Jahren habe ich unglaublich viel ausprobiert, war stets der Meinung, dass gute Systeme gutem Marketing trotzen und musste zunächst lernen, dass dem nicht so ist. Ein gutes System pder Portal reicht nicht für ein erfolgreiches Projekt. Erfolgreiche Projekte kommen von innen. Erfolgreiche Projekte gestaltet man mit Herz. Erfolgreiche Projekte muss man leben. Ich habe in den Jahren von 2008 bis ca. 2010 Scripte geschrieben und damit Communities aufzusetzen versucht. Das Script war für die damaligen Verhältnisse wirklich gut. Ich habe das System damals als Einzellizenz verkauft und konnte auch damit gutes Geld verdienen. Das erfolgreiche Projekt sprang dabei jedoch nie raus. Immerhin hatte die Demoversion des Social Network Scripts rund 2.000 User. Na, das ist doch was. Schön, wenn sich die User Test1, Test2, Test123 usw. aneinanderreihen. Wie dem auch sei. Immerhin hat damals der Verkauf der Scripte geklappt. Communities wie studivoten, flirtowl und wie sie sich alle schimpften, scheiterten kläglich. Das Positive daran ist, dass ich behaupten kann, nichts unversucht gelassen zu haben. Darüber hinaus habe ich unglaublich viele Erfahrungen sammeln können. Also Erfahrungen à la: „OK, so sollte ich es in Zukunft besser nicht machen.“

Schuster, bleib bei Deinen Leisten

Mittlerweile versteifen wir uns – wir sind seit 2013 zu zweit als GbR tätig – auf unsere wesentlichen Projekte. Wir sind in den Bereichen „Ultraleichtfliegen“, „Flugzeuge“ und „Abnehmen“ vertreten und betreiben Internetseiten, die für unsere Verhältnisse ganz gut funktionieren. Eines der Projekte stammt sogar noch aus der damaligen Zeit und wurde im April 2008 gegründet. Immerhin :)
Natürlich hat man auch heute noch hunderte Ideen, die man gern mal ausprobieren möchte. Aber die Zeit fehlt einfach. Mit mittlerweile gekürztem Hauptjob sieht es zeitlich zwar etwas runder aus, die laufenden Projekte und ein weiteres Standbein fressen dem Tag allerdings einige Stunden weg. Neue Projekte starten wir daher gern oder überwiegend in der Winterzeit, da ein weiteres unserer Standbeine innerhalb der GBR (hat allerdings nichts mit Internet zu tun) ein Saisongeschäft ist und hauptsächlich von März bis November betrieben wird. Das heißt, dass wir beide nach wie vor Hauptjobs nachgehen, nebenbei eine Internetagentur betreiben, die allerdings selbst nur Betreiberin unserer eigenen Projekte ist und darüber hinaus von März bis November ein weiteres vom Internet unabhängiges Geschäft betreiben. Letzteres ist gleichzeitig auch gemeinsames Hobby. Es kostet viel Zeit, lohnt sich aber, weil es schlicht und einfach Spaß macht.

Auf geht’s

Was jetzt wirklich genau neu sein oder losgehen soll, kann ich nicht sagen. Ich hatte einfach mal Lust diesen Blog wieder zu (re)aktivieren und ein bisschen durch die Blume zu erzählen. Das, was es halt zu erzählen gibt. Aber keine Sorge: Das Thema Favicons oder Reifenwechsel wird nicht dabei sein. Versprochen :)

Kostenlos Punkte zählen und abnehmen

Als ich mich kurz vor Silvester (2013) auf die Waage gestellt habe, bekam ich einen kleinen Schock und ein weiterer Vorsatz für 2014 war geboren. Ich hatte im Mai 2013 einen Sportunfall, der mich dazu zwang, den Sport vorerst, auf jeden Fall für längere Zeit, an den Nagel zu hängen. Demnach habe ich seit Mai 2013 keinen richtigen Sport mehr getrieben. Die folge war natürlich jene, dass die Pfunde auf der Waage nur so nach oben schossen.

Das witzige daran ist, dass man die Gewichtszunahme gar nicht richtig bemerkt. Hier mal ein paar Chips, da mal eine Coke oder ein leckeres Feierabendbier, hier noch etliche Kalorien und so weiter und so fort. Aufgefallen ist es mir, als mich immer mehr Leute darauf ansprachen, ob ich denn „zugelegt“ hätte. Das hat mich irgendwann so genervt, dass ich dem auf den Grund gehen wollte. Und siehe da, ganz unrecht hatten sie nicht. Überhaupt nicht eigentlich :)

Irgendwie müssen die überflüssigen Kilos also wieder runter. Ich und Diät? Naja, sehr fragwürdig. Das einzige, wofür ich mich zumindest ansatzweise begeistern und mich ausreichend motivieren könnte, wäre das Abnehmen nach Punktesystem. Der wohl größte und allerseits bekannte Anbieter dafür fällt allerdings flach, weil ich kein Geld für eine Diät ausgeben möchte. Also habe ich mich fix auf die Suche gemacht und bin natürlich fündig geworden.

WeightGuard heißt das Zauberwort. Bei WeightGuard kann man durch das Zählen von Punkten abnehmen, ein kostenloses Diät-Tagebuch führen und seinen Gewichtsverlust online nachverfolgen. Das wirklich beste und entscheidende daran ist jedoch, dass es kostenlos ist!

Ich kann es jedem nur empfehlen. Nach einer Woche standen bei mir satte 3,8 kg weniger auf der Anzeige der Waage. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas funktionieren kann und bin daher doppelt begeistert. Genial!

O2 LTE 4G ist leider an Ihrem Standort noch nicht verfügbar!

Irgendwie bin ich ja zufrieden mit meinem Mobilfunkanbieter O2. Aber so manches Mal hat mich deren Netzabdeckung schon ziemlich auf die Palme gebracht. Wenn man zum Beispiel am Wochenende viel unterwegs ist und öfter mal durch die Wallachei fährt, erhalte ich just in diesen Momenten einen Anruf. Oft kläre ich das beim Autofahren so, dass ich mir eine E-Mail vom jeweiligen Kunden schicken lassen, in welcher er mir stichpunktartig nochmal sein Anliegen schildert. Das funktioniert auch ganz gut. Bis zum mobilen Abrufen der E-Mails.

Vergleich EDGE, UMTS, HSPA, LTE, LTE Advanced

O2 Tarife  – günstig, aber mangelhaft?
Ich beobachte nur allzu oft, wie mein iPhone vom 3G-Standard auf Edge oder im schlimmsten Fall sogar noch weiter runterspringt. Und dann ist beim Zuschauen des sich drehenden Loaders echt Geduld gefragt. Das hat mit der Freiheit des mobilen Internets irgendwie nicht mehr viel zu tun. Zumindest schauen die Menschen beim mobilen Surfen in den Werbespots wesentlich glücklicher und zufriedener als ich aus der Wäsche. OK, dachte ich, vielleicht sorgt ein anderer Tarif oder gar eine andere Technik für Abhilfe. Seitdem es den Long Term Evolution Mobilfunkstandard (besser bekannt als LTE oder auch 4G) gibt, sollten langsame Internetverbindungen mit dem Handy doch eigentlich längst der Vergangenheit angehören. Also, was tun? Richtig, vergleichen und die generelle Verfügbarkeit checken.

Nach kurzem Googeln habe ich diesen Verfügbarkeitscheck auf dem 4G.de LTE-Portal wahrgenommen. Vier Anbieter (T-Mobile, O2, Vodafone und Base) werden dort gleichzeitig gecheckt. Und was meint Ihr? Genau, O2 ist an meinem Standort natürlich nicht (!) verfügbar. Wie auch?! Die bekommen scheinbar nicht einmal den 3G-Standard deutschlandweit auf die Kette. Über die Tarife möchte ich mich gar nicht beschweren, denn die sind wirklich unschlagbar günstig – glaube ich. Aber was nützen einem das geilste Handy und der beste Tarif, wenn nicht einmal die technische Verbindung mit dem weltweiten Netz hinhaut? Katastrophe!

Anbieterwechsel? Ja oder nein?
Naja, meine Überlegungen gehen jetzt in die Richtung, nach unglaublich vielen Jahren vielleicht doch mal über einen Anbieterwechsel nachzudenken. T-Mobile und Vodafone machen es vor. Aber gibt es vergleichbare Tarife? Ich weiß es nicht. Daher wollte ich einfach mal fragen, was ihr so nutzt? Denn bei O2 zahle ich gerade einmal lächerliche 9,99 Euro monatlich. Und ich bin mir wirklich nicht sicher, ob die anderen Anbieter da mithalten können – jetzt mal abgesehen vom LTE-Standard und der Netzabdeckung.

Oder gibt es vielleicht doch den einen oder anderen interessanten Tarif, der meinem nahekommt? Es muss ja nicht gleich LTE sein. Aber es wäre schon schön, wenn zumindest die 3G-Abdeckung akzeptabel wäre. Das ist alles. Nur die 148.713 Mails checken. Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen. Vielleicht kann ich meinem Anbieter ja doch noch treu bleiben…

Ach und @O2: Bitte nicht anrufen. Danke :)

Online Trinkspiel: Ich habe noch nie…

Leute! Ich habe ein Buch geschrieben! […] Nein, kleiner Spaß. Ich dachte nur, dass das die Zeilen sind, die den heutigen Mainstream-Leser packen, berühren und aus dem Hinterhalt locken. Eigentlich habe ich nur eine kleine, aber witzige Website online gestellt, welche ich kurz und in eigener Sache vorstellen möchte. Es handelt sich hierbei um die Onlineversion des beliebten Trinkspiel „Ich habe noch nie…“.

Der Sinn des Spiels ist so simpel, wie der Inhalt des Buchs von Fr. Bettina Wulff:
In einer für die Serie LOST recht berühmten Szene spielen die Charaktere Kate (Evangeline Lilly) und Sawyer (Josh Holloway) das Spiel „Ich habe noch nie“ (siehe Video unten). Sie erfahren auf diese Weise schnell intime Details des jeweilis anderen. Am besten seid ihr mindestens zu zweit, das Spiel kann man aber auch gut mit beliebig vielen Spielern spielen. Ihr bekommt eine Frage bzw. eine Aussage eingeblendet. Trifft der Sachverhalt auf Euch zu, klickt Ihr auf den Button „Richtig“ und die nächste Frage erscheint. Trifft der Sachverhalt hingegen nicht auf Euch zu, so klickt Ihr auf den Button „Falsch“ und nehmt einen guten Schluck eines alkoholischen Getränks Eurer Wahl. Natürlich könnt Ihr das Spiel auch ganz ohne den Genuss von Alkoholika spielen. Das ist allein Eure Entscheidung. Zu jeder Frage bekommt Ihr nach der Beantwortung eine schöne kleine Statistik sowie die Kommentare zu sehen. Das war es schon :)

Für die Kritiker: Ich weiß, dass das hier nicht der hellste und interessanteste Beitrag ist, den ich auf BlogWave.de verfasst habe. Ich melde mich in diesem Blog ja zugegebenermaßen nur noch selten. Ein Grund dafür: ich habe keine Lust den ganzen Shitstorm à la Bettina Wulff, Julia Schramm, iPhone 5, iOS 6 usw. als 10.000ster auch noch zu thematisieren. Der Blogger-Mainstream versorgt einen hier ohnehin mit einer Fülle immer gleicher Informationen. Da ist weniger oft mehr. Auf der anderen Seite dachte ich mir, sofern jetzt jedes 08/15 Politikeranhängsel und jeder Möchtegernpirat der Meinung ist, ein Buch mit seinen Lebensexkrementen füllen und auf die weite Welt loslassen zu müssen, kann auch ich mal wieder ein eher inhaltsloses Miniprojekt starten, welches vom Geilheitsfaktor trotzdem durchaus höher einzustufen ist, als oben genannte Lektüren. Eigentlich geht es ja nur darum, dass das Ding jetzt einen Backlink hat und diverse Suchmaschinen darauf aufmerksam werden. Aber das wisst ihr ja selbst. Von daher: Viel Spaß beim Spielen :) *wuhu!!!

 

neckermann.de nutzt die eigene Pleite als Marketing-Gag: „Insolvent. Na und?“

Neckermann.de hat erst vor kurzem Antrag auf Insolvenz gestellt. Irgendwo hat das Unternehmen Fehler gemacht. Irgendwas ist bitter schief gelaufen. Der Eigentümer Sun Capital wollte zumindest nicht mehr mitspielen. Die Zahlungsfähigkeit war damit nicht mehr gegeben. Man könnte meinen, dass es nicht am Marketing lag, wenn man sich anschaut, mit welcher Offensive die neckermann.de GmbH mit der eigenen Pleite umgeht. Auf der Website findet man derzeit lockere Sprüche wie: „Insolvent. Na und? Sie wollen schließlich kein Geld bei uns bestellen, sondern Ware.“

oder „Sie haben momentan wenig Geld in der Kasse? Wir wissen, wie sich das anfühlt.“.

Coole Sprüche, offensives Marketing. Leider muss immer erst etwas passieren, um eigene Fehler zu erkennen. Aber daraus kann man lernen. Ich persönlich möchte es als großes Tennis bezeichnen so mit der eigenen Pleite umzugehen. Demnach: Daumen hoch und weiter so… zumindest so lange Ihr noch da seid :)

Microsoft bald mit neuem Branding?

Es ist unglaublich zu lesen und freut mich irgendwie. Im Jahr 1975 gründeten Bill Gates und Paul Allen eine kleine Firma in einer noch kleineren Garage. Eine der typischen Silicon Valley Geschichten begann. Heute dürfte wohl jeder den Namen des weltweit größten Softwarekonzern kennen. Microsoft. Das Unternehmen hat jedoch ein Problem. Um genau zu sein ein Imageproblem. Die Konkurrenz (Apple) kommuniziert Coolness und Dynamik. Microsoft hingegen ist altbacken, uncool und einfach nur langweilig. Trotz unglaublich teurer und groß angelegter Werbekampagnen schafft Microsoft den Durchbruch zu einem Unternehmen dieser Art nicht so recht.

Dutzende, wenn nicht hunderte Microsoft Designer bekommen es scheinbar nicht auf die Palme eine ordentliche Außenwirkung zu erzeugen. Das aktuelle Branding wirkt veraltet und abgenutzt. Ein neues Image muss her. Dringend. Das dachte sich auch ein 21-jähriger Student des Art Center College of Design in Los Angeles. Andrew Kim. Ein Name, den man sich vielleicht merken sollte. Kim entwickelte innerhalb von nur drei Tagen einen kompletten Entwurf, um Microsoft samt Produktlinie durch das neue Branding „the next microsoft“ hervorzuheben und in ein ganz anderes Licht zu rücken. Die Arbeit wirkt auf den ersten Blick etwas schlicht und einfach und scheint hier und da vom Konkurrenten Apple abgekupfert zu sein. Schaut man sich die Entwürfe jedoch länger und genauer an, kann man sich Microsoft immer besser in dieser Haut vorstellen. Und zwar als cooles, zeitgemäßes Unternehmen.

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Das Ding des Jahres wäre es, wenn Microsoft die Chance nutzt, über den eigenen Schatten springt und einfach mal sagt: „Leute passt auf, wir nehmen das!“ :)

(via)

Wenn die Evolutionsbremse GEMA nicht vorhandene Interessen vertritt

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, besser bekannt als die GEMA, ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von denjenigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die als Mitglied in ihr organisiert sind (Wikipedia). Die GEMA versucht also dafür zu sorgen, dass die Urheberrechte der Künstler weder verletzt, noch missbraucht werden und, dass die Künstler für die Nutzung ihrer Werke „bezahlt“ werden.

Die meisten Kinder der Neuzeit werden die GEMA wohl nur als Störenfried auf dem Videoportal YouTube kennen. 12 Cent pro angeklicktes Video eines Künstlers der Mitglied der GEMA ist, wollte die Gesellschaft vom Videoportal YouTube sehen. Ein bisschen zu viel des Guten. Der Meinung war damals auch YouTube. Die Moral von der Geschichte ist, dass man Videos mit sogenannten GEMA Inhalten in Deutschland nicht sehen kann. Stattdessen wird der Nutzer von YouTube recht deutlich darauf hingewiesen, dass die GEMA für dieses Video nicht die erforderlichen Rechte eingeräumt hat. Dass das den User nervt, steht außer Frage.

GEMA - Du kommst hier net rein!!!

Dass der selbsternannte YouTube-Türsteher GEMA damit allerdings eher die eigenen Interessen und Idealvorstellungen durchzusetzen scheint und diese nicht unbedingt von allen ihren Mitgliedern geteilt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. So beschwert sich die Musikgruppe Deichkind doch recht lautstark über die eigene Interessenvertretung auf Facebook.

Deichkind vs. GEMA

Sooo, „Leider geil“ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, YouTube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

Deichkind erhielt kurz nach Veröffentlichung dieser Kritik auf Facebook deutlich mehr als 32.000 Likes. Über 3.800 User teilten die Nachricht und mehr als 1.500 Kommentare zeigen, dass das Interesse an diesem Thema recht groß ist. Meiner Meinung nach ist dieses Vorgehen nichts anderes als Verwaltung 2.0 – gewollt, aber nicht gekonnt. Die Herrschaften der GEMA scheinen sich lieber im eigenen Machtgehabe zu sonnen, als den wahren Interessen ihrer Mitglieder entsprechend zu handeln. An diesem Missstand wird sicherlich auch das finanzielle Interesse der GEMA nicht ganz unschuldig sein. Die Gier nach Macht und Geld dieser sogenannten Interessenvertretungen bremsen die Entwicklung der neuen Medien in Deutschland förmlich aus. Soziale Medien sind mittlerweile sehr wichtige Kanäle für Unternehmen und Künstler. Ärgerlich nur, wenn man diese aufgrund eines sturen Bocks im System nicht für sich nutzen kann – auch nicht, wenn man wollte…

Modern sein wollen hat nichts mit modernem Sein zu tun. Wer nicht mit dem Zahn der Zeit geht und akzeptable Lösungen für Neues findet, wird früher oder später daran zu Grunde gehen. Aber das ist deren Entscheidung. Die „alten Hasen“, die im eigenen Unternehmen oft als Top-Entscheider gehandelt werden, tun schon das richtige. An dieser Stelle sei mir jedoch ein kleiner Hinweis gegönnt: Wir schreiben das Jahr 2012!

R.I.P. MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ

Uiuiui. Der Negativtrend scheint bei den VZ Netzwerken nicht abzureißen. Schon Anfang des Jahres hätten die Alarmglocken angehen müssen. Laut einer bei Google + von Martin Vogel geposteten und recht erschreckenden Statsitik könnte der Laden schon im März nächsten Jahres seine Pforten schließen. Die VZ Netzwerke sind in der Vergangenheit in nahezu jedes Fettnäpfchen getreten. Führungswechsel waren an der Tagesordnung, als es nicht mehr lief, verstand man sich plötzlich als größte Spieleplattform Deutschlands und versuchte das sinkende Schiff in letzter Instanz mit einem verkorkstem Redesign zu retten. Vergebene Liebesmühe.

VZ AbsturzWenn man als Verlag 80 Millionen Euro für ein Netzwerk zahlt, kann man die Server natürlich nicht sang- und klanglos abschalten, obwohl das vermutlich noch die beste Lösung wäre. Die VZ Netzwerke sind ihren Copycat Ruf leider nie losgworden. Technisch hängt man der Konkurrenz (wie z.B. Facebook) weit hinterher. Sobald Facebook neue Funktionen launchte, versuchten die StudiVZ Macher nachzuziehen. Nicht mehr und nicht weniger und meistens eher schlecht als recht. Die Erfahrung zeigt, dass das Positionieren gegenüber der Konkurrenz allein durch besseren Datenschutz nicht zum gewünschten Erfolg führt. Die Leute zieht es nunmal da hin, wo der Mainstream ist. Datenschutz hin oder her. StudiVZ hat den Anschluss leider verpasst.

Abgeschossen hat man den Vogel letztendlich mit der neuen Plattform „Pausenhof„, die innerhalb des Netzwerkes SchülerVZ eingebettet wurde. Hierbei handelt(e) es sich im Grunde um nichts weiter, als eine bereitgestellte Mobbing-Plattform, in welcher man Klassenkameraden ganz öffentlich als Flop bezeichnen bzw. bewerten konnte. Ein weiterer Griff ins Klo, welcher die VZ Netzwerke nicht unbedingt in ein besseres Licht rückt.

Ich persönlich bin schon lange nicht mehr bei den VZ Netzwerken. Die VZs versuchten auf der einen Seite zwar irgendwie am Ball zu bleiben, entwickelten auf der anderen Seite selbst aber nie etwas Innovatives oder Eigenes. Sollte der Verlag die Netzwerke abschalten, wird sicherlich niemand darum weinen. Von daher: Mein OK habt ihr, auch, wenn das sicherlich genauso wenige interessieren mag, wie es die VZ Netzwerke selbst tun :)

(via)

Whatsapp und Facebook Messenger machen die SMS überflüssig

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich mir mein erstes Handy gegönnt hatte. Das dürfte etwa zwölf Jahre her sein. Wie geil ich es gefunden habe SMS an meine Kumpels zu schreiben und auf diese Weise innerhalb von Sekunden informiert gewesen zu sein. Die SMS hat wirklich so einiges vereinfacht, wobei ich sagen muss, dass mich dieses Herumgetippe immer sehr genervt hat. Leider nagt der Zahn der Zeit am Short Message System. Die SMS ist viel zu teuer!

Die globale Vernetzung untereinander nimmt hingegen stetig zu. Verwantwortlich dafür sind Geiz-ist-Geil-Mentalität, Communities, wie Facebook und Smartphones, wie z.B. das iPhone von Apple. Während man früher noch ICQ auf dem Desktop geöffnet hatte, um live mit seinen Freunden zu chatten, reicht es heutzutage völlig aus, sich bei Facebook einzuloggen. Man hat dort alles was man braucht. Leider auch vieles, was man nicht braucht. Aber gut. Fakt ist, dass man durch Facebook tatsächlich „besser“ oder eher umfangreicher über den gesamten Freundeskreis informiert ist.

Die Krönung dieser ganzen Sache ist die mobile Variante. Apple hat den Smartphone-Markt durch sein iPhone und der Möglichkeit, dieses mit zahlreichen Applikationen zu individualisieren, ordentlich aufgemischt. Viele meiner Freunde sind mittlerweile beim iPhone gelandet. Nahezu 100% würden es nie wieder hergeben. Die Facebook App holt das soziale Netz in die Hosentasche. Durch Push-Benachrichtigungen wird man zu jeder Zeit und an jedem Ort darüber informiert, was gerade „läuft“. Lediglich die Kommunikation via Facebook war eher E-Mail-like. Sie fühlte sich nicht wirklich nach Echtzeitkommunikation an. Eine Marktlücke, die Whatsapp schließen konnte.

Gegenüber der SMS hat der User mit Whatsapp den Vorteil, dass lediglich ein einziges Mal 79 Cent für den Kauf der App über die Ladentheke fließen, Die Nutzung und Kommunikation durch Text-, Bild- und sogar Videonachrichten wesentlich umfangreicher, gleichzeitig aber kostenlos bereitgestellt wird. Whatsapp ist daher nicht ohne Grund eine der Umsatzstärksten Apps im App-Store – weltweit!

Dass es irgendwann Nachahmer geben wird, war nur eine Frage der Zeit. Facebook hat eine Community mit mehr als 700.000.000 Usern. Diese Basis mit einem Whatsapp-ähnlichem Service zu nutzen, liegt eigentlich auf der Hand. Die Entwicklung einer ähnlichen App würde dem sozialen Netzwerk eventuell nochmal einen Schub verpassen. Facebook Messenger heißt die Entwicklung, die es vorerst nur in den USA geben wird, für andere Länder und Kontinente jedoch ebenfalls in Kürze erhältlich sein wird.

Die Frage, die sich mir stellt, ist jene, ob diese Idee wirklich auf fruchtbaren Boden fällt oder als fünftes Rad am Wagen verpufft. Denn ich persönlich bin mit Whatsapp sehr zufrieden, um mal aus meiner Warte zu sprechen. Das einzige, was mich hin und wieder fuchst, ist die eher mäßige Verbindung zu den Servern. Bei Whatsapp gibt es damit leider etwas häufiger Probleme. Kein Wunder, bei dem Ansturm. Ich werde den Facebook Messenger sicherlich ausprobieren, kann mir momentan aber kaum vorstellen auf Whatsapp verzichten zu wollen. Je nachdem, wie gut diese App gemacht sein wird. Ich bin gespannt :)