Fang nie an aufzuhören, hör‘ nie auf anzufangen!

Vor gut acht Jahren habe ich diesen Blog gestartet und über nahezu jede noch so kleine Neuigkeit geschrieben, die das Internet hervorbrachte. Bis zu einer sehr ausgedehnten Blogpause Mitte 2012 stapelten sich so mehr als 1.000 Artikel. Aber… Muss man einen Artikel darüber schreiben, dass Google für seinen Service Analytics ein neues Favicon eingebunden hat? Definitiv nein! Muss man einen Artikel darüber verfassen, dass man seine Reifen am Auto gewechselt hat? Auf jeden Fall! Nein, Quatsch, sicherlich genauso wenig! Obwohl dieses Ereignis für mich sogar einschneidender war, als die Änderung des Favicon bei Google Analytics. Wie dem auch sei. Ich habe sage und schreibe 781 Artikel in den virtuellen Papierkorb verbannt, da ich sie heutzutage größtenteils als sinnlos oder zumindest als „outdated“ betrachten würde.

Vieles war schlecht

Das Hauptproblem war damals, dass das Bloggen grundlegend sehr gut funktionierte. Klingt komisch, war aber so. Ich hatte früher die Zielsetzung jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen und habe das auch über mehrere Jahre durchgezogen. Das Gute daran war, dass man so tatsächlich eine Art Stammleserschaft aufbauen konnte, die sogar Kommentare hinterließen oder über ähnliche Themen schrieben und daraufhin einen Pingback daließen. Das noch bessere daran war, dass ich damit gutes Geld verdient habe. Die Milchmädchenrechnung ging auf. Pro eintausend Impressionen war ein stabiler Euro auf dem Konto. Was macht man also? Genau, noch mehr Artikel schreiben. Schreiben um des Schreibens willen? Nein, Schreiben um des Geldes willen. Und das ist der Punkt, an dem das eigene Interesse am Content verloren geht und sich eher in Richtung Bankkonto fixiert. Das ist eine sehr gefährliche Phase, die man als Blogger erstmal in der Balance halten muss. Vor allen Dingen dann, wenn man eigentlich einem normalen 40-Stunden Hauptjob nachgeht, der mit Bloggen und Internet recht wenig zu tun hatte.
Schlecht war daher, dass die Qualität der Inhalte immer bescheidener wurde. Jeden Tag einen qualitativ hochwertigen und spannenden Artikel zu schreiben, war zeitlich kaum möglich. Vor allem auch deswegen, weil es mit unserer Internetagentur in Schloß Holte bereits einen Nebenjob gab, der viel Zeit kostete. Darüber hinaus gab es im Grunde auch nicht viel zu berichten. Es ist zum Beispiel vollkommen uninteressant, ob Mozilla den FireFox nun in der Version 28 oder 37 rausbringt. Wayne. Zum einen ist der Leser kaum an Versionsnummern interessiert, zum anderen aktualisiert sich jeder Browser heutzutage nahezu unbemerkt im Hintergrund. Hauptsache das Ding läuft.

Nicht alles war schlecht

Neben den mittlerweile verbannten Artikeln aus der Feder des noch eher unerfahrenen Ichs, habe ich auch viele Artikel (rund 200) behalten. Wenn es nicht der Content war, dürfte zumindest die Meldung selbst halbwegs spannend oder sagen wir in Ordnung gewesen sein. Immerhin habe ich damals Artikel geschrieben, die bis heute mehr als 300.000 mal gelesen wurden. So zum Beispiel der Artikel zur Melango GmbH, die damals im großen Stil Kunden betrogen und abgezockt hat. Dort habe ich darauf hingewiesen, wie man als Opfer am besten mit Internetabzocke umgeht und Ärger vermeidet. Das riesige Interesse an dem Artikel und das unglaubliche Ausmaß des Betrugs ließen sich unschwer an über 3.000 Kommentaren erahnen.
Auch Daniela Katzenberger war Thema bei blogwave. Nachdem Daniela erstmals von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ begleitet und zu Beginn für das Klinkenputzen beim Playboy-Gründer Hugh Hefner noch verhöhnt, staunen heute vermutlich viele über ihr Talent der Selbstvermarktung. Über Daniela Katzenberger haben sich nicht ohne Grund mehr als 175.000 Leser bei blogwave informiert. Sie ist nach wie vor ein gutes Beispiel für Marketing und damit heuer nicht zu Unrecht Thema bei den OnlineMarketingRockstars.

Neustart?

In früheren Jahren habe ich unglaublich viel ausprobiert, war stets der Meinung, dass gute Systeme gutem Marketing trotzen und musste zunächst lernen, dass dem nicht so ist. Ein gutes System pder Portal reicht nicht für ein erfolgreiches Projekt. Erfolgreiche Projekte kommen von innen. Erfolgreiche Projekte gestaltet man mit Herz. Erfolgreiche Projekte muss man leben. Ich habe in den Jahren von 2008 bis ca. 2010 Scripte geschrieben und damit Communities aufzusetzen versucht. Das Script war für die damaligen Verhältnisse wirklich gut. Ich habe das System damals als Einzellizenz verkauft und konnte auch damit gutes Geld verdienen. Das erfolgreiche Projekt sprang dabei jedoch nie raus. Immerhin hatte die Demoversion des Social Network Scripts rund 2.000 User. Na, das ist doch was. Schön, wenn sich die User Test1, Test2, Test123 usw. aneinanderreihen. Wie dem auch sei. Immerhin hat damals der Verkauf der Scripte geklappt. Communities wie studivoten, flirtowl und wie sie sich alle schimpften, scheiterten kläglich. Das Positive daran ist, dass ich behaupten kann, nichts unversucht gelassen zu haben. Darüber hinaus habe ich unglaublich viele Erfahrungen sammeln können. Also Erfahrungen à la: „OK, so sollte ich es in Zukunft besser nicht machen.“

Schuster, bleib bei Deinen Leisten

Mittlerweile versteifen wir uns – wir sind seit 2013 zu zweit als GbR tätig – auf unsere wesentlichen Projekte. Wir sind in den Bereichen „Ultraleichtfliegen“, „Flugzeuge“ und „Abnehmen“ vertreten und betreiben Internetseiten, die für unsere Verhältnisse ganz gut funktionieren. Eines der Projekte stammt sogar noch aus der damaligen Zeit und wurde im April 2008 gegründet. Immerhin :)
Natürlich hat man auch heute noch hunderte Ideen, die man gern mal ausprobieren möchte. Aber die Zeit fehlt einfach. Mit mittlerweile gekürztem Hauptjob sieht es zeitlich zwar etwas runder aus, die laufenden Projekte und ein weiteres Standbein fressen dem Tag allerdings einige Stunden weg. Neue Projekte starten wir daher gern oder überwiegend in der Winterzeit, da ein weiteres unserer Standbeine innerhalb der GBR (hat allerdings nichts mit Internet zu tun) ein Saisongeschäft ist und hauptsächlich von März bis November betrieben wird. Das heißt, dass wir beide nach wie vor Hauptjobs nachgehen, nebenbei eine Internetagentur betreiben, die allerdings selbst nur Betreiberin unserer eigenen Projekte ist und darüber hinaus von März bis November ein weiteres vom Internet unabhängiges Geschäft betreiben. Letzteres ist gleichzeitig auch gemeinsames Hobby. Es kostet viel Zeit, lohnt sich aber, weil es schlicht und einfach Spaß macht.

Auf geht’s

Was jetzt wirklich genau neu sein oder losgehen soll, kann ich nicht sagen. Ich hatte einfach mal Lust diesen Blog wieder zu (re)aktivieren und ein bisschen durch die Blume zu erzählen. Das, was es halt zu erzählen gibt. Aber keine Sorge: Das Thema Favicons oder Reifenwechsel wird nicht dabei sein. Versprochen :)

Kostenlos Punkte zählen und abnehmen

Als ich mich kurz vor Silvester (2013) auf die Waage gestellt habe, bekam ich einen kleinen Schock und ein weiterer Vorsatz für 2014 war geboren. Ich hatte im Mai 2013 einen Sportunfall, der mich dazu zwang, den Sport vorerst, auf jeden Fall für längere Zeit, an den Nagel zu hängen. Demnach habe ich seit Mai 2013 keinen richtigen Sport mehr getrieben. Die folge war natürlich jene, dass die Pfunde auf der Waage nur so nach oben schossen.

Das witzige daran ist, dass man die Gewichtszunahme gar nicht richtig bemerkt. Hier mal ein paar Chips, da mal eine Coke oder ein leckeres Feierabendbier, hier noch etliche Kalorien und so weiter und so fort. Aufgefallen ist es mir, als mich immer mehr Leute darauf ansprachen, ob ich denn „zugelegt“ hätte. Das hat mich irgendwann so genervt, dass ich dem auf den Grund gehen wollte. Und siehe da, ganz unrecht hatten sie nicht. Überhaupt nicht eigentlich :)

Irgendwie müssen die überflüssigen Kilos also wieder runter. Ich und Diät? Naja, sehr fragwürdig. Das einzige, wofür ich mich zumindest ansatzweise begeistern und mich ausreichend motivieren könnte, wäre das Abnehmen nach Punktesystem. Der wohl größte und allerseits bekannte Anbieter dafür fällt allerdings flach, weil ich kein Geld für eine Diät ausgeben möchte. Also habe ich mich fix auf die Suche gemacht und bin natürlich fündig geworden.

WeightGuard heißt das Zauberwort. Bei WeightGuard kann man durch das Zählen von Punkten abnehmen, ein kostenloses Diät-Tagebuch führen und seinen Gewichtsverlust online nachverfolgen. Das wirklich beste und entscheidende daran ist jedoch, dass es kostenlos ist!

Ich kann es jedem nur empfehlen. Nach einer Woche standen bei mir satte 3,8 kg weniger auf der Anzeige der Waage. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas funktionieren kann und bin daher doppelt begeistert. Genial!

Cockpit-Panel ausfräsen – gibt es alternative Möglichkeiten zur 3D CAD Software?

Seit einigen Monaten bin ich auf der Suche nach einem Flugzeug. Ja, richtig gehört. Wie ihr wisst, bin ich seit etwa fünf Jahren Ultraleichtpilot und mittlerweile auch Fluglehrer. Bis heute wurde jeder erdenkliche Flugzeugmarkt im Internet von uns unsicher gemacht. Aber es war irgendwie noch nicht das richtige dabei. Wir suchen derzeit nach einer C42. Das einzige, was uns daran nicht wirklich gefällt, ist das Cockpit-Panel. Das sieht irgendwie langweilig und sehr trist aus. Aber, man kann es wohl einfach auswechseln.

cockpit_c42

Daher dachte ich, dass man sich eine eigene Schablone aus Pappe oder ähnliches anfertigt und das dann einfach nachbaut. Würde gehen, ist aber ungenau. Viele Leute haben mir deswegen empfohlen das Ganze mit einer 3D CAD Software anzufertigen. Doof nur, wenn man davon ungefähr gar keine Ahnung hat. Aber Google is your friend. Unglaublich, was es da alles gibt. Eine extra Maus für CAD Software! Also, dass es Gamertastaturen und –mäuse gibt, wusste ich ja, aber CAD Mäuse?! Naja, zurück zum Thema…

CAD Software – zu viel des Guten?

Die Frage ist jetzt, was es alles für Software gibt und wie schwierig es ist, sich überhaupt in das Thema CAD einzuarbeiten. Oder sollte man das Ganze doch lieber in Auftrag geben? Ich habe mal ein bisschen herumgegoogelt und z.B. die CAD Software von www.inneo.de gefunden. Das diese laut Preisliste aber im mittleren vierstelligen Bereich liegt, hat mich etwas vom Hocker gehauen. Sieht zwar alles ziemlich geil aus, aber für das Geld würde ich locker 10% des kompletten Flugzeugs finanzieren können. Und ich habe ja nur ein privates und kein wirtschaftliche gewinnbringendes Anliegen.

Gibt es Alternativen zur CAD Lösung?

Demnach zielt meine Frage auf die Alternativen ab. Gibt es vielleicht irgendwelche Tipps oder Tricks, wie ich das alles umgehen könnte? Es geht wie gesagt nur darum ein Panel auszuwechseln (Größe vielleicht 1,10 Meter, Höhe 50 Zentimeter, Stärke rund 5 Millimeter. Das Panel ist weder gewölbt noch Designmäßig kompliziert. Ich habe mal ein Bild davon hinzugefügt. Es muss prinzipiell nur ausgesägt oder ausgefräst und mit einigen Rundausschnitten für die Fluginstrumente versehen werden.

Wer also einen Tipp für mich hat, wie ich an die Sache herangehen könnte, soll sich doch bitte mal bei mir melden. Das muss doch irgendwie zu lösen sein. Ach ja, noch etwas, welches Material wäre wohl am besten geeignet? Holz? GFK? CFK?

Ich freue mich auf Tipps und Anregungen, gerne auch per E-Mail. Danke :)

O2 LTE 4G ist leider an Ihrem Standort noch nicht verfügbar!

Irgendwie bin ich ja zufrieden mit meinem Mobilfunkanbieter O2. Aber so manches Mal hat mich deren Netzabdeckung schon ziemlich auf die Palme gebracht. Wenn man zum Beispiel am Wochenende viel unterwegs ist und öfter mal durch die Wallachei fährt, erhalte ich just in diesen Momenten einen Anruf. Oft kläre ich das beim Autofahren so, dass ich mir eine E-Mail vom jeweiligen Kunden schicken lassen, in welcher er mir stichpunktartig nochmal sein Anliegen schildert. Das funktioniert auch ganz gut. Bis zum mobilen Abrufen der E-Mails.

Vergleich EDGE, UMTS, HSPA, LTE, LTE Advanced

O2 Tarife  – günstig, aber mangelhaft?
Ich beobachte nur allzu oft, wie mein iPhone vom 3G-Standard auf Edge oder im schlimmsten Fall sogar noch weiter runterspringt. Und dann ist beim Zuschauen des sich drehenden Loaders echt Geduld gefragt. Das hat mit der Freiheit des mobilen Internets irgendwie nicht mehr viel zu tun. Zumindest schauen die Menschen beim mobilen Surfen in den Werbespots wesentlich glücklicher und zufriedener als ich aus der Wäsche. OK, dachte ich, vielleicht sorgt ein anderer Tarif oder gar eine andere Technik für Abhilfe. Seitdem es den Long Term Evolution Mobilfunkstandard (besser bekannt als LTE oder auch 4G) gibt, sollten langsame Internetverbindungen mit dem Handy doch eigentlich längst der Vergangenheit angehören. Also, was tun? Richtig, vergleichen und die generelle Verfügbarkeit checken.

Nach kurzem Googeln habe ich diesen Verfügbarkeitscheck auf dem 4G.de LTE-Portal wahrgenommen. Vier Anbieter (T-Mobile, O2, Vodafone und Base) werden dort gleichzeitig gecheckt. Und was meint Ihr? Genau, O2 ist an meinem Standort natürlich nicht (!) verfügbar. Wie auch?! Die bekommen scheinbar nicht einmal den 3G-Standard deutschlandweit auf die Kette. Über die Tarife möchte ich mich gar nicht beschweren, denn die sind wirklich unschlagbar günstig – glaube ich. Aber was nützen einem das geilste Handy und der beste Tarif, wenn nicht einmal die technische Verbindung mit dem weltweiten Netz hinhaut? Katastrophe!

Anbieterwechsel? Ja oder nein?
Naja, meine Überlegungen gehen jetzt in die Richtung, nach unglaublich vielen Jahren vielleicht doch mal über einen Anbieterwechsel nachzudenken. T-Mobile und Vodafone machen es vor. Aber gibt es vergleichbare Tarife? Ich weiß es nicht. Daher wollte ich einfach mal fragen, was ihr so nutzt? Denn bei O2 zahle ich gerade einmal lächerliche 9,99 Euro monatlich. Und ich bin mir wirklich nicht sicher, ob die anderen Anbieter da mithalten können – jetzt mal abgesehen vom LTE-Standard und der Netzabdeckung.

Oder gibt es vielleicht doch den einen oder anderen interessanten Tarif, der meinem nahekommt? Es muss ja nicht gleich LTE sein. Aber es wäre schon schön, wenn zumindest die 3G-Abdeckung akzeptabel wäre. Das ist alles. Nur die 148.713 Mails checken. Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen. Vielleicht kann ich meinem Anbieter ja doch noch treu bleiben…

Ach und @O2: Bitte nicht anrufen. Danke :)

Online Trinkspiel: Ich habe noch nie…

Leute! Ich habe ein Buch geschrieben! […] Nein, kleiner Spaß. Ich dachte nur, dass das die Zeilen sind, die den heutigen Mainstream-Leser packen, berühren und aus dem Hinterhalt locken. Eigentlich habe ich nur eine kleine, aber witzige Website online gestellt, welche ich kurz und in eigener Sache vorstellen möchte. Es handelt sich hierbei um die Onlineversion des beliebten Trinkspiel „Ich habe noch nie…“.

Der Sinn des Spiels ist so simpel, wie der Inhalt des Buchs von Fr. Bettina Wulff:
In einer für die Serie LOST recht berühmten Szene spielen die Charaktere Kate (Evangeline Lilly) und Sawyer (Josh Holloway) das Spiel „Ich habe noch nie“ (siehe Video unten). Sie erfahren auf diese Weise schnell intime Details des jeweilis anderen. Am besten seid ihr mindestens zu zweit, das Spiel kann man aber auch gut mit beliebig vielen Spielern spielen. Ihr bekommt eine Frage bzw. eine Aussage eingeblendet. Trifft der Sachverhalt auf Euch zu, klickt Ihr auf den Button „Richtig“ und die nächste Frage erscheint. Trifft der Sachverhalt hingegen nicht auf Euch zu, so klickt Ihr auf den Button „Falsch“ und nehmt einen guten Schluck eines alkoholischen Getränks Eurer Wahl. Natürlich könnt Ihr das Spiel auch ganz ohne den Genuss von Alkoholika spielen. Das ist allein Eure Entscheidung. Zu jeder Frage bekommt Ihr nach der Beantwortung eine schöne kleine Statistik sowie die Kommentare zu sehen. Das war es schon :)

Für die Kritiker: Ich weiß, dass das hier nicht der hellste und interessanteste Beitrag ist, den ich auf BlogWave.de verfasst habe. Ich melde mich in diesem Blog ja zugegebenermaßen nur noch selten. Ein Grund dafür: ich habe keine Lust den ganzen Shitstorm à la Bettina Wulff, Julia Schramm, iPhone 5, iOS 6 usw. als 10.000ster auch noch zu thematisieren. Der Blogger-Mainstream versorgt einen hier ohnehin mit einer Fülle immer gleicher Informationen. Da ist weniger oft mehr. Auf der anderen Seite dachte ich mir, sofern jetzt jedes 08/15 Politikeranhängsel und jeder Möchtegernpirat der Meinung ist, ein Buch mit seinen Lebensexkrementen füllen und auf die weite Welt loslassen zu müssen, kann auch ich mal wieder ein eher inhaltsloses Miniprojekt starten, welches vom Geilheitsfaktor trotzdem durchaus höher einzustufen ist, als oben genannte Lektüren. Eigentlich geht es ja nur darum, dass das Ding jetzt einen Backlink hat und diverse Suchmaschinen darauf aufmerksam werden. Aber das wisst ihr ja selbst. Von daher: Viel Spaß beim Spielen :) *wuhu!!!

 

neckermann.de nutzt die eigene Pleite als Marketing-Gag: „Insolvent. Na und?“

Neckermann.de hat erst vor kurzem Antrag auf Insolvenz gestellt. Irgendwo hat das Unternehmen Fehler gemacht. Irgendwas ist bitter schief gelaufen. Der Eigentümer Sun Capital wollte zumindest nicht mehr mitspielen. Die Zahlungsfähigkeit war damit nicht mehr gegeben. Man könnte meinen, dass es nicht am Marketing lag, wenn man sich anschaut, mit welcher Offensive die neckermann.de GmbH mit der eigenen Pleite umgeht. Auf der Website findet man derzeit lockere Sprüche wie: „Insolvent. Na und? Sie wollen schließlich kein Geld bei uns bestellen, sondern Ware.“

oder „Sie haben momentan wenig Geld in der Kasse? Wir wissen, wie sich das anfühlt.“.

Coole Sprüche, offensives Marketing. Leider muss immer erst etwas passieren, um eigene Fehler zu erkennen. Aber daraus kann man lernen. Ich persönlich möchte es als großes Tennis bezeichnen so mit der eigenen Pleite umzugehen. Demnach: Daumen hoch und weiter so… zumindest so lange Ihr noch da seid :)

Microsoft bald mit neuem Branding?

Es ist unglaublich zu lesen und freut mich irgendwie. Im Jahr 1975 gründeten Bill Gates und Paul Allen eine kleine Firma in einer noch kleineren Garage. Eine der typischen Silicon Valley Geschichten begann. Heute dürfte wohl jeder den Namen des weltweit größten Softwarekonzern kennen. Microsoft. Das Unternehmen hat jedoch ein Problem. Um genau zu sein ein Imageproblem. Die Konkurrenz (Apple) kommuniziert Coolness und Dynamik. Microsoft hingegen ist altbacken, uncool und einfach nur langweilig. Trotz unglaublich teurer und groß angelegter Werbekampagnen schafft Microsoft den Durchbruch zu einem Unternehmen dieser Art nicht so recht.

Dutzende, wenn nicht hunderte Microsoft Designer bekommen es scheinbar nicht auf die Palme eine ordentliche Außenwirkung zu erzeugen. Das aktuelle Branding wirkt veraltet und abgenutzt. Ein neues Image muss her. Dringend. Das dachte sich auch ein 21-jähriger Student des Art Center College of Design in Los Angeles. Andrew Kim. Ein Name, den man sich vielleicht merken sollte. Kim entwickelte innerhalb von nur drei Tagen einen kompletten Entwurf, um Microsoft samt Produktlinie durch das neue Branding „the next microsoft“ hervorzuheben und in ein ganz anderes Licht zu rücken. Die Arbeit wirkt auf den ersten Blick etwas schlicht und einfach und scheint hier und da vom Konkurrenten Apple abgekupfert zu sein. Schaut man sich die Entwürfe jedoch länger und genauer an, kann man sich Microsoft immer besser in dieser Haut vorstellen. Und zwar als cooles, zeitgemäßes Unternehmen.

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Das Ding des Jahres wäre es, wenn Microsoft die Chance nutzt, über den eigenen Schatten springt und einfach mal sagt: „Leute passt auf, wir nehmen das!“ :)

(via)

Wenn die Evolutionsbremse GEMA nicht vorhandene Interessen vertritt

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, besser bekannt als die GEMA, ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von denjenigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die als Mitglied in ihr organisiert sind (Wikipedia). Die GEMA versucht also dafür zu sorgen, dass die Urheberrechte der Künstler weder verletzt, noch missbraucht werden und, dass die Künstler für die Nutzung ihrer Werke „bezahlt“ werden.

Die meisten Kinder der Neuzeit werden die GEMA wohl nur als Störenfried auf dem Videoportal YouTube kennen. 12 Cent pro angeklicktes Video eines Künstlers der Mitglied der GEMA ist, wollte die Gesellschaft vom Videoportal YouTube sehen. Ein bisschen zu viel des Guten. Der Meinung war damals auch YouTube. Die Moral von der Geschichte ist, dass man Videos mit sogenannten GEMA Inhalten in Deutschland nicht sehen kann. Stattdessen wird der Nutzer von YouTube recht deutlich darauf hingewiesen, dass die GEMA für dieses Video nicht die erforderlichen Rechte eingeräumt hat. Dass das den User nervt, steht außer Frage.

GEMA - Du kommst hier net rein!!!

Dass der selbsternannte YouTube-Türsteher GEMA damit allerdings eher die eigenen Interessen und Idealvorstellungen durchzusetzen scheint und diese nicht unbedingt von allen ihren Mitgliedern geteilt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. So beschwert sich die Musikgruppe Deichkind doch recht lautstark über die eigene Interessenvertretung auf Facebook.

Deichkind vs. GEMA

Sooo, „Leider geil“ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, YouTube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

Deichkind erhielt kurz nach Veröffentlichung dieser Kritik auf Facebook deutlich mehr als 32.000 Likes. Über 3.800 User teilten die Nachricht und mehr als 1.500 Kommentare zeigen, dass das Interesse an diesem Thema recht groß ist. Meiner Meinung nach ist dieses Vorgehen nichts anderes als Verwaltung 2.0 – gewollt, aber nicht gekonnt. Die Herrschaften der GEMA scheinen sich lieber im eigenen Machtgehabe zu sonnen, als den wahren Interessen ihrer Mitglieder entsprechend zu handeln. An diesem Missstand wird sicherlich auch das finanzielle Interesse der GEMA nicht ganz unschuldig sein. Die Gier nach Macht und Geld dieser sogenannten Interessenvertretungen bremsen die Entwicklung der neuen Medien in Deutschland förmlich aus. Soziale Medien sind mittlerweile sehr wichtige Kanäle für Unternehmen und Künstler. Ärgerlich nur, wenn man diese aufgrund eines sturen Bocks im System nicht für sich nutzen kann – auch nicht, wenn man wollte…

Modern sein wollen hat nichts mit modernem Sein zu tun. Wer nicht mit dem Zahn der Zeit geht und akzeptable Lösungen für Neues findet, wird früher oder später daran zu Grunde gehen. Aber das ist deren Entscheidung. Die „alten Hasen“, die im eigenen Unternehmen oft als Top-Entscheider gehandelt werden, tun schon das richtige. An dieser Stelle sei mir jedoch ein kleiner Hinweis gegönnt: Wir schreiben das Jahr 2012!

R.I.P. MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ

Uiuiui. Der Negativtrend scheint bei den VZ Netzwerken nicht abzureißen. Schon Anfang des Jahres hätten die Alarmglocken angehen müssen. Laut einer bei Google + von Martin Vogel geposteten und recht erschreckenden Statsitik könnte der Laden schon im März nächsten Jahres seine Pforten schließen. Die VZ Netzwerke sind in der Vergangenheit in nahezu jedes Fettnäpfchen getreten. Führungswechsel waren an der Tagesordnung, als es nicht mehr lief, verstand man sich plötzlich als größte Spieleplattform Deutschlands und versuchte das sinkende Schiff in letzter Instanz mit einem verkorkstem Redesign zu retten. Vergebene Liebesmühe.

VZ AbsturzWenn man als Verlag 80 Millionen Euro für ein Netzwerk zahlt, kann man die Server natürlich nicht sang- und klanglos abschalten, obwohl das vermutlich noch die beste Lösung wäre. Die VZ Netzwerke sind ihren Copycat Ruf leider nie losgworden. Technisch hängt man der Konkurrenz (wie z.B. Facebook) weit hinterher. Sobald Facebook neue Funktionen launchte, versuchten die StudiVZ Macher nachzuziehen. Nicht mehr und nicht weniger und meistens eher schlecht als recht. Die Erfahrung zeigt, dass das Positionieren gegenüber der Konkurrenz allein durch besseren Datenschutz nicht zum gewünschten Erfolg führt. Die Leute zieht es nunmal da hin, wo der Mainstream ist. Datenschutz hin oder her. StudiVZ hat den Anschluss leider verpasst.

Abgeschossen hat man den Vogel letztendlich mit der neuen Plattform „Pausenhof„, die innerhalb des Netzwerkes SchülerVZ eingebettet wurde. Hierbei handelt(e) es sich im Grunde um nichts weiter, als eine bereitgestellte Mobbing-Plattform, in welcher man Klassenkameraden ganz öffentlich als Flop bezeichnen bzw. bewerten konnte. Ein weiterer Griff ins Klo, welcher die VZ Netzwerke nicht unbedingt in ein besseres Licht rückt.

Ich persönlich bin schon lange nicht mehr bei den VZ Netzwerken. Die VZs versuchten auf der einen Seite zwar irgendwie am Ball zu bleiben, entwickelten auf der anderen Seite selbst aber nie etwas Innovatives oder Eigenes. Sollte der Verlag die Netzwerke abschalten, wird sicherlich niemand darum weinen. Von daher: Mein OK habt ihr, auch, wenn das sicherlich genauso wenige interessieren mag, wie es die VZ Netzwerke selbst tun :)

(via)

Whatsapp und Facebook Messenger machen die SMS überflüssig

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich mir mein erstes Handy gegönnt hatte. Das dürfte etwa zwölf Jahre her sein. Wie geil ich es gefunden habe SMS an meine Kumpels zu schreiben und auf diese Weise innerhalb von Sekunden informiert gewesen zu sein. Die SMS hat wirklich so einiges vereinfacht, wobei ich sagen muss, dass mich dieses Herumgetippe immer sehr genervt hat. Leider nagt der Zahn der Zeit am Short Message System. Die SMS ist viel zu teuer!

Die globale Vernetzung untereinander nimmt hingegen stetig zu. Verwantwortlich dafür sind Geiz-ist-Geil-Mentalität, Communities, wie Facebook und Smartphones, wie z.B. das iPhone von Apple. Während man früher noch ICQ auf dem Desktop geöffnet hatte, um live mit seinen Freunden zu chatten, reicht es heutzutage völlig aus, sich bei Facebook einzuloggen. Man hat dort alles was man braucht. Leider auch vieles, was man nicht braucht. Aber gut. Fakt ist, dass man durch Facebook tatsächlich „besser“ oder eher umfangreicher über den gesamten Freundeskreis informiert ist.

Die Krönung dieser ganzen Sache ist die mobile Variante. Apple hat den Smartphone-Markt durch sein iPhone und der Möglichkeit, dieses mit zahlreichen Applikationen zu individualisieren, ordentlich aufgemischt. Viele meiner Freunde sind mittlerweile beim iPhone gelandet. Nahezu 100% würden es nie wieder hergeben. Die Facebook App holt das soziale Netz in die Hosentasche. Durch Push-Benachrichtigungen wird man zu jeder Zeit und an jedem Ort darüber informiert, was gerade „läuft“. Lediglich die Kommunikation via Facebook war eher E-Mail-like. Sie fühlte sich nicht wirklich nach Echtzeitkommunikation an. Eine Marktlücke, die Whatsapp schließen konnte.

Gegenüber der SMS hat der User mit Whatsapp den Vorteil, dass lediglich ein einziges Mal 79 Cent für den Kauf der App über die Ladentheke fließen, Die Nutzung und Kommunikation durch Text-, Bild- und sogar Videonachrichten wesentlich umfangreicher, gleichzeitig aber kostenlos bereitgestellt wird. Whatsapp ist daher nicht ohne Grund eine der Umsatzstärksten Apps im App-Store – weltweit!

Dass es irgendwann Nachahmer geben wird, war nur eine Frage der Zeit. Facebook hat eine Community mit mehr als 700.000.000 Usern. Diese Basis mit einem Whatsapp-ähnlichem Service zu nutzen, liegt eigentlich auf der Hand. Die Entwicklung einer ähnlichen App würde dem sozialen Netzwerk eventuell nochmal einen Schub verpassen. Facebook Messenger heißt die Entwicklung, die es vorerst nur in den USA geben wird, für andere Länder und Kontinente jedoch ebenfalls in Kürze erhältlich sein wird.

Die Frage, die sich mir stellt, ist jene, ob diese Idee wirklich auf fruchtbaren Boden fällt oder als fünftes Rad am Wagen verpufft. Denn ich persönlich bin mit Whatsapp sehr zufrieden, um mal aus meiner Warte zu sprechen. Das einzige, was mich hin und wieder fuchst, ist die eher mäßige Verbindung zu den Servern. Bei Whatsapp gibt es damit leider etwas häufiger Probleme. Kein Wunder, bei dem Ansturm. Ich werde den Facebook Messenger sicherlich ausprobieren, kann mir momentan aber kaum vorstellen auf Whatsapp verzichten zu wollen. Je nachdem, wie gut diese App gemacht sein wird. Ich bin gespannt :)