Beitrag erstellt am
11. Februar 2009
unter Technik.
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1969 -> mit einem fliegenden Taschenrechner auf dem Mond landen?
Der Schocker Blogger hat mich per eMail auf seine Blogparade hingewiesen, bei welcher es um die erste Mondlandung 1969 geht. Die Frage, die sich viele Stellen ist die nach der Wahrheit. Haben die Astronauten mit unter anderen Neil Armstrong 1969 wirklich den Mond betreten, oder sonnte man sich nur unter vielen Spots im Fernsehstudio der Area 51? Diese Frage kann ich zwar nicht beantworten, aber evtl. ein wenig beleuchten.
Fakt ist, dass ich keine Abneigung gegenüber verschiedener Verschwörungstheorien habe. Es kommt immer darauf an, wie gut sie dargestellt werden. Wenn man sich allerdings mit den entsprechenden physikalischen Grundlagen befasst und diese auf das Ereignis 1969 anwendet, gelangt man in einen Zwiespalt. Zum Teil sind die Erklärungen der Verschwörungstheorietiker wirklich glaubhaft, zum anderen überzeugt die Physik. Hier einige Beispiele:
Computerleistung & Technologie:
Dieser erste Punkt, den ich hier beleuchten will, macht die meisten Verschwörungstheoretiker stutzig. Heutzutage ist man es gewohnt mit mehreren Gigahertz Prozessorleistung und vielen Gigabyte Kapazität durch das weltweite Netz zu surfen. Damals hatten die Computer nichtmal ansatzweise die Festplattenkapazität, die heute in herkömmlichen Computern als Arbeitspeicher liegt. Ganze 4 kB Arbeitsspeicher hatte der Apollo-Computer. Da war der C64 in der Hinsicht sogar um das 16-fache leistungsfähiger. Unvorstellbar, oder? Trotzdem reicht das aus. Man muss bedenken, dass die Astronauten und Pioniere der Luftfahrt früher auch ein gewisses Potential an Verrücktheit mitbrachten. Ich würde mich heutzutage nicht auf ein von einem Taschenrechner gesteuertes Pulverfass setzen, welches mich jede Minute zum Mond oder aber in den sicheren Tod schiessen könnte. Früher war das so. Die Männer wollten in die Geschichte eingehen, als Helden gefeiert werden und vertrauten der eigenen Technik. Wir vertrauen unserer Technik heute auch. In 40 weiteren Jahren wird man sich darüber totlachen und uns für verrückt erklären, dass wir mit einer Boeing 757 über den großen Teich nach Amerika geflogen sind. Viel zu Riskant. Fakt ist, das die Computerleistung locker ausreichte, um einfache Navigationsrechnungen durchzuführen. Der Rest wurde manuell geflogen. Verschwörungstheoretiker vergessen oft die Bodenunterstützung in Form eines Großrechners. Komplexe Berechnungen wurden am Boden mit Hilfe des NASA Computers durchgeführt und in Form fertiger Steuerbefehle direkt per Funk an die Raumfähre übertragen. Demnach wurde die Rechenleistung prinzipiell extern erledigt. Für Prozeduren wie z.B. das Einfliegen in die Mondumlaufbahn im Funkschatten des Trabanten konnte der Computer mit einer Kapazität von mehr als 40.000 Additionen pro Sekunde locker erledigen.
Perfekte Fotos:
Viele Zweifeln an, dass man mit Schnappschüssen aus der Hüfte so exzellente Fotos schießen kann. Die Kameras waren den Astronauten in Hüfthöhe am Raumanzug fixiert. Einen Sucher gab es nicht. Die Astronauten schossen die Fotos also auf gut Glück. Schwer vorstellbar, dass man mit solchen Aufnahmen zur Erde zurückkehrt. Aber probiert es doch mal selber. Während der Apollo Missionen sind insgesamt etwa 32.000 Bilder entstanden. Nur ein Bruchteil dieser Bilder, die guten Bilder, werden angezweifelt. Es gibt etliche Fotos, die unscharf sind und völlig uninterssante Motive zeigen. Klar wie Kloßbrühe ist ja, dass man der Öffentlichkeit nicht die schlechten, sondern die guten Fotos zeigt. Lässt man seine Urlaubsfotos entwicklen, sortiert man die, auf denen man nichts erkennen kann, instinktiv aus. Schießt einfach mal 32.000 Fotos und seht nach wie viele was werden und wie viele für die Katz sind ^^
Keine Raketenflamme beim Wiederstart:
Während des Wiederaufsteigen vom Mond, also beim Rückflug, sieht man auf den Bildern keine Flamme aus dem Antriebsaggregat stoßen. Die Erklärung dafür ist ziehmlich einfach. Wo Laien eine große Flamme erwarten, können Physiker nur müde lächeln. Der Treibstoff bestehend aus N2H4, C2N2H8 und N2O4 entzündet sich sobald die drei Stoffe aufeinanderstoßen und vermischt werden. Die Stoffe zünden ohne sichtbaren Raketenstrahl und geben die Abgase ins Vakuum ab. Damit die Abgase für das menschliche Auge sichtbar werden, müsste im Vakuum Luft vorhanden sein, damit die Abgase mit dieser Luft chemisch reagieren könnten. Da ein Vakuum mehr oder weniger das Synonym für einen luftleeren Raum ist, kann allerdings keine Reaktion stattfinden und der Mensch somit auch keinen Abgasstrahl sehen.
Wer hat das Bild vom Abflug geschossen?
Wer hat eigentlich das Bild gemacht? Haben die etwa jemanden da gelassen oder stammen die Aufnahmen aus einem Fernsehstudio? Der Start samt abfliegender Mondfähre wurde von außen abgelichtet. Doch wer hat das gemacht? Keine Sorge, beim Abflug saßen selbstverständlich alle Astonauten an Bord. Die Kamera war an dem zurückgelassenen Mondfahrzeug befestigt und wurde von der Erde aus über Funk ferngesteuert und ausgelöst.
Fazit:
Abschliessend bleibt zu sagen, dass man vieles glauben kann, vieles belegen kann, vieles aber auch unerklärt bleibt. Es ist mehr oder weniger Ansichtssache. Ich kann bezüglich Verschwörungstheorien nur auf den Beitrag über den Anschlag auf das World Trade Center vom 11. September verweisen UND möchte hiermit einen meiner Lieblingsfilme “Wag the Dog” empfehlen. In diesem Film geht es um die Inszinierung eines kompletten Kriegs um Zeit für strategische Maßnahmen innerhalb einer Regierung zu gewinnen. Wie gesagt: Möglich ist alles.
Ob Neil Armstrong auf dem Mond war weiß ich trotzdem nicht. Zumindest wollter er das damals nicht “auf die Bibel” schwören. Demnach spielt sich die Echtheit der Mondladung von 1969 meines Erachtens nach in den Köpfen der einzelnen Betrachter ab.
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Kommentare
Hallo,
also ich sage jetzt für mich kurz und knapp: Die waren da, wenn nicht direkt, aber da waren sie – irgendwann. Uns bald kommt bestimmt auch wieder jemand anders, und wirds direkt vor Ort untersuchen – und mit etwas Glück wirds dann interessant, meiner These nach finden sie ja “Utensilien”, anderer Meinungen nach wird danhn die große Suche gefolgt von den noch viel interessanteren Aussagen kommen. Mal sehen welcher Sturm dann alles davon wehte. ;-)
Grüße, Andi
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[...] Blogwave: „Abschliessend bleibt zu sagen, dass man vieles glauben kann, vieles belegen kann, vieles aber auch unerklärt bleibt. Es ist mehr oder weniger Ansichtssache.” [...]




Hi
Danke für den Beitrag. Hoffentlich werden dadurch noch ein paar auf die Blogparade aufmerksam! Dein Fazit gefällt mir auch sehr gut. Meine Meinung werde ich am Ende der Parade veröffentlichen, deswegen will ich mich in dieser Sache noch nicht dazu äußern.
Für die anderen Blogger, die durch diesen Beitrag auf die Blogparade aufmerksam geworden sind: Ihr müsst nicht zwingend so einen langen Beitrag schreiben. Ein kurzer Beitrag nur mit der eigenen Meinung hat genau so seine Existenzberechtigung, wie solch ein “Premium”-Beitrag :)
Nochmals Danke für die Teilnahme!