Beitrag erstellt am
6. Januar 2009
unter Business.
Hier kannst Du die Kommentare per RSS 2.0 abonieren.
Du kannst entweder einen Kommentar oder einen Trackback von Deiner eigenen Seite hinterlassen.
A-Blogger Robert Basic will Basicthinking verkaufen.
Kaum zu glauben was man da im Vorzeigeblog von Basicthinking bei Robert Basic liest. Er spielt tatsächlich mit dem Gedanken seinen Blog zu veräußern. In seinem Artikel fragt er gezielt nach der Meinung seiner Leser zum Thema Verkauf. Ich kann Robert in seiner Argumentation sehr gut verstehen…
Robert betreibt den Blog Basicthinking mittlerweile seit 2003. Er bemängelt selbst, dass sich in der letzten Zeit, vor allem seit 2007 bis auf eine Layoutumstellung einfach nicht mehr viel tut. Man bloggt so vor sich hin und muss als Blogpromi oder sogenannter A-Blogger auch noch daruaf Acht geben wie man was bloggt, da einem alle auf die Pfoten schauen.
Auch befreit ohne das Gelaber, was ein A-Blogger schreiben darf und was er gefälligst als Aushängeschild zu verantworten hat, was aber mehr eine Nebenrolle spielt, nachranging hinter dem Änderungsbestreben.
heißt seine Aussage zum Thema. Ich kann mir gut vorstellen, dass es hier und da einige Leute gibt, die so einen Blog kritisch beobachten und sich schnell beschweren, wenn man selbst eine andere Meinung als seine Leser vertritt und diese auch noch öffentlich kund tut. Das ist auch mir schon passiert, wobei ich sicherlich weitaus weniger Resonanz erhalte.
Das was das Bloggen eigentlich ausmacht, nämlich Dinge aus seiner eigenen Sicht zu schreiben, sich über Dinge aus ganz subjektiver Perspektive auszulassen, gerät mit zunehmender Bekanntheit des Blogs und des Bloggers in immer weitere Ferne. Aus diesem Grund kann ich sehr gut verstehen, dass Du, Robert, über einen Verkauf Deines Blogs zumindest nachdenkst (glauben tu ich es erst, wenn Du offiziell einen Käufer suchst).
Robert erwähnt als Verkaufsplattform auch das Auktionshaus eBay. Seiner Meinung nach vielleicht die beste Plattform für den Verkauf der Website. Bei diesem Gedanken kann ich nur zustimmen. Ich persönlich habe mit eBay schon sehr sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Publikum und die Interessenten sind einfach da. Eine Auktion wird gesehen. Potentielle Käufer werden schnell und vor allem en masse erreicht. Von daher stimme ich der Plattform zu, auch wenn der Verkauf bei hohem Erlös sicher nicht günstig ist.
Des Weiteren geht es natürlich um den Verkaufspreis. Robert bemängelt, dass mit dem Aufgeben des Blogs natürlich eine riesige Einnahmequelle wegfällt. Das wird sicher auch das Problem sein. Das Blog wird nach einem möglichen Verkauf zwar immernoch gut ranken und mehr Traffic als ein Durchschnittsblog erzeugen, aber die ganze Arbeit (sprich auch die Kohle) wird man nicht herausbekommen.
Die Preise eines laufenden Projekts richten sich meistens nach den monatlichen Einnahmen. Diese werden oft mit einem Faktor zwischen 12 und 24 für entsprechende Einnahmen aus 12 bis 24 Monaten errechnet. Ich denke aber, dass man bei einem Projekt, welches sich in der Szene so dermaßen etabliert hat nicht auf diese Rechnung zurückgreifen sollte. Einen Mindestpreis könnte man damit aber ganz gut abschätzen.
Alles zwischen 10k und 100k sei denkbar
meint Robert zur Preisfrage. Meiner Meinung nach sollte man den unteren Wert (10k) ruhig viel höher ansetzen. Ich denke, dass die monatlichen Einnahmen im mittleren vierstelligen Bereich liegen und man da den Mindestpreis mit einem Faktor von rund 18 o.ä. festlegen sollte. Den Rest entscheidet die Nachfrage. Und diese wird nicht gering sein. Ich schätze, dass ein Mindestpreis zwischen 50.000 und 60.000 Euro völlig in Ordnung geht. Es würde so oder so mehr erzielt werden. Da bin ich mir sicher…
Das Problem bei einem Blogverkauf ist leider immer folgendes. Mit einem Blog ist nicht nur der Content, sondern auch derjenige der dahintersteht gewachsen. Viele Leser lesen nicht unbedingt der Themen wegen, sondern evtl. aufgrund des Schreibstils, der Meinung, der Argumentation, der Subjektivität. Das alles würde bei einem Verkauf “flöten” gehen. Der Blog verliert unter Umständen sein Gesicht. Ich denke, dass die Leser nach und nach ohnehin folgen würden und in einem möglicherweise neuem, frischem Blog “weiterlesen” würden. Basicthinking als solches würde mit einem Verkauf sterben, da die einst vorhandene Persönlichkeit einfach fehlt.
Eine Lösung die mir spontan einfallen würde, ist ein Verkauf mit anschließender freiberuflicher Anstellung als Redakteur o.ä. beim neuen Inhaber des Blogs. Auf diese Weise kann man die Leserschaft evtl. halten und dem Blog doch noch das gewisse etwas verleihen. Wie sich sowas finanziell lohnen kann, müsste man explizit betrachten / berechnen.
Ich finde das Thema auf jeden Fall äußerst spannend und werde es weiter beobachten. Was man mit dem Blog letztendlich macht ist die Sache des Eigentümers. Ein Verkauf wäre aber schon allein aufgrund des Preises äußerst interessant für die Bloggerszene.
Verwandte Beiträge:
Robert Basic verkauft Haus und Hof…...
Ähnliche Artikel bereitgestellt von Yet Another Related Posts Plugin.
Kommentare
Das bezweifle ich nicht. An seiner Stelle würde ich den Blog auch verkaufen, einfach weil er mir wohl nicht mehr gefallen würde. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es hinterher eins seiner vielen “Experimente” ist. Na ja ich les andere Blogs doch etwas häufiger und bin von seiner Sprache nicht sehr angetan.
Ja, seine Seite ist bei mir garnicht erreichbar.
Mensch, dein Captcha und ich werden nie Freunde werden.
Ja, mittlerweile gehts bei mir auch wieder. Glaubst du, dass er es verkauft?
Mal eine Frage: Kennst du eine Seite für einen guten Ajax-Einstieg? Ich wollte so etwas ähnliches wie yigg programmieren, mehr aus Spaß an der Sache, aber ich scheitere an dem Votebutton.
Vielen Dank, wirklich, ich google mich tot. Früher, etwa vor vier Jahren, als ich garnicht so internetaffin war, hatte ich das Gefühl bei Google mehr zu finden. Vielleicht liegt es daran, dass damals noch nicht so viel SEO-Spam existierte (ja, seo ist für mich in erster Linie Spam, zumindest extra generierte Seo-Seiten) oder ich andere Sachen gesucht hatte.
Naja, er verkauft jetzt tatsächlich: http://twitter.com/RobGreen/status/1099677128
[...]wichtigen Blog verlieren und ich würde warten, bis Robert Basic mit einem neuen Blog, der seine Abenteuerlust stillt, wieder aus der Versenkung startet.
Auf der anderen Seite: Wer ist den bitte schon so dreist und will in die[...]
@pell
“Mist, weißt du was ein cooles Tool wäre? Eine Webseite auf die man verlinken könnte und dabei Teile des Textes markieren könnte.”




Yannick Eckl: Könntest Du dir vorstellen, basicthinking je zu verkaufen?
Robert Basic: nein, es sei denn du blätterst 1 Mio Euro hin. Ein neues Blog kann ich immer noch starten, auch wenn ich damit meine Person im Netz verkaufe, komischer Gedanke:) Also nein. Kein preis. Mich kannst Du nicht kaufen, damit auch nicht mein Blog.
http://stefan2904.googlepages.com/robertbasicchatlog
Mist, weißt du was ein cooles Tool wäre? Eine Webseite auf die man verlinken könnte und dabei Teile des Textes markieren könnte.