Das Problem mit den Nichtwählern

Wenn man sich die Ergebnisse der letzten Wahlen einmal anschaut, könnte man denken, dass alles glatt gelaufen ist und das Volk sich für die und jene Partei entschieden hat und mehr oder weniger hinter der Entscheidung steht. Wie wichtig es jedoch ist zur Wahl zu gehen, scheint manch einer zu unterschätzen. Das Kritische ist, dass die sogenannten Nichtwähler, größtenteils sicherlich unwissentlich, die kleinen und vor allem teilweise extremen Parteien stärken.

Zeit das ganze kurz vor den Wahlen mal ein wenig zu beleuchten. Wenn man sich die folgende Grafik mal anschaut, wird der ein oder andere sicherlich keine Auffälligkeiten entdecken und von einem ganz normalen Wahlergebnis ausgehen – ohne Wertung.

Das Problem, welches bei diesen Ansichten unsichtbar bleibt, ist die mangelhafte Beteiligung an den Wahlen. Die sogenannten Nichtwähler, also meist die, die keinen Grund sehen an den entsprechenden Sonntagen zehn Minuten Zeit zu opfern, um ein Kreuz vor derjenigen Partei zu setzen, welche die eigenen Interessen weitestgehend vertritt – die bilden die eigentliche Gefahr. Selbst wenn man nicht genau weiß, welche Partei die eigenen Belange nun vertritt, kann man sich dank moderner Techniken innerhalb von wenigen Minuten kundig machen. Der Wahl-O-Mat ist z.B. so eine Hilfe, wobei ich darauf hinweise, dass man nicht unbedingt auf die stumpfe Technik vertrauen sollte.

Schauen wir uns das Ergebnis der letzten Wahl (Werte oben wie unten gerundet, Quelle: ARD) doch mal genauer an. Diesmal nehmen wir aber genau die, die nicht zur Wahl gegangen sind als Nichtwähler mit in die Grafik hinein:

Auf einen Schlag wird deutlich, dass es gar nicht 38% des Volkes sind, die die CDU/CSU gewählt haben. Es sind auch keine 21% des Volkes, die hinter der Politik der SPD stehen. Es sind lediglich 38% bzw. 21% der tatsächlich aktiven Wähler, die sich für die jeweiligen Parteien entschieden haben. 58% des Volkes sind sogenannte Nichtwähler! Und das kann weitreichende Auswirkungen auf die Politik haben.

Meiner Ansicht nach könnte es so sein, dass die Anhänger der Partei “Die Linke” sehr Politikinteressiert sind und mit großer Wahrscheinlichkeit zur Wahl gehen – zumindest ein sehr großer Prozentsatz derer. Die Beteiligung wäre relativ gesehen und bezogen auf die jeweiligen Anhänger an dieser Stelle also sehr hoch. Genauso könnte es natürlich auch bei rechtsextremen Parteien oder “anderen” Parteien. Die warten scheinbar alle nur darauf endlich ein Kreuz für die Partei zu setzen. Von daher könnte man davon ausgehen, dass der prozentuale Anteil dieser Wähler im Bereich der Nichtwähler relativ gering und der Anteil der Wähler “normaler” Parteien entsprechend hoch sein könnte. Denn die Wähler der “anderen” Parteien könnten absolut gesehen fast alle an der Wahl teilgenommen haben und haben in Ihren Reihen nur wenige Nichtwähler.

Ganz unabhängig davon ist es für die “anderen” Parteien wesentlich einfacher einen hohen Prozentsatz bei geringer Wahlbeteiligung zu ergattern, als das gleiche Ergebnis bei hoher Wahlbeteiligung zu erzielen.

Das wiederum heißt, dass die o.g. “anderen” Parteien bei höherer Wahlbeteiligung sicherlich nicht so gut abschneiden würden und somit auch kein “Teil” der Regierung würden bzw. wesentlich weniger Einfluss hätten. Aus diesem Grund mein Appell an alle Wahlberechtigten:

Informiert euch, entscheidet euch und geht wählen!

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Kommentare

Ola!

Wenn ich den Bundeswahlleiter richtig verstehe, dann war die Wahlbeteiligung im Jahr 2005 bei 77,7 Prozent – http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_05/ergebnisse/bundesergebnisse/b_tabelle_99.html

Deine 2. Grafik ist also entweder falsch beschriftet oder meint mit Nichtwähler auch jene, die garkein Wahlrecht haben – zählt also alle Kinder, Ausländer, Touristen etc. mit. Von den 83 Millionen Menschen in Deutschland sind ja nur knapp 62 Millionen wahlberechtigt.

Mit hanfigen Grüßen
Steffen

Ich glaube, dass es sich hier um Hochrechnungen der vergangenen Kommunalwahlen (2009) gehandelt hat, bin aber nicht sicher. Die Zahlen stammen von der ARD. Ich schau nochmal nach der Quelle…

Ich wollte das ganze erst ohne Zahlen machen, weil es immer wieder Leute gibt, die genau darauf achten. Es ist bei dem Nichtwähler Problem allerdings völlig egal, welche Zahl hinter den einzelnen Parteien steht. Das interessiert hier auch gar nicht. Zumindest nicht solange es Nichtwähler gibt.

Worauf ich lediglich hinweisen wollte ist, dass die Nichtwähler die “anderen” Parteien stärken.

ich verweise jetzt nebenbei mal auf Focus Online. Ich zittiere:

„Weder Wahlenthaltung(!!!! in deinem Beitrag als Nicht Wähler bezeichnet) noch ein ungültiger Stimmzettel sind eine sinnvolle Aktion. Wer Protest zeigen will, müsste sich für eine Oppositionspartei entscheiden oder eine eigene Partei gründen“, sagt Wahlforscher Kai Arzheimer von der Universität Mainz.

Somit ist dieser Beitrag ein grober schnitzer, der vollkommen falsch ist; weiterhin heisst es:

Doch ungültige Wahlzettel haben auf das Parlament genauso viel Einfluss wie nicht wählen zu gehen – nämlich gar keinen.

Den Volkommenen Beitrag findet man, bzw du hier:

http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/tid-15526/bundestagswahl-irrtum-6-ungueltige-stimmzettel-beeinflussen-die-wahl_aid_435941.html

Dort sind auch noch andere Irrtürmer die endlich mal aufgeklärt werden. Ich hoffe einfach mal, das der Link nicht gelöscht wird, immerhin ist es ja nicht meine seite, und es passt zum Thema! ;]

Sorry, wegen Doppelpost, wichtig ist auch nocht:

Die wichtige Fünf-Prozent-Hürde wird beispielsweise anhand der gültigen und nicht der abgegebenen Stimmen berechnet. In der Statistik werden die ungültigen Stimmen zwar angegeben, mehr aber auch nicht.

Quelle: Focus Online

Aber rein rechnerisch kommt es doch darauf an, wie viele Parteianhänger prozentual gesehen unter den Nichtwählern sind, oder mache ich jetzt einen Denkfehler?

Ich verfolge folgenden Gedanken:
Wenn z.B. unter den 58% Nichtwählern insgesamt sagen wir 75% Anhänger der SPD wären und sich jeweils nur 5% auf die anderen Möglichkeiten (CDU/CSU, Grüne, FDP, Die Linke, Sonstige) verteilen würden, dann hätte die SPD mit Antritt der Nichtwähler doch eine ganz andere Position in der Regierung…

das schon, so etwas nennt man dann… Vermutung. Es gibt genauso Vermutungen von den Wahlforschern, das durch niedrige Wahlbeteiligung die CDU/CSU profitiert, da unentschlossene sich meist für die SPD entscheiden, weil die ja schon eit Jahren für das “Gute” steht. Man glaubt also, was immer galt, gilt jetzt auch.
Das, glauben viele Journalisten ist auch der Grund warum Merkel so zurückgezogen Wahlkampf macht. Aber auch das, ist nur eine Vermutung…

Is doch alles Mist hier, ihr habt ma echt keine Ahnung

Seid Gegrüßt Kameraden,
wie ich sehe hat von euch niemand so viel ahnung von Tennis wie ich
Aber macht ruhig so weiter irgendwann werdet ihr es auch mal so weit bringen wie Homer Simpson!!!
Denkt drann Oettinger for live ;)

Arbeitslos und Jogginghos
!

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