Demnächst: iPhone für 50 Euro monatlich zzgl. 18 Euro GEZ!

Wenn man sowas liest, steigt die sprichwörtliche Wassertemperatur in einem ziemlich schnell gen Siedepunkt. Die GEZ hat mal wieder ganz tolle Ideen, welche meiner Meinung nach nicht wirklich nachvollziehbar sind. Man spricht selbst von irgendwelchen sachlichen Begründungen, bietet im Gegenzug aber prinzipiell gar keine Leistung – zumindest keine, die von jedem zahlenden genutzt wird. In Zukunft sollen laut neusten Plänen auch Smartphonebesitzer mit 18 Euro monatlich zur Kasse gebeten werden…

Im Juni 2010 soll die Entscheidung fallen. Da die Öffentlich-Rechtlichen auf ihre zu nichts zu gebrauchenden 30 Millionen Euro Studios, teilweise völlig überbezahlter Moderatoren und Schauspieler, sowie Internetauftritten, die die Welt nicht braucht nicht verzichten können, muss der Bürger mal wieder tief, nee, Quatsch, noch tiefer in die Geldbörse greifen. Die GEZ verhält sich irgendwie so, als wäre jeder von den Öffentlich-Rechtlichen abhängig und könnte unter gar keinen Umständen auf diese verzichten. Gäbe es jedoch die Chance aus diesem Teufelskreis zu fliehen, würden mit sicherheit deutlich über 50% freiwillig auf die überteuerten Darbietungen verzichten und das Geld lieber für einen guten Zweck spenden.

Teil des Plans ist es das Gebührenmodell, wie man es im Hause der GEZ nennt, zu überarbeiten. Natürlich profitiert davon nur die GEZ. Internetgeräte, darunter natürlich auch das allerseits beliebte Smartphone, können in Zukunft anstatt der bisherigen 5,76 Euro bis zu 18 Euro im Monat kosten. Voraussetzung hierfür ist, dass es keinen Fernseher im Haushalt gibt. Das kann in Zukunft aufgrund des multimedialen Fortschritts natürlich immer häufiger der Fall werden. Irgendwann wird es so sein, dass man nur noch Displays aufstellt und diese via Internet mit dem gewünschten Programm oder dem Video en Demand versorgt.

Die GEZ plant zum Einen die sogenannte “Haushaltsabgabe”, welche den Bürger zur Zahlung der vollen GEZ Gebühr verpflichten soll und zwar völlig unabhängig davon, welche Geräte dieser überhaupt besitzt. Zum anderen gibt es die sogenannte “modifizierte Geräteabgabe”, welche den jeweiligen Bürger schon bei Besitz nur eines Geräts der Gruppen TV, Radio, PC und Smartphones zur vollen Abgabesumme verpflichtet. Natürlich betrifft das nicht nur private Haushalte. Auch Selbständige, die in Ihren Büros vielleicht wirklich nur einen PC stehen haben oder sogar ausschließlich mit dem Smartphone arbeiten, müssen mit der Zurlastlegung des vollen Betrags rechnen.

Lustig ist auch, dass die Beweislast einfach umgekehrt werden soll. In Zukunft soll es nicht mehr die GEZ sein, die durch nervige Hausbesuche beweisen muss, dass eventuell diverse Geräte in einem Haushalt existieren, sondern der Bürger muss den Nachweis darüber erbringen, dass diverse Geräte nicht existieren. Mehr kassieren, weniger tun. Das haben wir gerne. Aber mal im Ernst. Gerade jetzt zu Zeiten der Wirtschaftskrise und damit steigernder Arbeitslosigkeit, lang anhaltender Kurzarbeit etc. hat doch sicherlich jeder noch einen kleinen Obolus für Dinge übrig, die die Welt nicht braucht, oder?

Das gefällt und hebt sicherlich die Stimmung in der Bevölkerung. Hinzu hätte man einen besseren Zeitpunkt für Diskussionen dieser Art gar nicht finden können. Ich freue mich schon auf den Aufschrei, wenn das ganze wirklich so verabschiedet werden soll…


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Kommentare

hach wiel iebe ich deinen reißerischen Überschriften, die mich doch immer wieder an die BILD erinnern. Denn es geht ja eigentlich nicht direkt ums iPhone, sondern im Allgemeinem um Smartphones.

Zur aktion der GEZ ansich brauch ich glaub ich gar keinen Kommentar abgeben -.-”

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