Fabidoo macht nur 4.000 Euro pro Monat – zu wenig!

Bei fabidoo konnte man sich 3D-Figuren individuell gestalten und digital z.B. an Freunde versenden. Monetarisiert werden sollte das ganze indem der Kunde diese Figuren auch bestellen kann. Mit einer eigenen CNC Maschine versuchten die vier Gründer ihr Glück. Bis zum letzten Freitag (10.10.2008) ging das auch mehr oder weniger gut. Doch dann zogen sie vorerst den Schlussstrich…

Deutsche Startups hat nachgefragt und auch interessante Antworten erhalten:

“Wir haben einfach nicht genug Umsatz gemacht [...] Schlichtweg zu wenig, um es hauptberuflich zu machen”

Gerade mal 4.000 Euro Umsatz sollen pro Monat dabei herausgekommen sein. Aber nur, wenn es ein guter Monat war. Davon sind dann noch die Abzüge wie Miete, CNC Maschine, Steuern, und was weiß ich nicht alles fällig. Und man bedenke hierbei, dass die ja zu viert sind. Das Einkommen jedes einzelnen Gründers dürfte sich also im Hartz IV Bereich befinden, wenn nicht sogar darunter :)

Naja, ich habe schon damals an der Idee gezweifelt. Die Figuren sind erstens pottenhäßlich, zweitens zu nichts zu gebrauchen und drittens einfach zu langweilig um fest Fuß zu fassen und regelmäßige Einnahmen zu generieren. Auch hier sieht man wieder, dass die meisten Startups ohne Finanzspritze gar nicht mehr zurechtkommen. Traurig…

Das Problem ist sicher, dass alle irgendeine Idee haben und gezwungenermaßen sofort Erfolg haben wollen und teilweise viel zu engstirnig die Kohle verprassen und völlig falsch investieren. Klar, man muss ja erstmal ein Unternehmen günden, dann braucht man hier einen Steuerberater, da einen Notar, da einen Anwalt und was weiß ich nicht alles. Aber ob man das dann wirklich alles gebraucht hätte, wage ich zu bezweifeln.

Ganz interessant ist dazu ein Video mit Gleb Tritus, einer der Townster Gründer. Gleb erzählt davon, dass auch bei Townster das Geld oft an der falschen Ecke investiert oder aber zum falschen Zeitpunkt aus dem Fenster geworfen wurde:

Link: interview


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