Beitrag erstellt am
23. Juli 2008
unter Web 2.0, Webdesign.
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Inhalt, Layout und Usability als Grundlage zum Erfolg
Viele Leute versuchen sich mit ihren Startups und neuen Projekten auf dem Markt zu platzieren und schaffen es trotz größter Mühe nicht nach oben. Dabei machen viele den Fehler, dass sie ihre Projekte völlig überladen, mit den neusten Technologien zumeist unpassend aufplustern und sich dann wundern, warum keiner das Projekt nutzt. Den Erfolg einer Website machen meiner Meinung nach folgende drei Dinge aus:
Zielgerichteter Inhalt:
Der Content einer Website ist das A und O für den Erfolg, für den daraus resultierenden Mehrwert und vor allem für den User selbst. Der Content muss zum Thema bzw. zum Produkt passen. Es nützt nichts um den heißen Brei herumzuplaudern und zu versuchen den User in eine Ecke zu drängen in die er vielleicht gar nicht möchte. Der User will Fakten, Information und Handlung – aber möglichst innerhalb von Sekunden.
Des Weiteren ist aktueller, gut strukturierter und sachlich richtiger Content für Suchmaschinen von unbedingter Notwendigkeit. Wichtig hierbei ist, dass man die Seiten nicht ausschließlich für die Suchmaschinen aufbaut, womöglich aufgrund von diversen Keywords sogar grammatikalische Unebenheiten einbaut, sondern dass die Seite für den Nutzer aufbaut aufgebaut wird. Denn letztendlich kauft nicht die Suchmaschine, sondern der Benutzer das angepriesene Produkt.
Layout:
Das Layout spielt gerade in der derzeitigen Web 2.0 Bewegung eine durchaus wichtige Rolle. Während die meisten Websites früher noch in Form einer 3-spaltigkeit aufgebaut waren, setzt man heutzutage eher auf ein horiziontales Menü. Die Benutzerführung kann durch das Layout gelenkt werden. Anreisser und sofort sichtbare Aktionen machen den Nutzer neugierig. Hierbei sollte sich eine Anpreisung auf ein Produkt beschränken. Denn bei etlichen Aktionen wird das Angebot an sich schnell langweilig.
Sehr wichtig ist in meinen Augen eine klare Abgrenzung. Weniger ist oft mehr. Ein schlechtes Beispiel ist sicher die total überfrachtete Seite des Telekommunikationsriesen T-Online. Kleine Schriftarten, tausende Menüpunkte, blinkende Werbung, totale Überforderung. T-Online hätte sicher eine gute Chance sich gegen die Konkurenz durchzusetzen, allerdings wüsste ich als Kunde bzw. Leser der Website nicht wo ich auf der Seite mit dem Lesen anfangen soll.

Aber auch bei der direkten Konkurrenz Web.de ist auf den ersten Blick ein großes Durcheinander zu sehen. Keine klare Abgrenzung durch Farben o.ä., ein Ellenlanges Menü auf der linken Seite, in welchem auch noch fast jeder dritte Punkt mit einem grünen Symbol “Tipp” versehen ist. Viel zu viel. Die Aufmerksamkeit wird nicht auf das Wesentliche, sondern eher auf den Schliessen-Button gelenkt.

Ein gutes Gegenbeispiel sind oft Websites, welche ganz jung erstellt wurden. Oft glänzen die neuen Startups durch eine klare Menüführung und Abgrenzung durch auffällige aber gleichzeitig dezent und geschickt eingesetzte Farben. Der Nutzer merkt, dass er im Vordergrund steht, dass die Seite für ihn gemacht wurde, dass er sich wohl fühlen kann. Schaut man sich z.B. den Screenshot der Reisecommunity globalzoo.de an, so fällt auf, dass der Benutzer durch klar strukturierte und einladende Menüs, Boxen und Anpreisungen gelenkt wird. Mutig werden Farben gekonnt einegsetzt, die kein “Augenkrebs”, sondern eher das Gegenteil erzeugen.

Usability
Die Usability hängt stark mit dem Layout zusammen. Es gibt Webpräsenzen, welche alle technischen Neuigkeiten unbedingt involviert haben möchten und ihre Seite somit oft unbewusst überladen. Hier ein Javascript, da noch ein Framework, ein bisschen Flash darf auch nicht fehlen und schon kann es passieren, dass die Usability stark leidet. Sicher sind die neuen Technologien interessant zu bedienen und spannend für den Nutzer, es gibt jedoch immer noch Menschen, die kein Flash installiert, Javascript ausgeschaltet und eine analoge, langsame Internetverbindung haben. Man läuft als Betreiber Gefahr, dass der User die Inhalte vielleicht entweder gar nicht sehen oder aber aufgrund fehlender Clientunterstützung überhaupt nicht bedienen kann.
Von Vorteil ist auch die drei Schritte Anleitung bzw. der Wegweiser, den man auf sehr vielen guten Websites, wie auch bei Ecato findet. Frei nach dem Motto “ein Bild sagt mehr als tausend Worte” wird dem User mittels einer kleinen grafischen Abfolge der kommende bzw. mögliche Ablauf suggeriert. Der User versteht die Schritte, findet sich perfekt in der Website wieder und ganz wichtig: Er kennt seine eigene Position innerhalb des Portals und weiß wo er ist. Auf vielen Seiten verliert sich der User resultierend aus einer schlechten oder konfusen Bedienung. Wenn der User sich fragt: “Wo war das denn jetzt nochmal…”, dann ist es zu spät.

‘Die Usability ist sicherlich auch einer der Gründe, warum die Suchmaschine Google gegenüber seiner Konurrenz weit vorne steht. Google bietet sehr viele Services an. Stellt diese neben dem eigentlichen Kerngeschäft zwar auf, lenkt damit aber nicht vom Eigentlichen ab. Was will der User bei Google? Suchen, richtig. Also bietet Google ihm fast ausschließlich ein Suchfeld an und der User ist höchstzufrieden. Keine Aufforderung sich erst zu registrieren, man muss keinen Newsletter abonnieren, keinen Freunden bescheid sagen, nichts. Man kann einfach genau das tun wofür man gekommen ist. Und genau an diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen.
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Sehr guter Beitrag, vielen Dank dafür. Ich finde es auch wahnsinn wie überladen die meisten Webseiten sind. Meist nutze ich dann die Site-Suche von Google um meine Information zu finden – eigentlich ein armutszeugnis für die Betreiber… :-|