Klimawandel? Letzten Samstag: -33°C, Heiligabend: +5°C

Am Wochenende wurden in Bayern, genauer gesagt am Funtensee sage und schreibe 33,6°C Minus gemessen. Der Funtensee bzw. die Wetterstation an diesem wurde schon im Jahre 2001 zur kleinen Berühmtheit, als das Thermometer weihnachtliche 45,9°C Minus zeigte. Bei uns in OWL war es am Samstag Abend ebenfalls bitterkalt. 17°C Minus sind schon recht ungewöhnlich. Trotzdem haben wir gegrillt :)

Wir haben in einer gemütlich aufgeheizten Gartenhütte in den Geburtstag meiner Freundin gefeiert. Auf der einen Seite loderte draußen unser Stammfeuer vor sich hin, während ich beim Grillen der Würstchen meinem Bier beim einfrieren zusah. Innerhalb von wenigen Minuten war das komplette Getränk zugefroren. Das war irgendwie unglaublich. Man konnte wirklich richtig sehen, wie der Eisklumpen in der Flasche größer und größer wurde.

Mittlerweile ist es draußen so weiß, dass teilweise nicht nur die Flughäfen Dortmund und Düsseldorf geschlossen waren, sondern, dass man über diverse Skireisen schon gar nicht mehr nachzudenken braucht. Prinzipiell reicht der Neuschnee zumindest dafür aus die Langlauf-Ski auszupacken und damit durch die Wälder, sofern vorhanden, zu laufen. Man muss sich jedoch sehr beeilen. Der Klimawandel wird daran schuld sein (wir ja nicht). Es ist nämlich so vorhergesagt, dass wir an Heiligabend schon wieder Temperaturen im positiven Bereich haben sollen. Da steigt das Thermometer gegenüber dem rekordverdächtigem Wochenende mal eben um fast 40°C an.

Man merkt so langsam aber sicher, dass das Wetter mehr und mehr verrückt zu spielen scheint. Die rund 190 Regierungschefs haben das in Kopenhagen vermutlich noch nicht so ganz verstanden. Man hat sich dort lediglich auf einen Minimalkompromiss einigen können, aus welchem hervorgeht, dass man versuche die Erderwärmung auf maximal 2°C zu begrenzen. Es gibt allerdings weder Festlegungen darüber wie das Ziel erreicht werden soll, noch resultieren daraus irgendwelche rechtlichen Verbindlichkeiten für die einzelnen Staaten. Das kommt mir ein bisschen wie eine Pflichtveranstaltung vor, in welcher jeder einfach seine Hand hebt, um dem Spuk möglichst schnell ein Ende zu bereiten. Nervt ja auch sich kurz vor Weihnachten über so unwichtige Dinge zu unterhalten…

Mir soll es gleich sein. Eigentlich ja nicht. Aber was hat man schon in der Hand. Man könnte, sofern das nicht längst der Fall ist, maximal das eigene Verhalten entsprechend anpassen. Es bringt jedoch nicht wirklich viel, wenn wir uns hier ein sparsames 1-3 Liter Auto kaufen und die Leute in Amerika am Wochenende fröhlich mit ihren 5,7 Liter V8 Motoren über den Highway brettern und dabei rund 30 Liter Sprit pro 100 Kilometer durch die Brennkammern spritzen. Aber wie so oft im Leben fällt einem sowas meistens erst später auf. Nämlich erst dann, wenn es schon zu spät ist. Aber darüber unterhalten wir uns nochmal, wenn wir demnächst mit unseren kleinen Sportbooten durch Holland schwimmen :)


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Kommentare

Ich finde auch, dass wir mehr auf unsere Welt aufpassen müssen. Wir wollen sie doch für unsere Nachkommen erhalten. Ich glaube jedoch nicht, dass es sich bei den derzeitigen Temperaturschwankungen um den Klimawandel handelt. Trotzdem kann es unserer Erde nur gut tun wenn wir sie schonen und schützen! Wir produzieren zwar nur einen geringen Teil des weltweit ausgestoßenen CO2, aber wir als eine der führenden Industrienationen müssen einfach einen Anfang machen! Ich beginne im kleinen und bin (bei gutem Wetter) auf das Fahrrad umgestiegen….

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[...] 19. auf den 20. Dezember das Schlimmste hinter uns haben. Das Thermometer zeigte in dieser Nacht satte -17°C. Als ich heute Morgen los fuhr, traute ich meinen Augen kaum, als das Außenthermometer im Auto auf [...]

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