Beitrag erstellt am
8. April 2009
unter Humor.
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Nur weil man Student ist, kann man keine Social Networks programmieren
Ich hatte in der letzten Woche einen Anruf, der ziemlich lustig war. Am anderen Ende der Leitung ein Wissenschafts-Student, der sich mit drei weiteren Kommoditonen (zu Deutsch: Studentenkumpels) zusammengetan hat. Keiner der vier Studis hat laut eigener Aussage auch nur den geringsten Plan von PHP, HTML, AJAX und wie sie alle heißen. Allerdings hat das Quartett für das laufende Semester trotzdem das Ziel vereinbart ein Social Network wie z.B. StudiVZ nachzuprogrammieren. “Ist das möglich…?”, war die Frage des Studenten. Nun ja…
Ich habe mich vorerst nochmal vergewissert, dass die Jungs wirklich absolut keinen Plan von der Materie zu haben scheinen. Kurzerhand kam schon die verzweifelte Frage, wo man denn eine detaillierte Anleitung im Internet finden könnte, welche die genaue Vorgehensweise beschreibt, die man anwenden muss, um ein sogenanntes Social Network zu programmieren oder auch StudiVZ zu clonen. “Gibt es irgendwelche Bücher, die Du uns empfehlen kannst…?”. Tztztz…
Bevor ich denen nun ein Buch zur Selbsteinschätzung und Selbstfindung vorgeschlage, habe ich den klitzekleinen Funken Hoffnung gepackt und den Jungs empfohlen sich mal die Grundlagen der Programmiersprache PHP anzueignen. Ich denke, dass es ein guter Tipp war mal das Openbook PHP4 – Webserver-Programmierung für Einsteiger bei Galileo Computing zu lesen. Danach ist es sicher sinnvoll sich mit Datenbanken, Datenbankmodellen und der Sicherheit von Scripten und Servern, die im Internet sowohl durch anonyme als auch authorisierte Zugriffe aufgerufen werden können, zu beschäftigen. Danach ist es meines Erachtens von Vorteil sich mit Technologien wie AJAX, generell Javascript und auch diversen Frameworks auseinanderzusetzen. Damit könnte eine Grundlage bzw. die erste Basis geschaffen sein.
“Und dann können wir das…?”, lautete die nächste Frage, die ich wie fast jede andere Frage auch, deutlich verneint habe. Ich habe erzählt, dass ich persönlich z.B. seit etwa 10 Jahren im Internetgeschäft nicht nur tätig bin, sondern auch eigene Applikationen entwickel und programmiere und für mein eigenes Social Network rund zwei Jahre Entwicklung hinter mir habe. Dann kam die Aussage des Jahres. Scheinbar war der Student völlig vor den Kopf gestoßen: “Aber StudiVZ wurde doch auch von Studenten gebaut. Wie haben die das denn gemacht?”. OMG!?
Social Networks sind komplexe Systeme, die von irgendwelchen Laien nicht ohne weitere Qualifikation, Erfahrung und/oder dem nötigen Kleingeld entwickelt werden können. Ich erzählte ihm von Firmen, die teilweise mittlere 5-stellige Beträge für die Entwicklung einer solchen Software verlangen und von anderen Firmen (das Gegenstück), die das Geld wiederum investieren. Als der gute Mann aus dem Staunen nicht mehr herauskam, verwies ich ihn auf meine recht preisgünstige Social Network Lösung phpSocNet. Er wolle sich das nochmal überlegen. Denn da die vier ja Studenten sind, habe man nicht das nötige Kleingeld um die Software zu bezahlen.
Natürlich wurde mir, wie etwa 48 mal im Monat, eine vielversprechende Beteiligung angeboten, welche ich ebenfalls dankend abgelehnt habe. Würde ich mich wirklich an jedem Beteiligungsangebot beteiligen, wäre ich mittlerweile Teilhaber von rund zwei bis dreitausend Social Networks. Aber ganz ehrlich: Mit den eigenen Netzwerken hat man mehr als genug Arbeit…
Lustig war es trotzdem :)
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Kommentare
Das Buch kenn ich auch, ist zu empfehlen. Dennoch sollte man sich stehts vor Augen halten, dass es immer weitere und auch bessere Möglichkeiten gibt etwas zu Programmieren. Man muss auch sehr viel (Frei)Zeit investieren um sich das Wissen anzueignen. Mal so eben geht nicht! Am Anfang kann es sogar einen sehr frustrieren, wenn man keine brauchbaren Ergebnisse sieht. Dennoch nicht verweifeln und durchhalten. Sollte nach Monaten dann immer noch nichts dabei raus kommen, sollte man das jemanden überlassen der sich damit auskennt ;-)
Oh, solche Situationen kenne ich ^^
Zwar nicht auf die Webschiene bezogen, sondern eher auf die normale Programmierung. Viele stellen sich solche Aufgaben halt so einfach wie im TV vor: Da setzt sich ein Typ mal 5 min vor den PC, hämmert wie wild auf der Tastatur herum, und schon hat er einen CIA-Rechner gehacked o.ä…
Aber so isses halt nich :D
Schöner Artikel,
aber damit hier auch noch einer klugscheisst, ausser du : P
Kommilitonen nicht Kommoditonen !
Grüße




Du solltest eine eigene Show machen. Dich rufen ja ständig irgendwelche Leute an. :D Domian? Wär sein Job was für dich?