Beitrag erstellt am
11. Dezember 2009
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soziale Netzwerke – nur dabei sein ist nicht alles
In der Zeit in der ich Twitter nutze, fällt mir immer wieder ein ganz bestimmter Trend auf. Eigentlich hat Social Networking mit der Vernetzung an sich zu tun. Diese sollte jedoch auch nachhaltig genutzt werden. Auffällig ist, dass viele Unternehmen die sozialen Medien zwar versuchen zu nutzen, innerhalb dieser den Content für den User aber in einer Art Monolog bereitstellen, anstatt diesen im Dialog mit oder durch den User zu erstellen.
Meiner Meinung nach ist soziale Vernetzung mehr als nur das Pflegen von Kontakten. Ich will mit den Kontakten auch in Kontakt treten. Twitter sehe ich vorrangig nicht unbedingt als die Möglichkeit sich im Sinne von “Na? Wer hat die meisten Follower?” zu profilieren, sondern vielmehr mit anderen Nutzern und vor allem auch twitternden Unternehmen über den sogenannten kurzen Dienstweg in Kontakt zu treten. Hier scheint es jedoch deutlich unterschiedliche Auffassungen zu geben.
Ich habe mittlerweile Firmen entdeckt, die ihren Twitter’schen Stream einfach nur mit den zur Verfügung stehenden Angeboten zumüllen. Diese Unternehmen kontaktieren absolut keine User und reagieren weder auf Retweets (RT @) noch auf (@) Replys oder (#) Content, den dieses Unternehmen direkt betrifft. Das hat den Anschein wie “gewollt und doch nicht gekonnt”. Viele sehen das soziale Medium scheinbar als eine Art Pflichtprogramm, dem andere Unternehmen, im schlimmsten Fall der Konkurrent, eben auch nachgehen. Da will man selber natürlich nicht zu kurz kommen und ebenfalls auf sich aufmerksam machen…
Aber mal im ernst. Es bringt zum einen nichts den Follower ausschließlich mit einer Art Werbestream zu versorgen, wobei der User zum anderen sogar noch darüber enttäuscht ist, wenn er nicht beachtet wird bzw. auf direkte Anfragen nicht geantwortet wird.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Unternehmen die das absolut drauf haben. Ich hatte mich vor kurzem selbst noch mit einem “unterhalten”, wobei das Unternehmen die speziell an mich gerichteten Reply-Tweets immer wieder, geschickt und aus dem Content heraus, mit passende Informationen seines Angebots via bit.ly kurz URL versehen hat. Denn bei den Twitter Dialogen, sofern diese zustandekommen, besteht natürlich immer die Gefahr, dass andere Follower das Gespräch eventuell nicht nachvollziehen oder verfolgen können. Das Unternehmen hat die Antworten auf meine Fragen jedoch so verpackt, dass diese sowohl den Nagel auf den Kopf trafen, als auch informativ für andere, nicht direkt an dem Gespräch beteiligten User, waren. Das ist vorbildliches Verhalten, wobei ich von Twitter deshalb trotzdem nicht viel halte…
Die Namen der Unternehmen werde ich nicht nennen. Will ja niemanden in die Schei*** reiten. Wer meine Accounts verfolgt, dürfte allerdings wissen wovon oder von wem ich rede :)
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