Beitrag erstellt am
17. August 2009
unter Allgemein.
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Spickmich soll Konkurrenz bekommen – von der Schulministerin
Ausgerechnet das Schulministerium soll dem Lehrerbewertungsportal Spickmich.de in Zukunft Konkurrenz bescheren. In meinen Augen völliger Schwachsinn. NRW-Schulministerin Barbara Sommer hat vor ein paar Tagen ein Konzept für ein eigenes Lehrerbewertungsportal auf den Tisch gelegt. Das ist ja toll. In Zukunft wird Spickmich.de also direkt von der Regierung vertrieben und schlechte Noten für die Lehrer werden dank Zensursula vermutlich gar nicht erst im System berücksichtigt.
Aber ich kenne sowas nur zu gut. Ich arbeite schließlich auch im öffentlichen Dienst und da wird ganz gerne mal nur das Positive gesehen. Ich werde auf ein bestimmtes Beispiel jetzt nicht weiter eingehen, da ich damit sicherlich meinen Platz gefährden würde und auch der Schweigepflicht unterliege. Ich kann aber bestätigen, dass nach außen hin immer alles top aussehen muss. Derweil steht man allerdings auf einem kleinen Ast, an welchem die ganze Zeit gesägt wird.
Meiner Meinung nach ist alles, was von “da oben” kommt, reine Verarschung der BürgerInnen. Die Situation ist offensichtlich. Gerichtlich kann man scheinbar nichts gegen das Bewertungsportal Spickmich.de machen. Also muss man eben andere Mittel aufziehen, um ein störendes Unternehmen zu beseitigen. Und das obwohl wir uns mitten in der Wirtschaftskrise befinden. Herzlichen Glückwunsch. Wieder einmal eine tolle und durchdachte Idee unserer Politiker.
Was übrigens der Spickmich Gründer Tino zu der ganzen Sache sagt, könnt Ihr euch in einem Interview bei Basicthinking anschauen bzw. durchlesen. Er wirkt gegenüber der Sache sehr gelassen. Das würde ich auch tun. Erfahrungsgemäß mahlen die Mühlen in Behörden nämlich sehr sehr langsam. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass das Projekt nach deren Umsetzung gar nicht mehr benötigt wird, da der Rummel um die ganze Sache so oder so eines Tages nicht mehr vorhanden sein wird. Aber dann haben wir wenigstens wieder ordentlich Steuern verschwendet. Das macht ja auch viel Spaß…
Kommentare
Und am Ende kostet das Teil dann einen mehrstelligen Millionenbetrag und funktioniert nicht richtig. Kennt man ja zu Genüge…
ich finde es sonderbar, wie in zeiten knapper kassen es noch für solche sinnlosen sachen gelder ausgegeben werden. gut, dass es uns steuerzahler gibt.
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[...] (auf alle Netzwerke bezogen) noch ein sehr interessantes und vor allem riesiges Thema werden. Ein weiterer Fall für Zensursula? Verwandte Beiträge:Heizkosten zu hoch: 10 Millionen Euro für [...]




Warum dürfen eigentlich für solche nichtigen Sachen unsere Steuergelder verschwendet werden? Die sollen sich lieber um die wichtigen Sachen kümmern. Aber anscheinend herrscht bei denen immer noch Sommerloch-Stimmung!
Und nichts tun kann man ja auch nicht. Deswegen lieber etwas sinnloses Verzapfen, worüber die Bürger wieder sinnlos diskutieren, und dann evtl. noch das nächst größere verpassen, was einige Verbrecher “da oben” wieder ausdenken!