Über Beta-Blogger schreiben, aber selbst absolut keine Ahnung haben

Das ist echt kurios. Da erlaubt sich der Spiegel doch glatt ein Urteil über die sogenannten Beta-Blogger mit den Worten: “Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.” und haben dabei selbst absolut keine Ahnung wovon sie in ihrem folgenden Artikel eigentlich quatschen.

Ich meine, mich juckt der Artikel über die Beta-Blogger gar nicht, aber schmunzeln musste ich schon, als ich heute bei Philipp über die fehlerhaften Artikel gelesen habe.

Facebook kam nur auf ein Fünftel dieser Zahl (1,2 Millionen) und lag damit noch hinter Randgruppen-Netzwerken wie Knuddels.de und Lokalisten.de.

Mutig ist es ja schon die riesigen deutschen Netzwerke als Nischenprodukte bzw. “Randgruppen-Netzwerke” abzustempeln. Der Spiegel ist ja auch diese Randgruppen-Zeitung, welche es kostenlos am Kiosk in der Mülltonne gibt, oder wie war das noch?

Knuddels hat es dank seinen ca. 4,8 Millionen Mitgliedern tatsächlich schon bis zum Randgruppen-Netzwerk geschafft. Beeindruckend. Auch die Lokalisten gehören mit ca. 2 Millionen Mitgliedern in die Randgruppen Schublade gestopft. Wohin auch sonst?

Weiter geht es. Philipp hat noch mehr Interessantes entdeckt. Da werden die Web 2.0 Dienste auf einmal aus einer ganz anderen Richtung betrachtet. Mehr oder weniger sogar von hinten aufgerollt und neu erfunden…

Bei vielen anderen Web-Diensten lief es ähnlich. Kaum jemand verwendet in Deutschland Hotmail – die Platzhirsche heißen Web.de und GMX. Lesezeichen archiviert man nicht mit Digg, sondern mit Mr. Wong. Und das in Nordamerika populäre Business-Netzwerk LinkedIn hat hierzulande im Wettstreit mit dem deutschen Pendant Xing eindeutig den Kürzeren gezogen.

Philipp sagte dazu, dass es bis 2006 rund 4,3 Millionen MSN Messenger Nutzer gab. Der Messenger konnte bis vor zwei Jahren jedoch ausschließlich über Hotmail Adressen genutzt werden. Schon wieder so eine kleine Randgruppe von nur 4 Millionen. Wo sind denn jetzt die ganzen User hin?

Vermutlich archivieren die gerade alle ihre Lesezeichen bei Digg (?). In einer Aussage muss man dem Spiegel aber wirklich recht geben:

Lesezeichen archiviert man nicht mit Digg, sondern mit Mr. Wong.

Glückwunsch, diese Aussage ist prinzipiell richtig, da Digg eigentlich auch nie dafür vorgesehen war Lesezeichen zu speichern. Das geht doch nur bei der Social News Community Del.icio.us oder wie war das noch?

Naja, die Hauptsache ist doch: Spiegel-Leser wissen mehr ^^

Keine verwandten Beiträge

Ähnliche Artikel bereitgestellt von Yet Another Related Posts Plugin.

Tags:
Kommentare

Bislang keine Kommentare.

Kommentar abgeben

(notwendig)

(notwendig)