Beitrag erstellt am
8. März 2010
unter Allgemein.
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Wie man es macht, macht man es falsch…
Bei Basicthinking ist momentan die Hölle los. Eigentlich nichts Gravierendes. Man hat redaktionsseitig lediglich den RSS-Feed etwas gekürzt, um auf diese Weise etwas mehr Traffic auf das Blog zu bekommen und somit wiederum besser Monetarisieren zu können. Ich finde das völlig in Ordnung. Man kann von Basicthinking ja nun nicht behaupten, dass dort alles mit lästigen Bannern volltapeziert ist. Darüber hinaus ist der Content recht unterhaltsam…
Was auch ich mit meinem kleinen Miniblog (im Gegensatz zu basicthinking) kennenlernen musste und am eigenen Leib erfahren habe, ist die oft völlig unverständliche Reaktion mancher Leser. Die ständigen Kritiker. Diejenigen, denen man es so oder so nicht recht machen kann. Das erinnert mich schon fast an den nächtlichen nach-Hause-Weg aus einer Disco. Dann wenn man einer Gruppe scheinbar aggressiver Jugendlicher aus dem Weg gehen will und genau deswegen schief angemacht wird. Bleibts Du auf der gleichen Straßenseite, wirst Du angemacht, warum Du diese deretwegen nicht wechselst. Wechselst Du die Straßenseite, wirst Du angemacht, weil Du diese gewechselt hast und wirst als feige tituliert. Wie man es macht, macht man es falsch.
Die Kürzung des RSS-Feed lässt sich ansatzweise auf die Situation projizieren. Stellst Du einen langen und damit vollen RSS-Feed zur Verfügung, bekommst Du die Frage gestellt, warum man ihn zur Monetarisierung nicht einfach kürzt und wie engstrinig man doch sei, diese mögliche Geldquelle nicht zu nutzen. Kürzt Du den RSS-Feed, bekommst Du vor den Kopf gehauen, dass man doch nur geldgeil sei und künstlichen Mehrtraffic erzeugen will. Wie man es macht, macht man es falsch.
Die eigentliche Arbeit, die hinter dem Bloggen steckt, wird leider von etlichen Lesern schlichtweg ausgeblendet. Jeder liest irgendwie mit, beschwert sich gleichzeitig aber darüber was geschrieben wird, warum man diese oder jene Ansicht hat, warum man das oder jenes versucht, um ein oder zwei Kröten zu verdienen und warum man dann auch noch darüber schreibt. Wie man es macht, macht man es falsch.
Bloggen ist meines Erachtens nach ein Minus-Geschäft. Es gibt sicher Blogs, die mehr als nur ein paar Hundert Euro umsetzen. Trotzdem haben auch diese Blogs Monat für Monat, Woche für Woche und Tag für Tag das Problem, das eigene Geschäftsmodell langfristig und vor allem nachhaltig zu etablieren. Ein Blog ist wie ein Labor. Man versucht ständig Neues, man bindet den Nutzer mit ein und ist wahrhaftig nah an ihm dran. Doch tragen tut sich ein Blog aufgrund dieser Tatsache nicht von selbst. Paid-Content in aller Munde, aber auch das haut beim Bloggen meiner Meinung nach nicht hin. Mal ganz zu scheigen davon, dass die Leser bei eine solche Entscheidung natürlich wieder die virtuellen Fäuste fliegen lassen. Denn wie man es macht, macht man es falsch.
Was ich grundsätzlich sagen will ist, dass hinter dem Bloggen mehr steckt als nur jeden Tag irgendeinen Text zu schreiben und diesen, in der Hoffnung er kommt beim Leser gut an, zu publizieren. Man sollte als Leser natürlich die Freiheit nutzen seine Meinung kund zu tun, ich wäre der letzte, der einem den Mund verbietet, jedoch sollte der Ton und auch die Wortwahl passen. Oft sind Aggressionen aus dem eigenen Alltag dabei, die die Wortwahl vielleicht sogar unwissend etwas verschärfen. Ich merke das zur Zeit zum Beispiel in einem meiner Foren (nein, natürlich ist das Forum nicht erfolgreich). Dort kann sich ein kleines Grüppchen scheinbar nicht richtig leiden. Versucht man dden Streit zu schlichten, die Gemüter zu beruhigen und eine eventuell unpassende Wortwahl zu entfernen, wird man gefragt, warum man denn einfach zensiere. Lässt man die vom Nutzer verwendeten Worte zum Ausdruck seiner Aggression jedoch stehen, wird man wiederum gefragt, warum man diese denn nicht entferne. Wie man es macht, macht man es falsch.
Auch dieser Beitrag wird sicherlich wieder die Meinungen Spalten. Aber das ist nicht unbedingt wichtig. Es ist einfach nur meine Meinung, hinter welcher ich auch stehe. Das ist das, was häufig bei einem Blogger oder Admin ankommt, der ein natürlich nicht erfolgreiches Blog und/oder weitere nicht erfolgreiche Portale betreibt. Dass meine Meinung nicht bei jedem Gleichermaßen ankommt, mag sein und ist auch gut so. Ansonsten wäre es ja langweilig. Eines steht aber schon fest. Dieser Artikel, egal wie ich ihn geschrieben habe oder hätte schreiben können, wird dem einen oder anderen einfach nicht passen. Denn völlig egal wie man es macht, macht man es falsch…
Kommentare
Wenn der ich den Content als nützlich empfinde, dann habe ich auch gar kein Problem damit auf die Seite zu gehen und die URL zu den Ausnahmen bei dem Werbeblocker hinzuzufügen. Als Gegenleistung für wertvolle Informationen ist es ja auch nicht zu viel verlangt.
Aloha Markus,
ich verfolge die (für meinen Geschmack viel zu laute) Diskussion auch auf mehreren Plattformen. Ich kann es allerdings kein bisschen nachvollziehen, wieso man etzt so einen Aufriss deswegen macht. Fakt ist doch, dass die Jungs dort nicht für Lau arbeiten und sie nun versuchen müssen geld zu verdienen. Lieber mit gekürzten Feeds, mehr Klicks auf der Seite und Werbung – also gar keine Seite mehr. Davon abgesehen können ja, wie BT auch sagt, diejenigen die sich daran stören halt weg bleiben.
Eins muss man BT ja lassen. Damals gab’s einen Aufruhr wegen dem Verkauf, heute schaffen sie es damit zwar nicht mehr ins TV, aber immerhin reichts für einen Aufschrei der deutschen Blogosphäre. Auch gut, auch für’s Konto.
Viele Grüße,
Andi




Das mit dem langen oder kurzen Feed ist schon oft ein Streipunkt gewesen. Und beides hat so seine Vorteile.
So richtig recht kann man es nie allen machen! Entweder, man versucht die mehrheit zu erreichen – dann muss man wie ein Politiker jounglieren. Oder man fährt seinen eigenen Stil und findet damit auch seine Anhänger.