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GEZ noch? Was ist das für 1 Service!?

Als deutscher Bundesbürger ist man das Zahlen jedweder Zeche gewohnt. Mehrwertsteuer, Einkommensteuer, Erbschaftssteuer, Grundsteuer und was weiß ich nicht alles. Selbst wenn wir uns vergnügen, ist dank Vergnügungssteuer eine Steuer fällig – überspitzt formuliert. Prinzipiell kann man in diesem Land also nicht einen Schritt unternehmen, ohne irgendwelche Steuern dafür zahlen zu müssen. Schließlich müssen tolle Projekte mit Steuergeldern unterstützt werden. Immerhin dürfen wir noch steuerfrei atmen. Meinem Wissen nach gibt es noch keine Datenübertragungssteuer für Computer oder das Internet. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Das wäre ähnlich sinnvoll, wie der Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Sender.

Der Beitragsservice der ARD und ZDF ist an Sinnlosigkeit eigentlich kaum zu übertreffen. Früher drehte sich der zu zahlende „Beitrag“ immerhin tatsächlich noch um die Geräte, die theoretisch dazu in der Lage sind Rundfunk empfangen zu können. Eine elektrische Zahnbürste mit W-LAN zum Beispiel. Heute nennt man das Konstrukt einfach „Haushaltsabgabe“. Auf diese Weise lässt sich so gesehen mehr kassieren, da der Beitrag zum einen völlig geräteunabhängig ist und zum anderen tatsächlich alle (!) Haushalte blechen müssen. Auch die Haushalte, die keinen Rundfunk empfangen. Wenn man sich dann mal anschaut (nicht zu empfehlen), für welches Programm man letztendlich zahlt, kann man schnell in eine negative Stimmungslage geraten.

Auf ARD kommt heute zum Beispiel die 2283. Folge der Serie „Rote Rosen“. Nur eine Stunde später dürfen wir uns mit der 2542. Folge „Sturm der Liebe“ vergnügen. Klasse! Dann große Abwechslung am frühen Abend: Eine Quizshow mit dem Namen „Wer weiß denn sowas?“. Danach doch lieber nochmal zurück zu den Serien. Endlich. Die lang ersehnte 65. Folge von „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ – ein Grey’s Anatomy Abklatsch? Egal. Naja, und dann? In der Primetime? Genau! Warum nicht einfach noch eine tolle Quizshow einschieben. „Hirschhausens Quiz des Menschen“. Ein für die ARD rundum gelungener Abend. Das sollte an Kreativität auch reichen. Denn danach werden alle Sendungen nochmal wiederholt (es könnte ja jemand etwas verpasst haben). Ein ziemlich lahmes Programm. Zumindest dann, wenn man dank Beitragsservice indirekt von Pay-TV sprechen könnte und die öffentlich-rechtlichen Sender im Grunde und in erster Linie den Auftrag haben, dem Recht auf Information (also Nachrichten) nachzukommen.

Mal ehrlich: Würdet Ihr Euch Sky gönnen, wenn dort ausschließlich das Programm aus ARD und ZDF sowie den anderen etwa 70 öffentlich-rechtlichen Sendern gesendet würde? Einen Teufel würde man tun. Vermutlich würde man es sich nicht einmal anschauen, wenn man dafür Geld angeboten bekäme. Naja, was soll’s. Wir zahlen trotzdem. Und das für ein Produkt, das man eigentlich gar nicht haben möchte. Aber wir Deutschen akzeptieren das und lassen es einfach über uns ergehen. Wir zahlen lieber still und heimlich und wollen keinen Ärger. Der Weg des geringsten Widerstands. Da kann ich mich auch nicht rausnehmen. Auch wenn es wirklich bescheuert ist, Geld für sinnlose Sendungen und langweilige „Showmaster“ auszugeben, die einen schlichtweg nicht unterhalten und keinen Millimeter interessieren. Nicht umsonst spricht man bei dieser Art der Zwangsabgabe umgangssprachlich von der Dummensteuer.

Wirklich stutzig macht einen das Ganze aber erst dann, wenn man die Methodik dahinter auf dem Silbertablett serviert bekommt. Und zwar vom Beitragsservice selbst. Ich bekam vom Beitragsservice vor kurzem die Aufforderung, unser Unternehmen anzumelden. Folgende Situation: Wir betreiben zu zweit eine GbR, die intern zwei Geschäftsbereiche aufweist. Internetagentur und Flugschule. Die GbR betreibt im Bereich Internet eine Handvoll Internetseiten – natürlich unter jeweils verschiedenen Labels/Domains (ansonsten hätten ja alle den gleichen Namen). Im Bereich Fliegerei betreiben wir mit derselben GbR eine kleine Flugschule. Die Betriebsstätte ist jeweils unsere gemeinsame Wohnung, für die wir seit mehr als zehn Jahren an den Beitragsservice (früher GEZ) zahlen. Alle Internetseiten haben identisches Impressum. Logisch, denn der Betreiber ist immer unsere GbR.

Auch für die Flugschule ist die Betriebsstätte unsere Wohnung. Klingt zwar doof, ist aber so. Da man mit Flugzeugen aber nicht im Garten starten sollte, gibt es für die Flugschule einen praktischen Ausbildungsort – ein öffentlicher Verkehrsflugplatz. Hier steht einfach nur unser Flugzeug. Nicht mehr und nicht weniger. Unser Treffpunkt für praktische Flugstunden. Ein Busunternehmen funktioniert ähnlich. Es gibt eine Zentrale (die Betriebsstätte) und mindestens einen Bus. Um mit dem Bus zu fahren, kommt der Kunde jedoch nicht zur Zentrale, sondern zu einem verabredeten Treffpunkt. Eine Bushaltestelle zum Beispiel. Die Leistung findet also an einem Ort statt, der sich von dem Ort der Betriebsstätte unterscheidet. Genau, wie bei uns. Theorieunterricht wickelt man heutzutage online ab. Also aus unserer Wohnung heraus, die ja, wie bereits erwähnt, unsere Zentrale bzw. unsere Betriebsstätte ist. Praktische Flugstunden kann man natürlich nur von einem Flugplatz aus absolvieren. Das heißt, dass es ratsam ist, sich mit dem Flugschüler zu einer bestimmten Zeit an eben diesem öffentlichen Flugplatz zu treffen (z.B. 17:30 Uhr vor der Halle). Wie geht es dann weiter? Naja, man trifft sich, zieht das Flugzeug raus, steigt ein, startet, fliegt, landet, steigt aus, schiebt das Flugzeug wieder rein und geht nach Hause. Eigentlich ganz einfach.

Nur nicht für den Beitragsservice. Denn der Beitragsservice versteht das nicht. Oder passender ausgedrückt: der Beitragsservice wendet nur geringe oder kaum messbare Energiemengen dafür auf, oben genanntes Szenario verstehen zu wollen. Und das alles, obwohl ich die entsprechenden Informationen bereits vorab über das Onlineformular eingereicht habe. Denn ursprünglich begann ja alles nur mit der Aufforderung zur Anmeldung des Unternehmens. Gesagt, getan. Unsere Betriebsstätte ist gleich der Wohnung, für die bereits Beiträge gezahlt werden, meine  Beitragsnummer lautet wie folgt und ab die Post. Für mich war das Ding damit erledigt. Als Antwort rechnete ich mit einem sinngemäßen: „Sorry, unser Fehler, passt so…“. Die Antwort fiel jedoch gegenteilig aus. Der Beitragsservice sendete einen Beitragsbescheid zu. Komisch, ich hatte doch alles erklärt. Also griff ich zum Telefon, um das Missverständnis ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen.

Die erste Telefontante wollte mir einbauen, dass es völlig unerheblich ist, ob ich eine Betriebsstätte habe oder nicht. Wenn ich ein Gewerbe anmelde bzw. betreibe, muss ich zahlen. Egal in welcher Konstellation. Als ich erklärte, dass das Gewerbe aber auf meine Wohnung angemeldet ist, für die ich bereits zahle, sagte sie, dass auch das vollkommen egal sei. Es sei ein Unterschied, ob man private oder geschäftliche Beiträge entrichtet. Auf den Hinweis, dass ich dann ja doppelt zahlen würde (immerhin ist eine GbR keine juristische Person), kam ebenfalls ein: „Das ist unerheblich.“. Also fragte ich weiter: „Sind Sie sicher, dass ein Label zur Zahlung verpflichtet und im weitesten Sinne eine eigene Betriebsstätte ist? Also sagen wir ich betreibe als Max & Muster GbR die Internetseite „Musterseite“ aus meiner angemeldeten Wohnung heraus. Dann ist meine Wohnung ja zunächst mal eine ganz normale beitragspflichtige Wohnung, richtig?“. Sie: „Ja, genau.“. Ich weiter: „Und die GbR, die ja in genau dieser Wohnung betrieben wird, ist für Sie eine weitere beitragspflichtige Wohnung bzw. Betriebsstätte?“.  Sie: „Ja, ganz genau. Ist ja geschäftlich“. Ich dann weiter: „Und da Sie ja nun ein Label von uns und nicht die GbR selbst angeschrieben haben, gehe ich davon aus, dass ein Label, also in diesem Fall „Musterseite“ ebenfalls nochmal eine eigene beitragspflichtige Wohnung bzw. Betriebsstätte ist? Also über die GbR hinaus?“.  Sie: „Ja. Die Betriebsstätte ist unerheblich. Und übrigens: Sie wissen schon, dass sie für „Musterseite“ ein Gewerbe anmelden müssen?“. Ich sagte dann: „Eigentlich nicht. Denn die „Musterseite“ wird ja von der GbR betrieben. Und die ist seit Jahren angemeldet.“. „Das ist egal…“, sagte sie, „Dann müssen Sie für die GbR zahlen!“. Ich dann wieder: „Ja, aber die Betriebsstätte der GbR ist die Wohnung, in der ich wohne und für die ich bereits zahle.“. Sie dann wieder: „Die Betriebsstätte ist unerheblich.“. Zu hoch für mich. Ganz ehrlich. Viel zu hoch für mich.

Erkenntnis Nr. 1: Der Beitragsservice scheint Geld für Betriebsstätten verlangen zu wollen, die nicht existieren. Im weitesten Sinne handelt es sich laut Beitragsservice bei einer Internetseite sogar um einen eigenen Haushalt. Seems legit.

Auf die Frage, woher der Beitragsservice denn diese komische Anschrift habe (übrigens ein Mix aus unserem Flugschul-Label und der Adresse unserer Wohnung) und damit ein Label von uns angeschrieben hat, welches im Grunde nirgends existiert oder angemeldet ist, lautete die Antwort, dass ich das ja so angemeldet habe. Ich sagte, dass das völliger Unsinn ist. Denn meine Wohnung habe ich ja bereits angemeldet und die Betriebsstätte befindet sich in eben dieser. Warum sollte ich das denn erstens doppelt anmelden und warum haben Sie mir dann zweitens eine Aufforderung zur Anmeldung geschickt, wenn ich diese laut Ihrer Aussage doch selbst veranlasst haben soll? „Weiß ich nicht, Sie haben das aber so gemacht.“, behauptete sie. Aufgrund der uneinsichtigen und meines Erachtens nach auch unfähigen „Call-Center-Agentin“ des Beitragsservice beendete ich das Gespräch. Ich habe beschlossen einfach auf eine Mahnung zu warten und dieser dann erneut zu widersprechen.

Erkenntnis Nr. 2: Der Beitragsservice scheint Betriebe (und/oder Adressen) automatisiert anzumelden und behauptet dann, man habe die Anmeldung selbst veranlasst.

Nach dem ersten Telefongespräch schaute ich mir das Beiblatt mit dem Titel „Häufig gestellte Fragen“ an, welches nebst Beitragsbescheid ins Haus flatterte. Unter dem Punkt bzw. der Frage: „Was gilt als Betriebsstätte von Unternehmen und Institutionen?“ lautet die Antwort des Beitragsservice:

„[…] Betriebsstätten in privaten Wohnungen sind beitragsfrei, wenn für die Wohnung bereits ein Beitrag entrichtet wird. Ein Beispiel: Hat ein freier Grafiker sein Büro in seiner Wohnung eingerichtet und wird für diese bereits der Rundfunkbeitrag geleistet, fällt kein gesonderter Beitrag an. Der Beitrag für die Betriebsstätte entfällt. […]“

Recht interessant, wo mir die Kollegin im ersten Gespräch doch genau das Gegenteil eintrichtern wollte.

Erkenntnis Nr. 3: Der Beitragsservice hat trotz meinem Hinweis auf die angemeldete Wohnung versucht, mir Beiträge für eine weitere Betriebsstätte „anzudrehen“, die definitiv nicht beitragspflichtig ist.

Es blieb nur der erneute Griff zum Telefon. Leider war diesmal eine andere Kollegin am Telefon. Ich konfrontierte sie mit der o.g. eigenen Aussage des Beitragsservice und der gegenteiligen Aussage der Kollegin aus dem ersten Gespräch. Die Kollegin antwortete nur mit Worten wie z.B. „Aha“, „Achso“ oder „Hmmm“. Ich meinte dann irgendwann, dass ich sie jetzt darum bitten möchte, „meine“ Anmeldung der Betriebsstätte (die ja freundlicherweise und trotz gegenteiliger Informationen vom Beitragsservice vorgenommen wurde) zu annullieren. Das könne sie nicht. Das kann nur eine andere Kollegin. Die sei aber nur selten da, also ginge das eigentlich gar nicht. Interessant. Der Beitragsservice schafft es also ohne weiteres automatisierte Beitragsbescheide an irgendwelche zusammengewürfelten Adressen herauszuschicken, hat aber keine Ressourcen, um völlig berechtigte Abmeldungen zu bearbeiten? Das ist doch irgendwie…

Erkenntnis Nr. 4: Nach automatisierter Anmeldung durch den Beitragsservice, scheint eine Abmeldung ressourcenbedingt nicht ohne weiteres möglich zu sein.

Die Kollegin schlug dann einen Telefontermin vor. Die entsprechende Dame, die Fälle dieser Art bearbeitet, sei an den und den Tagen zu der und der Uhrzeit im Hause. Ich antwortete, dass ich berufstätig sei und zu dieser Zeit arbeiten müsse. Sie erwiderte nur, dass das dann wohl nicht ginge, also das mit der Abmeldung. Ich sagte daraufhin, dass das sehr komisch sei. Denn immerhin funktionierte die Anmeldung ja sogar ganz ohne mein Zutun und flatterte locker weg per Post ins Haus. Sollte die Abmeldung dann nicht genauso einfach sein, fragte ich. Die Kollegin war leicht genervt und plötzlich kurz ab. „Sie bekommen Post. Wiederhören.“. Mit diesen Worten legte sie auf. Ich warte nun schon seit einer Woche auf den Brief, der mir Erkenntnis Nr. 5 entlocken wird. Ein Update wird folgen.

UPDATE – 16.11.2016:
Nach einigem Hin und Her, zwei Telefonaten mit recht unfreundlichen Mitarbeitern und einem weiteren Brief hat der Beitragsservice nun verstanden und akzeptiert, dass die Wohnung tatsächlich die Betriebsstätte ist. Aus „GEZ noch?“ wurde demnach glücklicherweise ein „GEZ doch!“ :)

Kostenlos Punkte zählen und abnehmen

Als ich mich kurz vor Silvester (2013) auf die Waage gestellt habe, bekam ich einen kleinen Schock und ein weiterer Vorsatz für 2014 war geboren. Ich hatte im Mai 2013 einen Sportunfall, der mich dazu zwang, den Sport vorerst, auf jeden Fall für längere Zeit, an den Nagel zu hängen. Demnach habe ich seit Mai 2013 keinen richtigen Sport mehr getrieben. Die folge war natürlich jene, dass die Pfunde auf der Waage nur so nach oben schossen.

Das witzige daran ist, dass man die Gewichtszunahme gar nicht richtig bemerkt. Hier mal ein paar Chips, da mal eine Coke oder ein leckeres Feierabendbier, hier noch etliche Kalorien und so weiter und so fort. Aufgefallen ist es mir, als mich immer mehr Leute darauf ansprachen, ob ich denn „zugelegt“ hätte. Das hat mich irgendwann so genervt, dass ich dem auf den Grund gehen wollte. Und siehe da, ganz unrecht hatten sie nicht. Überhaupt nicht eigentlich :)

Irgendwie müssen die überflüssigen Kilos also wieder runter. Ich und Diät? Naja, sehr fragwürdig. Das einzige, wofür ich mich zumindest ansatzweise begeistern und mich ausreichend motivieren könnte, wäre das Abnehmen nach Punktesystem. Der wohl größte und allerseits bekannte Anbieter dafür fällt allerdings flach, weil ich kein Geld für eine Diät ausgeben möchte. Also habe ich mich fix auf die Suche gemacht und bin natürlich fündig geworden.

WeightGuard heißt das Zauberwort. Bei WeightGuard kann man durch das Zählen von Punkten abnehmen, ein kostenloses Diät-Tagebuch führen und seinen Gewichtsverlust online nachverfolgen. Das wirklich beste und entscheidende daran ist jedoch, dass es kostenlos ist!

Ich kann es jedem nur empfehlen. Nach einer Woche standen bei mir satte 3,8 kg weniger auf der Anzeige der Waage. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas funktionieren kann und bin daher doppelt begeistert. Genial!

Wenn ein Forum zum Schauplatz persönlicher Kriege wird

Mit ulForum.de habe ich vor etwas weniger als drei Jahren eine Community gegründet, die sich bis heute sehr gut etabliert hat. Es gab damals nur wenige Informationen zum Thema Ultraleichtfliegen. Mit ulForum.de wollte ich einen Treffpunkt für den Informationsaustausch schaffen. Das hat prinzipiell auch super hingehauen. Die Mitgliederzahlen steigen, die Besucherzahlen ebenso. Das Problem sind vereinzelte User…

Die Fliegerei ist wirklich ein tolles Hobby. Es fasziniert. Die ganze Wahrheit wird von den Piloten und Betreibern dieses Hobbys jedoch unter den Tisch gekehrt. Vor allem persönliche Kriege werden wie im Kindergarten ausgetragen. Irgendwelche selbsternannten Forensamariter fordern auf der einen Seite einen vernünftigen Umgang unter den Mitgliedern, stänkern auf der anderen Seite selbst auf niveaulosester Art und Weise im Forum herum, sodass man ab und an vom Glauben abfallen mag.

Die sich hinter der Anonymität des Internets versteckenden Kameraden erachten die privaten Streitereien als so wichtig, dass man mich auch gerne mal Sonntag Nachts aus dem Bett klingelt, um mir den mich absolut nicht (!) interessierenden Sachverhalt aus deren persönlicher Sicht mal zu schildern. Weiter wird einem das Postfach mit irgendwelchen E-Mails zugemüllt, in denen im ersten Absatz mit einem Anwalt gedroht wird, während man mir im zweiten Absatz eine Zusammenarbeit hat anbieten wollen. Da frage ich mich: „Geht’s noch…?!?“.

Ab und an muss ich mich wirklich mal wieder ein wenig besinnen, um herauszufinden, in welchem Film ich jetzt genau bin. Klar, als Admin bzw. Betreiber eines solchen Forums muss man auch die Drecksarbeit erledigen. Trotzdem hatte ich damals den Anschein, man würde sich mit teilweise professionellen, auf jeden Fall aber erwachsenen Menschen auseinandersetzen. Dass das – gerade in der Fliegerei – scheinbar nicht so ist, muss man immer und immer wieder an bzw. in dem Forum erfahren. Das ist echt nicht normal…

*frustrauslass

VZ Netzwerke im freien Fall – war es das?

Bei Tino Seeber habe ich einen interessanten Artikel zu den aktuellen Zahlen und der leider negativen Entwicklung der VZ Netzwerke (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ) gefunden. Während Facebook auch in Deutschland ausnahmslos seine Mitgliederzahlen steigern konnte, sah es in den VZ Statistiken sehr mau aus. Allein von Mai 2010 bis Dezember 2010 verlor man insgesamt 4,5 Milliarden PIs/Monat…

Während im Mai noch knapp 12,99 Milliarden Page Impressions (466 Millionen Visits) verzeichnet werden konnte, zählte die IVW nur noch 8,56 Milliarden Page Impressions (347 Millionen Visits) im Monat Dezember 2010. Das sind mehr als 30% Verlust. Im damaligen Sommer begründete man den Rückgang noch damit, dass aufgrund der steigenden Temperaturen logischerweise die Aktivitäten der User nach außen, also weg vom PC, verlagert wurden. Facebook legte trotzdem deutlich (!) zu.

Dass das ganze nur eine Ausrede gewesen zu sein scheint, macht die derzeitige Entwicklung deutlich. In einem PDF Dokument hat Tino Seeber die Statistiken grafisch festgehalten. Der Rückgang ist erschreckend. Auch ich darf behaupten mich fast vollkommen aus den VZ Netzwerken entfernt zu haben. Mein Profil besteht zwar noch, verweist jedoch lediglich darauf, dass man mich nun auf Facebook findet. Ganz ehrlich: StudiVZ hängt meiner Meinung nach technisch einfach deutlich hinterher.

Wie man das ganze jetzt noch retten kann? Meiner Meinung nach gar nicht mehr. Der Zug ist abgefahren. Um schnell noch Geld zu verdienen würde ich den Tipp von demjenigen befolgen, der für die StudiVZ Gründung mitverantwortlich war. Ehssan Dariani behauptete damals, dass man sehr wohl Geld mit StudiVZ verdienen könne – und zwar indem man es verkauft…

Von der App zum Konsolengame: „Angry Birds“ bald auch auf Playstation, Xbox und Wii zocken

Die bleibte App „Angry Birds“ hat mittlerweile so viele Anhänger und Downloads, dass es sich scheinbar lohnt das recht witzig gemachte Spiel auch für Spielekonsolen anzubieten. Geplant ist die Umsetzung vorerst für die Playstation, die Xbox und die Wii. Ich bin mal gespannt, wie das Spiel darauf umgesetzt werden soll und vor allem, wie teuer das Spiel für die Konsole wird. Die App kostet schließlich nur 0,79 Euro…

Viel mehr als einen Euro würde ich ehrlich gesagt auch nicht für ein Spiel dieser Art ausgeben wollen. Meiner Meinung nach ist es ohnehin übertrieben ein solches Spiel auf die genannten Konsolen zu bringen. Zumindest in der jetzigen Version. Aber wenn der Erfolg erstmal da ist, wird man als Unternehmen natürlich schnell Geldhungrig und versucht das Maximum aus dem Potential herauszuholen.Und Potential wäre noch vorhanden.

Momentan denke ich, dass ich es nicht kaufen würde. Man könnte das Spiel allerdings mit interessanten Features wie z.B. einem Multiplayer-Modus ausstatten, der vielleicht sogar über die Konsole hinaus in das www geht, um sich mit anderen Spielern auf der ganzen Welt messen zu können. Dann würde auch ich ins Grübeln kommen… ^^

(via)

Ein Lob an den Citizen Service

Auf der Suche nach geeigneten Herrenuhren landete ich damals beim Hersteller Citizen. Citizen hat sehr hochwertige Uhren, teilweise sogar sehr schöne Fliegeruhren im Sortiment. Und das bereits zu einem Preis von unter 1.000 Euro. Früher trug ich noch Addidas Uhren. Das Material und auch die Verarbeitung steht allerdings in keinem Vergleich zu oben genanntem Anbieter. Trotzdem brach mir vor kurzem das Armband meiner Citizen Uhr…

Da der Händler, bei dem ich das gute Stück damals erworben hatte, aufgrund seiner Geschäftsaufgabe wegen Alters nicht mehr existiert, habe ich mich vorerst per E-Mail an den Citizen Support gewandt und denen mein Problem geschildert. Prompt, also am nächsten Tag, erhielt ich eine Antwort. Ich soll die Uhr versichert einschicken und eine Fehlerbeschreibung dazulegen. Die Uhr wird dann kurz in Augenschein genommen, es wird an Kostenvoranschlag an mich gesendet und ich kann mich entweder für oder gegen eine Reparatur entscheiden. Also habe ich die Uhr auf ihren Weg nach Hamburg geschickt.

Eine Woche nachdem Citizen das Paket in Hamburg entgegengenommen hatte (Sendungsverfolgung), warf der Postbote noch immer keinen Kostenvoranschlag in den Briefkasten. Also musste ich wieder ein Wochenende warten. Als ich dann am nächsten Tag von der Arbeit zurückkam, stand ein kleines Paket vor meiner Wohnungstür. Absender: Citizen Watch Europe GmbH. Ich dachte erst: „Nein, jetzt haben die die Uhr ohne vorherigen Kostenvoranschlag repariert…“. Ich machte mich schon auf eine Rechnung im dreistelligen Bereich gefasst.

Dann habe ich das Paket geöffnet und finde meine Uhr mit komplett neuem Armband vor. Ich staunte nicht schlecht, denn schriftlich hatte ich lediglich den Austausch eines einzigen Glieds angefordert. Denn nur das war defekt. Ich hielt mir die Augen zu und öffnete die Rechnung. Dort konnte ich an erster Position folgendes lesen: Austausch Armband (Garantie/Kulanz) – Preis: 0,00 Euro.

Wow. Die Uhr befindet sich zwar noch in der regulären Garantiezeit, Armbänder werden jedoch grundsätzlich von der Garantie ausgeschlossen. Dass Citizen mir nun trotzdem das Armband kostenlos ersetzt hat, ist schon eine tolle Sache und einen Artikel wert. Meine nächste Uhr wird sicherlich wieder eine aus dem Citizen Sortiment sein. Ausgesucht habe ich sie mir schon…

Bloggen ist zeitraubend und demotivierend

Es gibt Tage an denen mir das Bloggen richtig gegen den Strich geht. Heute ist so einer. Das Problem der ganzen Sache ist eigentlich nur, dass das Bloggen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Man sucht tagtäglich nach Themen und interessanten Dingen, die man seinen Lesern anbieten kann, macht sich Gedanken über den Artikel selbst, schreibt den Artikel und publiziert diesen letztenendes. Das kostet mehr Zeit als man denkt.

Bei mir und Blogwave ist es so, dass ich prinzipiell jeden Werktag einen Artikel blogge. In letzter Zeit überlege ich allerdings die Artikelfrequenz deutlich herunterzuschrauben. Eine zu hohe Frequenz kann der Qualität der Inhalte schaden und eher Silber als  Gold produzieren. Ich meine Content is irgendwo King, aber nicht in jeder Form und um jeden Preis. In letzter Zeit sind dadurch so einige fragwürdige, langweilige und uninteressante Artikel zusammengekommen. Das gilt es in Zukunft zu vermeiden.

Gilt es das wirklich? Vielleicht sollte man sich auch zurückziehen und sich von diesem Blog trennen. Auch das ist einer der Gedanken, die mir in letzter Zeit immer öfter durch den Kopf schwirren. Mit Morsten Taue und Tom Lehmann hätte ich sicher schon die ein oder anderen Interessenten, die a) richtig Plan von der ganzen Materie und b) Geld wie Heu in der Börse haben. Morsten Taue hat mir vor kurzem immerhin einen Fuffi für dieses Blog geboten. Aber soll man darauf eingehen?

Vorerst sicher nicht. Trotzdem macht das ganze Zeugs nicht mehr so viel Fun, wie am Anfang oder noch vor einem Jahr. Ich muss mir dringend eine Lösung dazu überlegen, denn ansonsten wird dieses Blog trotz aller Regelmäßigkeit aufgrund meiner fehlenden Motivation sterben. Mal schauen, ob man in der nächsten Zeit ein paar Gedanken dazu fassen kann. Anfang Juni steht wieder eine kreative Auszeit an, die ich auch dringend nötig habe. Ich hoffe mal auf Besserung.

o2, das iPhone, die Soll- und die Ist-Lieferzeit

Ich hatte mich vor Kurzem auf die Suche nach einem geeigneten Handy gemacht und wollte ggf. meinen Handyvertrag verlängern. Nach einigen Gesprächen mit der o2 Hotline hat man mich davon überzeugen können, Kunde zu bleiben. Der Grund war der, dass man Premiumkunden das iPhone zu einer Vertragsverlängerung anbietet. So weit die Theorie. Warum ausgerechnet ich Premiumkunde sein soll, weiß ich nicht. Aber die Realität sieht ohnehin ganz anders aus…

Ich habe also, im Glauben das iPhone schnell geliefert zu bekommen, meinen Vertrag verlängert und einige Zusatzoptionen, wie z.B. mobiles Internet als Flatrate, hinzugebucht. Denn ohne Internet, macht das iPhone nur halb so viel Spaß. Dass das ganze Vorhaben zu einem etwas längerem Geduldsspiel wird, ahnte ich im Vorhinein natürlich nicht. Das Lieferversprechen lautete 1,5 Wochen. Bei der Tätigung dieses Versprechens wusste o2 mit großer Wahrscheinlichkeit vermutlich schon, dass das so nicht eingehalten werden kann. Aber nun zur ganzen Geschichte:

Es war so, dass ich eigentlich nur zwei Telefone in der wirklich engeren Wahl hatte. Das war zum einen das Nokia N900 und zum anderen das iPhone. Da es bei o2 das iPhone offiziell nicht gibt, fragte ich vorerst nach dem N900. Das gibt es dort jedoch auch nicht. Dann fragte man mich, ob ich nach einer iPhone Alternative suchen würde. Ich bejahte die Frage und fügte hinzu, dass ich jedoch kein Interesse an dem Palm Pre oder sonst welchen Ladenhütern habe. Die Hotline erzählte mir von dem Angebot, dass Premiumkunden von o2 die Möglichkeit eingeräumt bekämen, auf das iPhone zugreifen zu können. Ich war begeistert und gleichermaßen etwas verwundert, nahm das Angebot aber an.

Warum soll man einen, mit eventuell vielen Problemen behafteten, Anbieterwechsel inkl. Rufnummernumzug etc. vornehmen, wenn einen der Anbieter des Vertrauens plötzlich das gleiche Angebot im Zuge einer Vetragsverlängerung machen kann? Ich hatte erst schon überlegt das iPhone in einer Online Auktion zu erwerben. Aber da weiß man auch nicht genau was man wirklich bekommt. Die Eckdaten bei o2 überzeugten. Einmalig 229 Euro und 40 Euro monatlich für insgesamt 100 Freiminuten, 100 Frei-SMS, mobile Internetflat M und iPhone 3GS mit 16GB in schwarz. Lieferzeit 1,5 Wochen. Ich war damit zufrieden und buchte das Paket.

o2 hat in diesem Moment das erreicht, was sie erreichen wollten: Mich in erster Linie als zahlenden Kunden zu behalten. Ich bin ein mehrjähriger Bestandskunde, ohne offene Forderungungen oder sonst was und habe sogar rund fünf bis sechs Neukunden an das Unternehmen vermitteln können. Nun hat mich die Hotline mit Hilfe oben genannter Versprechungen in die Vertragsverlängerung gelockt. Leider konnte o2 seine Versprechen nicht halten. Denn das iPhone habe ich innerhalb der versprochenen 1,5 Wochen natürlich nicht bekommen. Ich hatte nun also einen verlängerten Vertrag und diesen darüber hinaus mit bestimmten weiteren kostenpflichtigen Optionen bestückt, welche ich aufgrund der leeren Lieferversprechungen jedoch gar nicht nutzen konnte.

Als ich mich bezüglich des Vertrags informieren wollte, wurde ich stets reibungslos zur entsprechenden Abteilung „Vertragsverlängerungen“ durchgestellt. Nachdem ich auf die Vertragsverlängerung eingegangen bin, das iPhone jedoch nicht geliefert wird, ist das Durchstellen bei jedem Versuch aufgrund des angeblich sehr hohen Aufkommens einfach nicht möglich. Komisch… Vor meiner Vertragsverlängerung habe ich auch eine eMail an den Support geschrieben und bat um entsprechende Angebote zur Vertragsverlängerung. Man antwortete innerhalb von wenigen Stunden (!) und rief mich sogar umgehend und kostenfrei zurück. Jetzt, wo ich auf die Vertragsverlängerung eingegangen bin, aber das iPhone nicht geliefert wird, scheint meine eMail mit der Nachfrage bezüglich des Status meiner Bestellung irgendwie im Nirvana des Supports untergegangen zu sein. Eine Antwort habe ich bis heute nicht. Komisch. Vermutlich ist das Aufkommen plötzlich zu hoch.

Ich habe mich mittlerweile etliche (!) Male vom Support vertrösten lassen. Lustig war ein Gespräch via Live-Support-Chat, in welchem mich der Mitarbeiter mit einem Versprechen über eine unmittelbare Lieferung abspeisen wollte, dieselbe (also den Datensatz) aber nicht einmal einsehen konnte:

Das Chat-Protokoll vom 04. März:

Kunde: Ich habe am 15.02. das iPhone bei Ihnen bestellt und nur deshalb meinen Tarif geändert bzw. meinen Vertrag verlängert. Die versprochene Lieferzeit betrug 1,5 Wochen. Das iPhone ist noch immer nicht da. Was ist da los?
Support: Guten Tag
Kunde: Hallo…
Kunde: Hatten Sie meine Fragestellung bereits gelesen?

Support: Ja, danke. Nennen Sie mir noch die Bestellnummer
Kunde: Die kenne ich noch nicht einmal…
Kunde: Rufnummer: 017385*****
Kunde: Kennzahl: ****

Support: Kleinen Moment bitte
Kunde: ok
Support: Ich hab die Bestellung hier, aber leider noch keinen Status zu Ihrem Handy.
Kunde: Das höre ich nun schon seit Tagen…
Kunde: Ich hätte gerne mal eine verbindliche Aussage.

Support: Tut mir wirklich leid. Möglicherweise warten wir auf eine Lieferung. Ich kann Ihnen keinen zeitpunkt nennen
Kunde: Ich habe den Tarif nur bestellt, weil mir das iPhone versprochen wurde.
Kunde: Jetzt sitze ich hier ohne iPhone auf einem Tarif, den ich nicht brauche.

Support: Sie bekommen das Gerät sicher umgehend. Leider ist aber noch keine Versendung eingetragen
Kunde: sind denn überhaupt Geräte vorhanden?
Support: Ja, aber die werden nach einer Liste abgearbeitet. Da die nicht für uns einsehbar ist, kann ich leider nicht sagen wann Ihres kommt
Kunde: Das glauben Sie nicht im ernst, oder? Naja. Ist es denn möglich zumindest mal die Bestellungsnummer zu bekommen?
Support: Nein, eine interne Bestellnummer liegt noch nicht vor
Kunde: Achso. Aber das Gerät bekomme ich umgehend oder wie? Wissen Sie was das ist? Das grenzt gegenüber der Konkurrenz an unlauterem Wettbewerb und ist irreführende Werbung. Denn hätte ich das gewusst, wäre ich sicher Neukunde bei der Konkurrenz.
Kunde: Ich wünsche trotzdem noch einen schönen Tag.

Also mir war das langsam ehrlich gesagt etwas zu blöde. Der Support erzählt mir etwas von einer Lieferung, auf die man „möglicherweise“ wartet, will mir aber im nächsten Atemzug eine unmittelbare Lieferung versprechen? Ich frage mich, wie das gehen soll. Allerdings sollte man die Kirche auch sicherlich erstmal im Dorf lassen. Was mir aber wirklich auf den Magen schlägt und mich auf die Palme bringt ist dieser rücksichtslose Umgang mit einem. Mir kommt es vor wie beim TÜV. Da hat man alle zwei Jahre mal die kritische Situation, die man irgendwie mit positivem Ergebnis überwinden muss und dann ist erstmal wieder Ruhe. o2 und viele andere Handyanbieter haben das auch alle zwei Jahre. Sobald der Kunde der Vertragsverlängerung aufgrund solcher Angebote bzw. Versprechungen zugestimmt hat, haben die ihr Geschäft erstmal wieder erledigt und man wird fallen gelassen wie ein nasser Sack. Echt traurig.

Naja, weiter im Text. Da mein Gerät ja angeblich unmittelbar verschickt wird, dachte ich mir den Bestellstatus direkt am darauf folgenden Montag, also den 08. März zu erfragen. Diesmal habe ich mal wieder das Telefon genutzt. Zu meiner Verwunderung kam ich erstens durch und zweitens äußerte man sich mir gegenüber so, dass der Auftrag bzw. die Bestellung im System tatsächlich abgeschlossen sei und das ganze scheinbar an den Versand übergegangen ist. Wow. Kommt nach dreiwöchiger Wartezeit etwa Bewegung in den Laden?

Ich denke nicht. Denn nachdem ich den Mitarbeiter nach meiner Vorgangs- und/oder Trackingnummer fragte, damit ich die Bestellung bzw. Lieferung im System selbst mitverfolgen kann, wurde mir erzählt, dass ausgerechnet heute das System nicht richtig laufen würde und man mir keine weitere Auskunft geben kann. Ich solle mich doch morgen wieder an den Support wenden. Gesagt getan. Am darauf folgenden Tag, Dienstag, den 09. März versuchte ich es erneut über den Live-Support Chat. Leider kann man mir aber frühestens am Abend des Dienstags Auskunft über den Status geben, denn eine Vorgangsnummer scheint irgendwie noch nicht angezeigt zu werden bzw. gar nicht zu existieren. Das ist ja wirklich verflixt und zugenäht. So ein Pech, ausgerechnet bei meiner Lieferung.

Da es o2 mit den Kunden, den Bestellungen, den Aussagen und auch den Terminen nicht so genau zu nehmen scheint, dachte ich mir sicherheitshalber noch eine zusätzliche Nacht verstreichen zu lassen. Demnach habe ich mich nicht, wie versprochen, schon am Abend des 09. März, sondern erst am darauf folgenden 10. März erneut an den Support gewandt. Naja, ich habe es zumindest versucht. Diesmal wieder mit der Live-Chat-Funktion, denn telefonisch kam ich nicht durch. Im Support-Chat muss man sich mit einem Anliegen (an)melden. Ich habe folgendes Anliegen eingegeben:

Mir wurde vorgestern versichert (!), dass ich gestern eine Aussage zum Bestellstatus meines iPhones bekomme. Ich habe sicherheitshalber noch eine Nacht verstreichen lassen und möchte jetzt die versprochene Aussage von Ihnen hören.

Vielleicht habe ich damit die Mitarbeiter bereits überfordert. Denn es konnte plötzlich nicht einmal mehr das Gespräch via Live-Chat entgegengenommen werden, da sich momentan „alle Mitarbeiter im Chat-Dialog“ befinden. Ärgerlich. Man braucht an dieser Stelle natürlich nicht zu erwarten, dass man in eine Art Queue eingereiht wird. Nein. Es geht auch einfacher. Man wird einfach rausgeschmissen. Arschtritt und fertig. Nächster Kunde. Lediglich die Supportnummer der Telefon-Hotline, bei welcher man sowieso nicht durch kommt, wird nebst nicht ganz ernst zu nehmendem Spruch „Unsere Mitarbeiter freuen sich auf Ihren Anruf“ eingeblendet.

Naja, ich lasse nicht locker und versuche es weiter. Nach dem 14. Versuch (kein Scherz) bin ich ausnahmsweise nicht vom System gekickt worden, sondern wurde von einem Mitarbeiter bedient. Und was er mir da mitteilte ist kaum zu glauben aber wahr. Hier das Gesprächsprotokoll:

Support: Guten Tag.
Kunde: Juhu… Hallo
Kunde: Mir wurde versprochen bzw. vielmehr versichert, dass ich seit gestern meinen Bestellstatus gesagt bekommen kann. Diesen hätte ich nun gerne.
Kunde: Rufnummer: 017385*****
Kunde: Kennzahl: ****

Support: Danke, einen Moment bitte. Ich sehe mir Ihre Daten an.
Kunde: Alles klar…
Support: Das Paket ist heut bei Ihrer Nachbarin Frau Kr******** abgegeben worden.
Kunde: Ernsthaft? Das ist ja der Hammer. Ich glaube ich bin jetzt endlich glücklich…
Support: Ja, ernsthaft. Ich freu mich, dass wir Sie glücklich machen konnten. :-))
Kunde: Vielen Dank für die Auskunft. Trotzdem waren die letzten 4 Wochen alles andere als positiv in Hinblick auf den Support durch o2. Kann ja mal so aufgenommen werden…
Kunde: Also einen schönen Tag wünsche ich :)

Man merkt, dass sich während des Gesprächs die Euphorie deutlich gehoben hat. Natürlich war ich jetzt glücklich, dass das iPhone endlich zu mir angekommen ist. In diesem Moment hätte ich ein Pulle Champagner, wenn nicht sogar ein ganzes Fass öffnen können. Denn ich hatte mit einer Lieferung in den nächsten Tagen bzw. vor Ostern eigentlich nicht mehr gerechnet. Schließlich versprach man mir am 15.02., dass das Gerät innerhalb der nächsten 1,5 Wochen geliefert wird. Danach folgten wie oben zu lesen etliche (!) leere Aussagen und Versprechen, das Abwimmeln in der Hotline, das Nichtbeantworten meiner eMail (trotz Eingangsbestätigung gab es bis heute keine Antwort) und vieles mehr. Jetzt, am 10. 03, also mit gut zwei Wochen Verspätung ist das Gerät tatsächlich da.

Ich dachte erst, dass ich diesen Artikel doch nicht mehr veröffentliche, da letztendlich geliefert wurde. Es sind auch gar nicht unbedingt die zwei Wochen Lieferverzug, die einen ärgern. Es ist viel mehr die Tatsache, dass man im Dunkeln stehen gelassen wird. Man bekommt jeden Tag irgendeine andere Aussage. Ständig funktioniert das System nicht oder der Mitarbeiter kann den Datensatz aus irgendwelchen Gründen nicht einsehen. Manchmal wartet man mehr als eine Stunde in der Hotline, hört die tolle Wartemusik, wird letztenendes aber nicht angenommen. Wird man angenommen, hört man prinzipiell nie etwas richtig Konkretes, sondern immer nur Sätze die mit „Es könnte sein, dass…“ beginnen. Es soll etliche weitere Kunden geben, die vergeblich auf das iPhone warten und sich im o2 Kundenforum dazu äußern. Einige warten auch schon in der vierten Woche. Jetzt wisst ihr es. o2 liefert – lediglich der Faktor Zeit ist recht variabel und für o2 scheinbar nicht unbedingt die höchste Priorität.

Weihnachten: Google spendet 20 Millionen US Dollar!

Hut ab, das macht nicht jedes Unternehmen. Ich habe soeben einen Newsletter bzw. eine eMail vom „Google Team“ erhalten, in welcher von einem Weihnachtsgeschenk die Rede ist. Google beschenkt jedoch nicht uns Kunden oder irgendwelche Firmen, sondern spendet sage und schreibe 20 Millionen US Dollar an Hilfsorganisationen, um denen zu helfen, die anderen helfen. Das finde ich gut!

Das perfekte Weihnachtsgeschenk

Es mag einem noch gar nicht so vorkommen, aber Weihnachten steht schon wieder kurz vor der Tür. Das Wetter lässt es einen kaum erahnen, denn bei Temperaturen zwischen 5°C und 10°C sind die aufgehängten Socken derzeit sicherlich die einzigen Dinge, die am Kamin aufs Christkind warten. Trotzdem rückt das Fest, bei welchem man den einen oder anderen beschenken möchte, von Tag zu Tag näher. Es ist deshalb gar nicht gut, wenn einem die Geschenkideen ausbleiben. Aus diesem Grund habe ich hier ein paar für Euch…

Für den Geek
Für wirklich ausgefallene Geschenke sorgen immer wieder lustige Erfindungen und T-Shirts aus dem Geek-Bereich. Es gibt jede Menge dieser Geek Shops, in denen man schnell fündig werden kann. Mein absoluter Favorit aus diesem Bereich ist momentan das T-Shirt mit der Aufschrift: „***TOP EBAYER***, NETTER KONTAKT, GERNE WIEDER!“. Das Ding kostet nur knappe 15 Euro und ist hier zu haben.

Für die Frau
Wer behauptet zu wissen, was Frauen wirklich wollen, dem glaube ich per se schon mal gar nichts mehr. Meiner Meinung kommt man mit Schmuck immer ganz gut an, wobei sich die Frau von heute meiner Meinung nach eher weniger auf den materiellen Wert an sich, sondern viel mehr auf den ideellen Wert eines Geschenks freut. Es kommt drauf an, wie man es schenkt, wie man es verpackt, wie lange man sich damit beschäftigt hat, wie viel Mühe man sich gemacht hat, wie viel Persönlichkeit in einem solchen Geschenk steckt. Ganz primitiv gesehen müsste sich die Frau über einen selbst gebastelten VW Käfer mehr freuen, als über den nagelneuen Ferrari F40. Das wiederum glaube ich nicht unbedingt. Von daher auch die Aussage im ersten Satz…

Für den Mann
Der Mann gibt sich eigentlich mit kleinen Dingen zufrieden. Ich persönlich wünsche mir eigentlich nie etwas Großes oder Bestimmtes. Zumindest nichts materielles. Ich wünsche mir eher viel Glück, Gesundheit und Erfolg für die Zukunft, als dass mir jemand einfach irgendwelche Dinge schenkt. Ich denke daher, dass es die Frau auch nicht unbedingt leicht hat dem Mann eine Freude zu bereiten. Vielleicht sollte man einfach einen Pakt schließen und sich gegenseitig nichts schenken. So wäre man aus dem Schneider, müsste keine sonderlichen Überlegungen anstellen und hätte nebenbei viel Geld gespart, das man z.B. in Dinge wie Urlaub, Ausflüge oder andere Dinge, die man gemeinsam machen kann, investieren kann. Eine gute Idee ist auch das Geld an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Andere haben es sicher nötiger als wir in unserer Konsumgesellschaft…

Für das Kind
Der Sohn freut sich mit fast 100%iger Sicherheit über materielle Dinge. Ich konnte als Kind z.B. ferngesteuerte Autos oder Flugzeuge immer sehr gut gebrauchen. Die Dinger bekommt man mittlerweile fast hinterhergeschmissen. Ob die nun was taugen, weiß ich nicht so recht. Es kommt natürlich auch darauf an, was es im letzten Jahr gegeben hat. Voll im Trend scheinen auch jegliche Spielekonsolen wie z.B. Wii, PlayStation und XBox zu sein. Sollten diese schon vorhanden sein, kann man ja über ein neues Spiel nachdenken. Ehrlich gesagt finde ich es aber besser die Kinder mit Fussballschuhen oder anderer Sportausrüstung auszustatten. Davon hat man im Endeffekt mehr als sich den ganzen Tag in der Bude die Augen eckig zu spielen…

Die Tochter freut sich sicherlich über alles was irgendwie glitzert (siehe Frau), was man sich ins Gesicht schmieren kann, was man seinen Puppen ins Gesicht schmieren oder anziehen kann und so weiter. Aber ich denke auch, dass die Videospiel-Fraktion nicht nur aus kleinen Jungs besteht, sondern auch viele Mädchen Interesse daran haben. Ich kenne mich da ehrlich gesagt nicht so gut aus. Am Besten man kauft genau das, was auf dem Wunschzettel steht. Dann hat man sich selbst nämlich ein ruhiges Weihnachtsfest beschert :) Und das sage ich schon jetzt, obwohl ich (noch) gar keine Kinder habe…

Für die Großeltern
Das ist eigentlich relativ einfach. Man nehme den immernoch eingepackten Kram, den man von den Großeltern selbst vor einiger Zeit zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Jetzt muss man nur noch den Namen im Schild bzw. in der Karte durchstreichen (das müsste aktuell der eigene sein) und den der Großeltern hineinschreiben. Frrritt boioioioing zack wusch, alles wieder verknoten und verkleben und fertig ist das perfekte Weihnachtsgeschenk. Ich versichere Euch, dass es denen sogar gefallen wird. Denn meistens sind die Geschenke, die man von den Großeltern bekommen, so ausgewählt, dass es den Großeltern gefällt. Der Geschmack des zu Beschenkenden steht erst an dritter Stelle direkt nach dem Preis ;)

Für sich selbst
Das Wichtigste wird sein mit der Familie und den Menschen, die einem etwas bedeuten, die Festtage zu verbringen. Hier kommt es wieder nicht auf materiellen Wert, sondern vielmehr auf die Vorfreude, die Freude an sich, das Feiern mit der Familie, das allgemeine Beisammensein, Wiedersehen und vieles mehr an. Eben Dinge, die sich nicht so einfach kaufen und schenken lassen.