Kategoriearchiv: Internet

O2 LTE 4G ist leider an Ihrem Standort noch nicht verfügbar!

Irgendwie bin ich ja zufrieden mit meinem Mobilfunkanbieter O2. Aber so manches Mal hat mich deren Netzabdeckung schon ziemlich auf die Palme gebracht. Wenn man zum Beispiel am Wochenende viel unterwegs ist und öfter mal durch die Wallachei fährt, erhalte ich just in diesen Momenten einen Anruf. Oft kläre ich das beim Autofahren so, dass ich mir eine E-Mail vom jeweiligen Kunden schicken lassen, in welcher er mir stichpunktartig nochmal sein Anliegen schildert. Das funktioniert auch ganz gut. Bis zum mobilen Abrufen der E-Mails.

Vergleich EDGE, UMTS, HSPA, LTE, LTE Advanced

O2 Tarife  – günstig, aber mangelhaft?
Ich beobachte nur allzu oft, wie mein iPhone vom 3G-Standard auf Edge oder im schlimmsten Fall sogar noch weiter runterspringt. Und dann ist beim Zuschauen des sich drehenden Loaders echt Geduld gefragt. Das hat mit der Freiheit des mobilen Internets irgendwie nicht mehr viel zu tun. Zumindest schauen die Menschen beim mobilen Surfen in den Werbespots wesentlich glücklicher und zufriedener als ich aus der Wäsche. OK, dachte ich, vielleicht sorgt ein anderer Tarif oder gar eine andere Technik für Abhilfe. Seitdem es den Long Term Evolution Mobilfunkstandard (besser bekannt als LTE oder auch 4G) gibt, sollten langsame Internetverbindungen mit dem Handy doch eigentlich längst der Vergangenheit angehören. Also, was tun? Richtig, vergleichen und die generelle Verfügbarkeit checken.

Nach kurzem Googeln habe ich diesen Verfügbarkeitscheck auf dem 4G.de LTE-Portal wahrgenommen. Vier Anbieter (T-Mobile, O2, Vodafone und Base) werden dort gleichzeitig gecheckt. Und was meint Ihr? Genau, O2 ist an meinem Standort natürlich nicht (!) verfügbar. Wie auch?! Die bekommen scheinbar nicht einmal den 3G-Standard deutschlandweit auf die Kette. Über die Tarife möchte ich mich gar nicht beschweren, denn die sind wirklich unschlagbar günstig – glaube ich. Aber was nützen einem das geilste Handy und der beste Tarif, wenn nicht einmal die technische Verbindung mit dem weltweiten Netz hinhaut? Katastrophe!

Anbieterwechsel? Ja oder nein?
Naja, meine Überlegungen gehen jetzt in die Richtung, nach unglaublich vielen Jahren vielleicht doch mal über einen Anbieterwechsel nachzudenken. T-Mobile und Vodafone machen es vor. Aber gibt es vergleichbare Tarife? Ich weiß es nicht. Daher wollte ich einfach mal fragen, was ihr so nutzt? Denn bei O2 zahle ich gerade einmal lächerliche 9,99 Euro monatlich. Und ich bin mir wirklich nicht sicher, ob die anderen Anbieter da mithalten können – jetzt mal abgesehen vom LTE-Standard und der Netzabdeckung.

Oder gibt es vielleicht doch den einen oder anderen interessanten Tarif, der meinem nahekommt? Es muss ja nicht gleich LTE sein. Aber es wäre schon schön, wenn zumindest die 3G-Abdeckung akzeptabel wäre. Das ist alles. Nur die 148.713 Mails checken. Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen. Vielleicht kann ich meinem Anbieter ja doch noch treu bleiben…

Ach und @O2: Bitte nicht anrufen. Danke :)

Microsoft bald mit neuem Branding?

Es ist unglaublich zu lesen und freut mich irgendwie. Im Jahr 1975 gründeten Bill Gates und Paul Allen eine kleine Firma in einer noch kleineren Garage. Eine der typischen Silicon Valley Geschichten begann. Heute dürfte wohl jeder den Namen des weltweit größten Softwarekonzern kennen. Microsoft. Das Unternehmen hat jedoch ein Problem. Um genau zu sein ein Imageproblem. Die Konkurrenz (Apple) kommuniziert Coolness und Dynamik. Microsoft hingegen ist altbacken, uncool und einfach nur langweilig. Trotz unglaublich teurer und groß angelegter Werbekampagnen schafft Microsoft den Durchbruch zu einem Unternehmen dieser Art nicht so recht.

Dutzende, wenn nicht hunderte Microsoft Designer bekommen es scheinbar nicht auf die Palme eine ordentliche Außenwirkung zu erzeugen. Das aktuelle Branding wirkt veraltet und abgenutzt. Ein neues Image muss her. Dringend. Das dachte sich auch ein 21-jähriger Student des Art Center College of Design in Los Angeles. Andrew Kim. Ein Name, den man sich vielleicht merken sollte. Kim entwickelte innerhalb von nur drei Tagen einen kompletten Entwurf, um Microsoft samt Produktlinie durch das neue Branding „the next microsoft“ hervorzuheben und in ein ganz anderes Licht zu rücken. Die Arbeit wirkt auf den ersten Blick etwas schlicht und einfach und scheint hier und da vom Konkurrenten Apple abgekupfert zu sein. Schaut man sich die Entwürfe jedoch länger und genauer an, kann man sich Microsoft immer besser in dieser Haut vorstellen. Und zwar als cooles, zeitgemäßes Unternehmen.

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Das Ding des Jahres wäre es, wenn Microsoft die Chance nutzt, über den eigenen Schatten springt und einfach mal sagt: „Leute passt auf, wir nehmen das!“ :)

(via)

Wenn die Evolutionsbremse GEMA nicht vorhandene Interessen vertritt

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, besser bekannt als die GEMA, ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von denjenigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die als Mitglied in ihr organisiert sind (Wikipedia). Die GEMA versucht also dafür zu sorgen, dass die Urheberrechte der Künstler weder verletzt, noch missbraucht werden und, dass die Künstler für die Nutzung ihrer Werke „bezahlt“ werden.

Die meisten Kinder der Neuzeit werden die GEMA wohl nur als Störenfried auf dem Videoportal YouTube kennen. 12 Cent pro angeklicktes Video eines Künstlers der Mitglied der GEMA ist, wollte die Gesellschaft vom Videoportal YouTube sehen. Ein bisschen zu viel des Guten. Der Meinung war damals auch YouTube. Die Moral von der Geschichte ist, dass man Videos mit sogenannten GEMA Inhalten in Deutschland nicht sehen kann. Stattdessen wird der Nutzer von YouTube recht deutlich darauf hingewiesen, dass die GEMA für dieses Video nicht die erforderlichen Rechte eingeräumt hat. Dass das den User nervt, steht außer Frage.

GEMA - Du kommst hier net rein!!!

Dass der selbsternannte YouTube-Türsteher GEMA damit allerdings eher die eigenen Interessen und Idealvorstellungen durchzusetzen scheint und diese nicht unbedingt von allen ihren Mitgliedern geteilt werden, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. So beschwert sich die Musikgruppe Deichkind doch recht lautstark über die eigene Interessenvertretung auf Facebook.

Deichkind vs. GEMA

Sooo, „Leider geil“ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, YouTube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

Deichkind erhielt kurz nach Veröffentlichung dieser Kritik auf Facebook deutlich mehr als 32.000 Likes. Über 3.800 User teilten die Nachricht und mehr als 1.500 Kommentare zeigen, dass das Interesse an diesem Thema recht groß ist. Meiner Meinung nach ist dieses Vorgehen nichts anderes als Verwaltung 2.0 – gewollt, aber nicht gekonnt. Die Herrschaften der GEMA scheinen sich lieber im eigenen Machtgehabe zu sonnen, als den wahren Interessen ihrer Mitglieder entsprechend zu handeln. An diesem Missstand wird sicherlich auch das finanzielle Interesse der GEMA nicht ganz unschuldig sein. Die Gier nach Macht und Geld dieser sogenannten Interessenvertretungen bremsen die Entwicklung der neuen Medien in Deutschland förmlich aus. Soziale Medien sind mittlerweile sehr wichtige Kanäle für Unternehmen und Künstler. Ärgerlich nur, wenn man diese aufgrund eines sturen Bocks im System nicht für sich nutzen kann – auch nicht, wenn man wollte…

Modern sein wollen hat nichts mit modernem Sein zu tun. Wer nicht mit dem Zahn der Zeit geht und akzeptable Lösungen für Neues findet, wird früher oder später daran zu Grunde gehen. Aber das ist deren Entscheidung. Die „alten Hasen“, die im eigenen Unternehmen oft als Top-Entscheider gehandelt werden, tun schon das richtige. An dieser Stelle sei mir jedoch ein kleiner Hinweis gegönnt: Wir schreiben das Jahr 2012!

Wenn Abzocker der Nutzlosbranche ihre Rechte geltend machen wollen…

Ich habe vor langer langer Zeit mal einen Artikel über die Machenschaften eines Unternehmens geschrieben, welches seine „Kunden“ oder besser gesagt Opfer durch niedrige Preise für z.B. iPhones, Netbooks und vieles mehr in die Falle lockt. Die Mitgliedschaft ist angeblich kostenlos, doch der Schein trügt. Man vermutet, dass hier offenbar Cookies und Landingpages zum Einsatz kommen. Kurz nachdem man sich vermeintlich kostenlos angemeldet hat, wird man mit Rechnungen, Mahnungen und teilweise fragwürdigen Schreiben fast schon dazu genötigt zu zahlen.

Was haben Sie an unserem letzten Schreiben nicht verstanden?

heißt es laut Zeugenaussagen in diversen Schriftstücken der Abzocker, wenn man Widerspruch gegen eine solche, offenbar unrechtmäßige Zahlungsaufforderung einlegt. Grund genug darüber zu berichten und andere zu warnen. Gesagt, getan. Auf einen damaligen Artikel meldeten sich rund 1.500 Opfer in meinem Blog und machten ihrem Ärger Luft. Wir haben zusammen mit Anwälten, Polizei und Verbraucherschützern eine Vorgehensweise entwickelt, mit welcher man den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen kann, ohne sich direkt rechtlichen Rat einholen zu müssen. Natürlich sind die Betreiber solcher Plattformen „not amused“ darüber, dass dieses Blog eine bzw. eigentlich DIE Anlaufstelle hinsichtlich dieser Thematik geworden ist. Infolgedessen bekam ich schon damals ein Schreiben von einer Kanzlei, deren Namen ich hier nicht nennen will. Dieses Schreiben wunderte mich schon ein wenig, da man für sowas in der Schule sicherlich die Note „mangelhaft“ bekommen hätte, wäre es ein Aufsatz einer Deutschklausur gewesen.

Damals habe ich den Artikel direkt nach Erhalt des Schreibens (trotz der komischen Rechtschreibung) geschlossen, da ich erstens keine Motivation hatte knapp 2.000 Kommentare auf deren Rechtmäßigkeit zu prüfen und zweitens nicht den Nerv hatte, mich durch einen Anwalt beraten zu lassen. Also habe ich einen neuen Artikel geschrieben und drei Regeln für das Kommentieren aufgestellt, um den Firmennamen und damit natürlich auch das Markenzeichen der Abzocker weitestgehend „zu schützen“. Das wurde mir in dem Schreiben ja schließlich so auferlegt.

Auch der neue Artikel fand recht schnellen Anklang bei den Leuten. Über 50.000 Views und mehr als 1.800 eingegangene Kommentare bestätigen das. Erneut trudelte ein Schreiben ein. Die gleiche Kanzlei, die gleichen Fehler in einem fast identischem Schreiben. Die Rechtschreib- und Grammatikfehler waren teilweise so massiv, dass ich diesmal sogar an der Echtheit des Einschreibens gezweifelt habe und es zu aller erst prüfen ließ. Ich weiß ja, dass mein Nachname für den ein oder anderen sehr komplex scheint. Er ist aber sicherlich nicht so komplex, dass man mal eben zwei bis drei Fehler darin einbaut. Auch mein Anwalt musste sich gewaltig einen ins Fäustchen lachen, als ich ihm das Schreiben vorlegte.

Wie dem auch sei. In jedem Fall hält mein Anwalt sowohl meinen Artikel, als auch die Kommentare der User in meinem Blog für harmlos. Vor allem deswegen, weil der Name des Unternehmens als solcher nicht erwähnt wird und kein direkter Bezug zu irgendwelchen Unternehmen hergestellt wird. Ich muss zugeben, dass er in einigen URLs stand und somit mehr oder weniger im Quelltext vorkam, diese URLs habe ich umgehend bereinigt – bit.ly sei Dank. Nun haben mein Anwalt und ich entschieden sicherheitshalber alle rund 1.800 Kommentare durchzugehen, um nach irgendwelchen diffamierenden und/oder beleidigenden Äußerungen zu schauen und dieses ggf. zu entschärfen. Dazu musste ich vorerst alle Kommentare in die Moderation legen, um diese nun nach und nach wieder zu genehmigen. Das Ganze wird vermutlich rund eine Woche in Anspruch nehmen.

Dem ersten Anschein nach gibt es Kommentare o.g. Art nicht. Sofern grenzwertige Ausdrücke verwendet wurden, gab es absolut keinen direkten Bezug zu irgendwelchen Unternehmen. Darüber hinaus wurde kein Unternehmen namentlich im Artikel oder in den Kommentaren erwähnt. Wenn, dann handelt es sich in erster Linie um Tatsachenbehauptungen, die von etlichen Zeugen sowohl mit Aussagen und Schriftstücken, sowie mit Video- und/oder Tonaufzeichnungen belegt werden können. Eine evtl. Schädigung ist sicherlich nicht auf dieses Blog zurückzuführen, sondern viel mehr darauf, dass die Opfer die unrechtmäßigen Vorgehensweisen, sofern begründeter Verdacht bestand, bei der Polizei angezeigt haben. Hier handelt es sich lediglich um die freie Meinungsäußerung der kommentierenden User, welche der Nutzlosbranche zum Opfer gefallen sind.

Kein Backup für zahlende Kunden bei Flickr

Ein professioneller Fotograf aus Zürich musste in seinem Flickr Account plötzlich gähnende Leere feststellen. Flickr löschte versehentlich 3410 Fotos, die der Fotograf in den letzten fünf Jahren ansammelte und konnte diese auf Anfrage nicht wiederherstellen. OK, mag man denken, Flickr ist ein kostenloser Service. Da darf man keine großen Erwartungen, bezüglich diverser Backups haben. Weit gefehlt. Mirco Wilhelm ist Premiumkunde.

25 Dollar ließ sich der Fotograf die Archivierung seiner Bilder im Jahr kosten. Kein wirklich hoher Preis, dennoch erwartete er ein wenig mehr Service hinsichtlich der Sicherheit seiner Daten. Nach Veröffentlichung des Blogartikels, nahmen sich die Techniker der Sache an. Die Daten sollen mittlerweile erfolgreich wiederhergestellt worden sein.

Als Entschädigung sicherte Flickr dem Kunden eine 25-jährige Flickr-Pro-Mitgliedschaft zu. Darüber hinaus lieferte er den Anstoß für die Techniker, das System zu überdenken, sodass die Wiederherstellung in Zukunft auch für andere Kunden problemloser erfolgen kann.

hiybbprqag lockt Bing in die Google Falle…

Einigen aufmerksamen Google Mitarbeitern ist bei Bing etwas interessantes aufgefallen. Sucht man bei Google nach „torsorophy“ – übrigens ein Vertipper – bekommt man zu allererst den Vorschlag „tarsorrhaphy“ einzugeben (das richtige Suchwort). Wie gewöhnlich liefert Google ganz oben erst einige Ergebnisse zum eigentlich richtigen Begriff und hängt die vermeintlich falschen Ergebnisse resultierend aus dem Vertipper hinten an…

Sucht man bei Bing nach dem Vertipper „torsorophy“, fällt einem schnell auf, dass Bing weder darauf hinweist, dass es sich um einen Vertipper handeln könnte, noch schlägt Bing ein alternatives Suchwort, wie es Google mit „tarsorrhaphy“ getan hat, vor. Das witzige an der Sache ist, dass Bing wie von Geisterhand trotzdem Suchergebnisse zum richtigen Begriff („tarsorrhaphy“) anzeigt. Und zwar handelt es sich um exakt die gleichen Ergebnisse, die man auch bei Google erhält. Kurios.

Schlau wie Google ist, hat man sich daraufhin bis zu 100 synthetische Begriffe einfallen lassen, um Bing in eine Falle zu locken. Einer dieser Begriffe lautet „hiybbprqag“. Diese synthetischen Begriffe hat Google so gewählt, dass niemals jemand nach ihnen suchen würde. Es ist quasi Buchstabensalat, der als Suchphrase verwendet wird. Klar, dass es dazu keine Ergebnisse geben kann. Aber Google hat es clever eingestielt. Man hat für diese 100 Begriffe jeweils Suchergebnisse angezeigt, welche nicht durch den Suchalgorithmus ermittelt wurden, sondern mehr oder weniger statisch bereitgestellt wurden. Das Suchergebnis hat also absolut nichts mit der Suchphrase zu tun. Sie kommt in dem Suchergebnis gar nicht vor. Der Köder wäre damit gelegt…

Jetzt muss der Fisch, in diesem Fall Bing, nur noch anbeissen. Und das ging wohl schneller als so manch einer dachte. Nun ist es so, dass Microsoft die Sucheingaben der User bei Google per Internet Explorer und Bing Toolbar mehr oder weniger zu tracken und für Bing zu verwerten versucht. Google hat also schnellstens 20 Mitarbeiter mit einem Windows PC, dem Internet Explorer und einer Bing Toolbar ausgestattet und diese Mitarbeiter die synthetischen Begriffe suchen und auf das künstlich erzeugte Ergebnis klicken lassen. Diese Daten wurden daraufhin vermutlich an Microsoft gesendet und für Bing verwendet.

Denn kurze Zeit später ist Bing tatsächlich in die Falle gegangen. Man hat bei Bing plötzlich exakt das Suchergebnis zur Suchphrase „hiybbprqag“ gefunden, welches auch Google – wohlgemerkt künstlich – zur Verfügung gestellt hat, in den Bing SERPs finden können. Da das Suchergebnis aufgrund der statischen Einbindung absolut nichts mit der Suchphrase zu tun hat, ist es mehr als kurios, dass Bing exakt das gleiche Ergebnis liefert. Schaut da etwa jemand ab?

Inzwischen hat Google einen offiziellen Blogbeitrag zu den Vermutungen veröffentlicht. Auch Bing schläft, wie in diesem Artikel deutlich zu sehen, natürlich nicht und reagierte ebenfalls. Nun darf sich jeder seine eigene Meinung bilden…

Was meint Ihr? Schaut Bing von Google ab?

Estland: „Wir ziehen die Einführung einer Cyber-Wehrpflicht in Erwägung.“

Durch aktuelle Medienberichte zu Seiten wie Wikileaks wird den Menschen dieser Erde langsam aber sicher bewusst, was ein virtueller Krieg bedeuten könnte. Der gläserne Bürger ist die eine Sache, die gläserne Regierung eines Landes hingegen die andere. Die politischen Vorgehensweisen bleiben für den Otto-Normalverbraucher oft verborgen. Es gibt jedoch Organisationen, die teilweise unangenehme Details ans Tageslicht bringen…

Während der Begriff Cyberwar wie ein Computerspiel klingen mag, handelt es sich eigentlich um eine wesentlich ernstere Angelegenheit. Der virtuelle Krieg hat mit Organisationen wie Wikileaks längst begonnen. Es scheint massive Lücken und Informanten in allen möglichen politischen Bereichen zu geben, die die Hintermänner solcher Portale mit den nötigen Informationen füttern. Wie zu Stasi-Zeiten, weiß man heutzutage nicht mehr, wem oder was man „da oben“ trauen kann und wer sensible Dokumente tatsächlich unter Verschluss hält.

Das Ganze ist, wie so viele Dinge, ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite will der Bürger selbstverständlich informiert werden. Was die Regierung von uns verlangt, verlangen wir allerdings auch von ihr. Transparenz. In einigen Situationen scheint das jedoch nicht möglich zu sein. Ein gutes Beispiel ist sicherlich Amerika. Der Kampf gegen den Terror. Ist es wirklich ein Kampf gegen den Terror? Oder ist der Terror nur ein missbrauchtes Argument, um einen Kampf bzw. Krieg zu führen, für den man auf normalem Wege keine ethische Unterstützung seitens anderer Länder, Staaten oder Organisationen bekäme?

Sobald ein Staat kriminell zu werden scheint, werden die Schotten sprichwörtlich dicht gemacht. Es dürfen keine Informationen nach außen gelangen. Schließlich muss die Regierung eines Landes, die vor allem in Deutschland ohnehin harter Kritik unterliegt, stabil gehalten oder zumindest als solche verkauft werden. Kommt nun eine Organisation daher, die im Internet Informationen verteilt, welche eigentlich als top secret behandelt werden müssen, kann das ganze einen großen Aufstand verursachen. Die Leute gehen auf die Straße, werden laut, wenden das Faustrecht an. Der Staat gerät unter Umständen ins wackeln und die Regierung hofft nicht zu entgleisen, denn gerade in solchen Situationen wird auf jede Kleinigkeit geachtet und vieles auf die Goldwaage gelegt.

Aus Gründen wie diesen wappnen sich immer mehr Länder für die sogenannte Cyberwar. Estland zieht es beispielsweise in Erwägung eine Cyber-Wehrpflicht einzurichten. Aber auch hier in Deutschland ist eine solche Einrichtung längst vorhanden. Gegründet wurde die Cybereinheit im Jahr 2006. Initiator war der damaliger Verteidigungsminister Jung, der die Abteilung Informations- und Computernetzwerkoperationen des Kommandos Strategische Aufklärung einrichtete. Insgesamt 76 Mitarbeiter, die aus Bundeswehreigenen Hochschulen in erster Linie aus den Fachbereichen für Informatik rekrutiert wurden, bilden die deutsche Cyberwar-Einheit.

„Wir analysieren mögliche Bedrohungspotenziale, entwickeln aber auch Fähigkeiten zum Schutz der Streitkräfte vor den spezifischen Gefährdungen bei der Nutzung moderner Informationstechnologie.“, heißt es seitens der Verwantwortlichen. Der Cyberkrieg steht scheinbar nicht bevor, er hat längst begonnen. Zumindest rüsten sich die Staaten dieser Welt langsam mit virtuellen Waffen.

Sind Organisationen (wie z.B. WikiLeaks) eine ernstzunehmende Bedrohung?

Google Analytics ist in Deinem Land leider nicht verfügbar!

Google Analytics ist in Bezug auf Datenschutz vor allem in Deutschland ein sehr leidiges Thema. Deutschland wandert meiner Einschätzung nach immer stärker in Richtung Internetzensur, die lediglich nicht als solche bezeichnet wird. Ein zweites China? Zensur? Nein, das gibt es doch in Deutschland nicht! Hier herrscht doch schließlich Presse- und Meinungsfreiheit. Es könnte lediglich sein, dass die Funktion „in Deinem Land nicht verfügbar“ ist…

Im Fall Google Analytics streitet man sich immernoch über die Art und den Umfang der Daten, die an die Server des Suchmaschinenriesen auf einen langen Weg über den Teich in Richtung USA gesendet und dort vermutlich nicht nur abgelegt, sondern ggf. auch für ein Profiling o.ä. verwendet werden. Immerhin ist Google in den Augen vieler nicht mehr nur die Suchmaschine, sondern das datensammelnde Internetimperium, welches z.B. personalisierte Werbung anzeigt, um möglichst viel Geld zu verdienen.

Laut Aussage der deutschen Datenschützer wurden die Verhandlungen mit Google abgebrochen. „Leider mussten wir zu dem Ergebnis kommen, dass Google unseren Datenschutzanforderungen nicht entsprochen hat“, sagte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar laut einem Bericht der (FAZ). Die Anforderungen versuchte Google unter anderem mit einem Browserplugin umzusetzen, welches das Senden von Daten an Google verhindert. Darüber hinaus bietet Google eine IP-Masken-Methode, mit welcher die IP Adressen anonymisiert an das Unternehmen geschickt werden.

Dass das Browserplugin laut Datenschutzbeauftragtem nicht alle User erreichen kann, leuchtet ein, sofern man es vor dem Hintergrund sieht, dass das Analytics Opt-Out Plugin tatsächlich nur für den Internet Explorer, den FireFox und den Chrome von Google verfügbar ist. Die 10% der Internetnutzer, die z.B. mit dem Opera oder dem Safari durch das weltweite Netz surfen, bleibt der Schutz mehr oder minder verwehrt. Selbstverständlich ein Streitpunkt, den man diskutieren muss.

A pro pos Diskutieren: Wie ich oben bereits erwähnte, behauptet der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, man habe die Verhandlungen mit Google angebrochen, da man den Datenschutzanforderungen der EU nicht entspräche. Interessant ist daraufhin zu lesen, dass Google das ganz anders zu sehen scheint. Entgegen der aktuellen Berichterstattung deutscher Medien heißt es seitens Google: „Uns ist ein Abbruch der Gespräche von seiten der Datenschutzbehörden nicht  bekannt und wir arbeiten weiter aktiv daran, die Bedenken der Datenschutzbehörden auszuräumen.“

Das Suchmaschinenunternehmen betont in dem Artikel noch einmal, dass „Google Analytics dem Datenschutzrecht in der EU entspricht“. Tolle Wurst. Jetzt weiß der eine mal wieder nicht was der andere sagt und umgekehrt. Aber das sind wir von unseren Politikern ja schon gewohnt. Da werden einfach mal irgendwelche Gesetzentwürfe, wie z.B. der Jugendmediendienstestaatsvertrag (JMStV) oder ähnliches erstellt, ohne auch nur über ein Fünkchen Hintergrundwissen zu verfügen, inwieweit eine solche Entscheidung Einfluss auf das Netz haben könnte. Ich habe vor kurzem noch einen interessanten Tweet gelesen, der für das Internet das Baumhaus-Prinzip fordert: „Wer zu alt ist, um ohne Hilfe reinzukommen, soll uns darin auch keine Vorschriften machen.“. Im Moment kommt mir das ganze vielmehr so vor, als habe die Politik Angst die Kontrolle zu verlieren. Das ganze heißt dann, dass die Politiker besorgt um unsere Daten seien. Naja, ich ahne leider jetzt schon, worauf das Ganze vermutlich hinauslaufen wird: Google Analytics ist in Deinem Land leider nicht verfügbar.

Aus der Nummer müssen wir jetzt wieder raus…

Einige treue Leser werden sicherlich noch den Beitrag „Aus der Nummer kommen wir nicht mehr raus…“ in Erinnerung haben. Ich habe mich dort damals über Praktiken ausgelassen, die so nicht hätten ablaufen dürfen. In Kürze: eine Behörde hat ein Internetsystem gekauft, welches als äußerst innovativ und als DAS Ding der Zukunft angepriesen wurde. Ich hatte mir das damals angesehen und nach ca. 20 Minuten die Vermutung gehabt, dass das in die Hose gehen könnte…

Einige Schlaumeier und Weltversteher haben direkt ihren Senf dazu abgelassen und meinen Beitrag, sowie meine Aussagen dazu kritisiert. So, nun haben wir uns bzw. viel mehr ich mich rund ein Jahr mit dem katastrophalen Ding herumgeschlagen. Herumgeschlagen im wahrsten Sinne des Wortes. Ich erinnere mich an einer Anforderung, die im März 2010 an den jeweiligen Dienstleister gestellt wurde. Unser Problem: Das System kann out of the box keine Videos abspielen. HTML Code von externen Playern und Videoportalen wird rigoros herausgefiltert. Da wir keine Adminrechte haben, muss für jeden Pups eine Anforderung an den Dienstleister gestellt werden.

Gesagt, getan. Es muss entweder die Möglichkeit geschaffen werden, Quellcode zwecks Video-Embedding einfügen zu dürfen, oder man muss einen eigenen Player einbinden bzw. installieren, um damit die auf dem Server abgelegten Videodateien abspielen zu können. Würde ich von einem Kunden einen solchen Auftrag bekommen, denke ich, dass man diesen inklusive Bugfixing in rund (absichtlich etwas hochgegriffen) einem Tag erledigen kann. Lassen wir es zwei sein. Oder auch drei. Ach komm, wir machen eine Woche draus. Eine Woche, um einen schlichten Videoplayer einzubauen (darf auch eine fertige Open Source Lösung sein), oder aber den HTML-Code zwecks Embedding von fremdgehosteten Videos zu erlauben.

Eigentlich kein Hexenwerk. Theoretisch. So, jetzt kommt aber der Dienstleister ins Spiel. Der frickelt während der Mittagszeit (!) an einem normalen Werktag (!) erstmal im HTML-Filter des WYSIWYG-Systems herum, zerschiesst das gesamte Ding, spielt daraufhin ein Backup ein und meldet sich mit einem schlichten „Hmm, das geht wohl nicht.“ zurück. Unserer Empfehlung ein solches Experiment lieber in der Nacht durchzuführen, ist man aus irgendwelchen Gründen nicht nachgekommen. Es sei ja nur ein kleiner Eingriff. Naja, mittlerweile ist ein guter Monat ins Land gegangen. Wir antworteten abermals, dass wir dann gerne auf die Alternativlösung, also den eigenen Player, zurückgreifen würden, um unsere hochgeladene AVIs doch noch abspielen zu können. „Jo, machen wir.“ hieß es vom Dienstleister im April 2010.

Kurzer Zeitraffer: April, Mai, Juni, Juli, August, Urlaub, September. Anfang Oktober war es so weit. Der Dienstleister hat einen Player in das System eingebunden und es hat seit unserer Anfrage nur sechs oder sieben Monate gedauert. Der zu zahlende Betrag ging in Richtung mehrerer tausend Euro. Aber das ist egal. Das sind ja nur eure und meine Steuergelder. So, das dazu. Der Kohl, der nun eigentlich nicht viel fetter werden dürfte, wird es jetzt wider Erwarten doch noch.

Auf die Frage, warum das ganze so lange gedauert hat, heißt es, man habe sich mittlerweile vom System und der Philosophie des Systems distanziert und suche eigentlich nach neuen Möglichkeiten. Im Klartext: Der Dienstleister hat eingesehen, dass das System doch nicht für das Internet geeignet ist und möchte nun etwas anders einsetzen bzw. etwas neues verkaufen. Man habe sogar schon erste Lösungsansätze. Es gäbe da wohl ein sehr innovatives und zukunftsorientiertes System (Hört, hört!), welches nahezu alles kann. Die eierlegende Wollmilchsau also.

Ich prognostiziere hier mit feierlich und offiziell für das Jahr 2011 die folgende Sache:
Auf die Frage “Können Sie das leisten?”, wird der Dienstleister mit den Worten “Natürlich können wir das!” antworten und die Entscheider werden kaufen. Wollen wir wetten?

software.de – mit 238.000 Euro die teuerste deutsche Domain im Jahr 2010

Das Domaingeschäft kann äußerst profitabel sein. Einst für gerade mal fünf bis zehn Euro registrierte Domains, können in kürzester Zeit unter Umständen ein vielfaches an Wert gewinnen. Hierbei kommt es natürlich auf viele Faktoren, wie z.B. die enthaltenen Keywords innerhalb der Domain, an. Als Premiumdomain kann z.B. die mit 238.000 Euro teuerste deutsche Domain des Jahres 2010, software.de, bezeichnet werden. Aber es reihen sich noch weitere Domains in die 839.381,00 Euro schwere Top 10 der teuersten Domains 2010. Hier die Übersicht:

  • software.de (238.000 Euro)
  • sec.de (136.850 Euro)
  • free-sms.de (115.000 Euro)
  • website.de (101.150 Euro)
  • pakistan.de (65.450 Euro)
  • devisen.de (55.930 Euro)
  • ug.de (50.000 Euro)
  • cloud-computing.de (29.000 Euro)
  • musik-base.de (25.001 Euro)
  • vermietung.de (23.000 Euro)