eBay senkt die Gebühren – zumindest für die, die ihre Artikel für über 870 Euro verkaufen

Als kennt man das nicht bereits aus anderen Branchen oder gar politischen Entscheidungen. Derjenige der mehr berappen muss ist und bleibt immer der Kleine. Das neue Gebührensystem bei eBay ist für all diejenigen lohnenswert, die ihre Artikel für durchschnittlich mehr als 870 Euro pro Stück verkaufen. Für jeden darunter liegenden Verkauf hat eBay rein rechnerisch gesehen die Preise teilweise deutlich angehoben.

Vor allem für Waren, die für einen Preis von unter 501,00 Euro rausgehen, ist es teurer geworden. Ein Beispiel liefert diePresse.com in ihrem Artikel. Während ein Verkäufer für einen zu 500,00 Euro verkauften Artikel damals noch pauschal 26,50 Euro zuzüglich zwei Prozent der Differenz aus Endbetrags abzüglich 500,00 Euro zahlen musste, sind es heutzutage satte 45 Euro, die vom Auktionshaus vereinnahmt werden. Das liegt daran, dass eBay in Zukunft eine pauschale Provision von 9%, maximal jedoch 45 Euro, pro Artikel in Rechnung stellt.

eBay wird, nicht zuletzt dadurch, für mich persönlich immer Unattraktiver. Die rechtlichen Besonderheiten werden immer mehr, die Seiten als solche immer unübersichtlicher, das Gebührenmodell immer unverschämter und damit die Zufriedenheit immer geringer. Das einzig Positive aus meiner Sicht ist, dass ich mit meinen Verkäufen i.d.R. ohnehin über dem Betrag von 870 Euro liege und sich das Preismodell für mich unterm Strich lohnt – zumindest in der Rolle des Verkäufers. Im Umkehrschluss müssen die Verkäufer von Artikeln unterhalb dieser Marke jedoch neu kalkulieren und infolgedessen vermutlich die Preise erhöhen. Wer die Zeche am Ende zahlt, ist klar.

Wenn Abzocker der Nutzlosbranche ihre Rechte geltend machen wollen…

Ich habe vor langer langer Zeit mal einen Artikel über die Machenschaften eines Unternehmens geschrieben, welches seine „Kunden“ oder besser gesagt Opfer durch niedrige Preise für z.B. iPhones, Netbooks und vieles mehr in die Falle lockt. Die Mitgliedschaft ist angeblich kostenlos, doch der Schein trügt. Man vermutet, dass hier offenbar Cookies und Landingpages zum Einsatz kommen. Kurz nachdem man sich vermeintlich kostenlos angemeldet hat, wird man mit Rechnungen, Mahnungen und teilweise fragwürdigen Schreiben fast schon dazu genötigt zu zahlen.

Was haben Sie an unserem letzten Schreiben nicht verstanden?

heißt es laut Zeugenaussagen in diversen Schriftstücken der Abzocker, wenn man Widerspruch gegen eine solche, offenbar unrechtmäßige Zahlungsaufforderung einlegt. Grund genug darüber zu berichten und andere zu warnen. Gesagt, getan. Auf einen damaligen Artikel meldeten sich rund 1.500 Opfer in meinem Blog und machten ihrem Ärger Luft. Wir haben zusammen mit Anwälten, Polizei und Verbraucherschützern eine Vorgehensweise entwickelt, mit welcher man den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen kann, ohne sich direkt rechtlichen Rat einholen zu müssen. Natürlich sind die Betreiber solcher Plattformen „not amused“ darüber, dass dieses Blog eine bzw. eigentlich DIE Anlaufstelle hinsichtlich dieser Thematik geworden ist. Infolgedessen bekam ich schon damals ein Schreiben von einer Kanzlei, deren Namen ich hier nicht nennen will. Dieses Schreiben wunderte mich schon ein wenig, da man für sowas in der Schule sicherlich die Note „mangelhaft“ bekommen hätte, wäre es ein Aufsatz einer Deutschklausur gewesen.

Damals habe ich den Artikel direkt nach Erhalt des Schreibens (trotz der komischen Rechtschreibung) geschlossen, da ich erstens keine Motivation hatte knapp 2.000 Kommentare auf deren Rechtmäßigkeit zu prüfen und zweitens nicht den Nerv hatte, mich durch einen Anwalt beraten zu lassen. Also habe ich einen neuen Artikel geschrieben und drei Regeln für das Kommentieren aufgestellt, um den Firmennamen und damit natürlich auch das Markenzeichen der Abzocker weitestgehend „zu schützen“. Das wurde mir in dem Schreiben ja schließlich so auferlegt.

Auch der neue Artikel fand recht schnellen Anklang bei den Leuten. Über 50.000 Views und mehr als 1.800 eingegangene Kommentare bestätigen das. Erneut trudelte ein Schreiben ein. Die gleiche Kanzlei, die gleichen Fehler in einem fast identischem Schreiben. Die Rechtschreib- und Grammatikfehler waren teilweise so massiv, dass ich diesmal sogar an der Echtheit des Einschreibens gezweifelt habe und es zu aller erst prüfen ließ. Ich weiß ja, dass mein Nachname für den ein oder anderen sehr komplex scheint. Er ist aber sicherlich nicht so komplex, dass man mal eben zwei bis drei Fehler darin einbaut. Auch mein Anwalt musste sich gewaltig einen ins Fäustchen lachen, als ich ihm das Schreiben vorlegte.

Wie dem auch sei. In jedem Fall hält mein Anwalt sowohl meinen Artikel, als auch die Kommentare der User in meinem Blog für harmlos. Vor allem deswegen, weil der Name des Unternehmens als solcher nicht erwähnt wird und kein direkter Bezug zu irgendwelchen Unternehmen hergestellt wird. Ich muss zugeben, dass er in einigen URLs stand und somit mehr oder weniger im Quelltext vorkam, diese URLs habe ich umgehend bereinigt – bit.ly sei Dank. Nun haben mein Anwalt und ich entschieden sicherheitshalber alle rund 1.800 Kommentare durchzugehen, um nach irgendwelchen diffamierenden und/oder beleidigenden Äußerungen zu schauen und dieses ggf. zu entschärfen. Dazu musste ich vorerst alle Kommentare in die Moderation legen, um diese nun nach und nach wieder zu genehmigen. Das Ganze wird vermutlich rund eine Woche in Anspruch nehmen.

Dem ersten Anschein nach gibt es Kommentare o.g. Art nicht. Sofern grenzwertige Ausdrücke verwendet wurden, gab es absolut keinen direkten Bezug zu irgendwelchen Unternehmen. Darüber hinaus wurde kein Unternehmen namentlich im Artikel oder in den Kommentaren erwähnt. Wenn, dann handelt es sich in erster Linie um Tatsachenbehauptungen, die von etlichen Zeugen sowohl mit Aussagen und Schriftstücken, sowie mit Video- und/oder Tonaufzeichnungen belegt werden können. Eine evtl. Schädigung ist sicherlich nicht auf dieses Blog zurückzuführen, sondern viel mehr darauf, dass die Opfer die unrechtmäßigen Vorgehensweisen, sofern begründeter Verdacht bestand, bei der Polizei angezeigt haben. Hier handelt es sich lediglich um die freie Meinungsäußerung der kommentierenden User, welche der Nutzlosbranche zum Opfer gefallen sind.

Alte Zeiten neu erleben – Der neue Commodore 64 macht es möglich!

Das waren noch Zeiten. Vor vielen vielen Jahren kam mein Vater plötzlich von der Arbeit nach Hause und schleppte den legendären Commodore 64 mit an. Schnell war der Personal Computer per Antennenkabel am Fernseher angeschlossen und es konnte los gehen. Aber so einfach, wie heute war es damals nicht. Wir sind verwöhnt von unserer grafischen Oberfläche und bedienen diese bequem mit der Maus…

Früher startete man ein Spiel, indem man eine für heutige Verhältnisse riesige 5 1/4 Zoll Floppy in das Laufwerk legte und sich entweder den Inhalt der Diskette anzeigen ließ, direkt das erste Programm auf der Diskette geladen und gestartet hat oder das Laden eines bestimmten Programms durch Eingabe des genauen Namen in die Wege geleitet hat, um es danach ausführen zu können. Das geladene Spiel wurde mit dem Befehl „RUN“ gestartet. Hier mal einige Beispiele:

Inhalt der Diskette laden und anzeigen:
LOAD „$“,8
LIST

Das erste Programm der Diskette laden und ausführen:
LOAD „*“,8,1
RUN

Ein bestimmtes Programm (hier: HANGMAN) laden und ausführen:
LOAD „HANGMAN“,8,1
RUN

Geil. Da kommen Erinnerungen hoch. Heutzutage sitze ich in einem IT-Bereich und verwalte mit vier weiteren Mitarbeitern und drei Azubis mehr als 1.000 PC-Arbeitsplätze in einem großen Netzwerk mit über 60 lediglich virtuell existierenden Windows-Servern. Da wünscht man sich in der ein oder anderen Minute doch die Vergangenheit zurück. Commodore macht genau das möglich und lässt den Mythos C64 wieder auferstehen. Moderne Hardware im Retrogewandt.

It’s back… and better than ever! The new Commodore 64 is a modern functional PC as close to the original in design as humanly possible. It houses a modern mini-ITX PC motherboard featuring a Dual Core 525 Atom processor and the latest Nvidia Ion2 graphics chipset. It comes in the original taupe brown/beige color, with other colors to follow.

heißt es auf der absichtlich betagt wirkenden Website von commodoreusa.net. Schaut einfach mal rein. Es lohnt sich und ist tatsächlich eine coole Idee!

Apple, das iPhone, die Zeitumstellung, der Wecker und ein Bug

Ich denke, dass jeder iPhone Besitzer damals die Schwierigkeiten mit dem integrierten Wecker mitbekommen hat, als die Uhren von der Sommerzeit auf die Winterzeit zurückgedreht wurden, spätestens aber, als die Jahreszahl von 2010 auf 2011 wechselte. Irgendein 08/15 Bug. Der Wecker lässt sich zwar normal einstellen, klingelt morgens aber nicht zur gewünschten Zeit.

Interessant ist, dass Apple diesen Fehler scheinbar immer noch nicht beheben konnte. Die Amerikaner haben die Zeitumstellung, welche bei uns erst am 27. März auf dem Kalender steht, bereits hinter sich. Langsam aber sicher häufen sich die Beschwerden der ersten User in Apples Supportforum.

Meiner Meinung nach ist das schon enttäuschend. Man zahlt für ein Handy mal eben (mindestens) 629 Euro und muss feststellen, dass die nicht einmal die Programmierung eines simplen Weckers auf die Reihe bekommen. Kurios. Glücklicherweise wird es die meisten aus dem Grund nicht betreffen, weil der Jahreswechsel unweigerlich in einen Feiertag mündet und die Zeitumstellung für gewöhnlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag vorgenommen wird. Trotzdem: Normal ist das nicht!

Facebook entscheidet, von welchen Deiner Freunde Du in Deiner Timeline liest

Was man sicherlich schon des Öfteren gehört hat ist die Aussage, dass man in der eigenen Timeline viel Belangloses lesen „muss“. Scheinbar ist auch Facebook der Meinung. Gut wäre eine Funktion, mit welcher man manuell festlegen könnte, von wem man Statusupdates liest. Facebook ist da allerdings etwas entscheidungswilliger und zensiert die Timeline der einzelnen User nun auf Grundlage der Kommunikationsaktivität untereinander…

Die meisten meiner sogenannten Facebook Freunde sind Leute, die ich in seinem Leben zwar hin und wieder sehe, mit denen ich ggf. auch mal regen Kontakt hatte, mit denen ich im Grunde aber absolut nichts mehr zu tun habe. Einmal im Jahr findet ein Geburtstagsgruß die Pinwand des Kontakts und that’s it. Trotzdem bin ich irgendwie interessiert daran, was z.B. „alte Bekannte“, frühere Klassenkameraden oder Arbeitskollegen und Leute aus der Bundeswehrzeit so treiben. Dank der Facebook Timeline eigentlich kein Problem. Bis jetzt…

Die Timeline funktioniert prinzipiell so, wie man es von Twitter gewohnt ist. Anstatt anderen Leuten zu folgen, ist mit ihnen „befreundet“. Es war demnach so, dass man jede einzelne Statusaktualisierung seiner Freunde, chronologisch sortiert, auf der persönlichen Startseite – der Timeline – sieht. Man weiß was die Kumpels treiben, womit sie sich beschäftigen, wo sie sich aufhalten, was sie vor haben. Man liest mit, was am Wochenende läuft, man ist up to date. Viel mehr als würde man nur mit einem kleinen Kreis z.B. via SMS kommunizieren. Das Prinzip ist einfach wie genial. Soziale Vernetzung eben.

Facebook scheint diese Funktion, aufmerksamen Usern zufolge, nun allerdings deutlich eingedämmt zu haben. Von Freunden, mit denen man keinen intensiveren Kontakt via Facebook pflegt, wird man in Zukunft entsprechend weniger lesen. Facebook scheint der Meinung zu sein, dass es nicht mehr zu interessieren hat, was Freunde tun, mit denen man so oder so nicht in direktem Kontakt steht. Meiner Meinung nach ein bisschen zu vorschnell gedacht. Vor allem für Firmen, die teilweise ihre die gesamte Webpräsenz durch eine Facebook-Fanpage ersetzt haben, eine mittelschwere Katastrophe. Plötzlich wird Social Media bedeutungslos, verliert mehr oder weniger an Macht. Denn die Freunde bzw. Fans sehen nur noch Updates, sofern diese aktiv mit dem Unternehmen kommunizieren. Die Anzahl der Fans und Freunde scheint egal. Wichtig ist die Anzahl derjenigen, mit denen man in Kontakt steht. Was machen die Unternehmen nun? Wildfremde User mit Hilfe persönlicher Nachrichten „vollquatschen“, um für das System eine Art bestehende Kommunikation vorzugaukeln?

Ich sehe schwarz. Mein Vorschlag wäre daher der, vor allem die Meldungen bestimmter Applikationen einzudämmen und darüber hinaus von den Usern selbst entscheiden zu lassen, von wem man lesen mag und von wem eben nicht. Es gibt tatsächlich viele Leute im eigenen Freundeskreis, die wirklich nur irgendwelche Farmville-Gifts verteilen, virtuelle Glücksnüsse öffnen oder sonstwelche Aktivitäten auf Facebook preisgeben. Uninteressant. Wenn allerdings ein Kumpel, zu dem der Kontakt aufgrund der Verlegung seines Wohnsitzes ins Ausland (inkl. Zeitverschiebung, etc.) weniger geworden ist, seine Hochzeit verkündet und ich das aufgrund dieser automatischen Zensur nicht mitbekomme, finde ich das schade. Hätte ich es selbst entschieden, indem ich z.B. die (noch) nicht vorhandene Einstellung „Statusupdates von diesem User nicht mehr anzeigen“ vorgenommen hätte, wäre das halb so wild. Wenn Facebook das über meinen Kopf hinweg entscheidet, irgendwie denkwürdig, oder?

Wenn ein Forum zum Schauplatz persönlicher Kriege wird

Mit ulForum.de habe ich vor etwas weniger als drei Jahren eine Community gegründet, die sich bis heute sehr gut etabliert hat. Es gab damals nur wenige Informationen zum Thema Ultraleichtfliegen. Mit ulForum.de wollte ich einen Treffpunkt für den Informationsaustausch schaffen. Das hat prinzipiell auch super hingehauen. Die Mitgliederzahlen steigen, die Besucherzahlen ebenso. Das Problem sind vereinzelte User…

Die Fliegerei ist wirklich ein tolles Hobby. Es fasziniert. Die ganze Wahrheit wird von den Piloten und Betreibern dieses Hobbys jedoch unter den Tisch gekehrt. Vor allem persönliche Kriege werden wie im Kindergarten ausgetragen. Irgendwelche selbsternannten Forensamariter fordern auf der einen Seite einen vernünftigen Umgang unter den Mitgliedern, stänkern auf der anderen Seite selbst auf niveaulosester Art und Weise im Forum herum, sodass man ab und an vom Glauben abfallen mag.

Die sich hinter der Anonymität des Internets versteckenden Kameraden erachten die privaten Streitereien als so wichtig, dass man mich auch gerne mal Sonntag Nachts aus dem Bett klingelt, um mir den mich absolut nicht (!) interessierenden Sachverhalt aus deren persönlicher Sicht mal zu schildern. Weiter wird einem das Postfach mit irgendwelchen E-Mails zugemüllt, in denen im ersten Absatz mit einem Anwalt gedroht wird, während man mir im zweiten Absatz eine Zusammenarbeit hat anbieten wollen. Da frage ich mich: „Geht’s noch…?!?“.

Ab und an muss ich mich wirklich mal wieder ein wenig besinnen, um herauszufinden, in welchem Film ich jetzt genau bin. Klar, als Admin bzw. Betreiber eines solchen Forums muss man auch die Drecksarbeit erledigen. Trotzdem hatte ich damals den Anschein, man würde sich mit teilweise professionellen, auf jeden Fall aber erwachsenen Menschen auseinandersetzen. Dass das – gerade in der Fliegerei – scheinbar nicht so ist, muss man immer und immer wieder an bzw. in dem Forum erfahren. Das ist echt nicht normal…

*frustrauslass

VZ Netzwerke im freien Fall – war es das?

Bei Tino Seeber habe ich einen interessanten Artikel zu den aktuellen Zahlen und der leider negativen Entwicklung der VZ Netzwerke (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ) gefunden. Während Facebook auch in Deutschland ausnahmslos seine Mitgliederzahlen steigern konnte, sah es in den VZ Statistiken sehr mau aus. Allein von Mai 2010 bis Dezember 2010 verlor man insgesamt 4,5 Milliarden PIs/Monat…

Während im Mai noch knapp 12,99 Milliarden Page Impressions (466 Millionen Visits) verzeichnet werden konnte, zählte die IVW nur noch 8,56 Milliarden Page Impressions (347 Millionen Visits) im Monat Dezember 2010. Das sind mehr als 30% Verlust. Im damaligen Sommer begründete man den Rückgang noch damit, dass aufgrund der steigenden Temperaturen logischerweise die Aktivitäten der User nach außen, also weg vom PC, verlagert wurden. Facebook legte trotzdem deutlich (!) zu.

Dass das ganze nur eine Ausrede gewesen zu sein scheint, macht die derzeitige Entwicklung deutlich. In einem PDF Dokument hat Tino Seeber die Statistiken grafisch festgehalten. Der Rückgang ist erschreckend. Auch ich darf behaupten mich fast vollkommen aus den VZ Netzwerken entfernt zu haben. Mein Profil besteht zwar noch, verweist jedoch lediglich darauf, dass man mich nun auf Facebook findet. Ganz ehrlich: StudiVZ hängt meiner Meinung nach technisch einfach deutlich hinterher.

Wie man das ganze jetzt noch retten kann? Meiner Meinung nach gar nicht mehr. Der Zug ist abgefahren. Um schnell noch Geld zu verdienen würde ich den Tipp von demjenigen befolgen, der für die StudiVZ Gründung mitverantwortlich war. Ehssan Dariani behauptete damals, dass man sehr wohl Geld mit StudiVZ verdienen könne – und zwar indem man es verkauft…

Kein Backup für zahlende Kunden bei Flickr

Ein professioneller Fotograf aus Zürich musste in seinem Flickr Account plötzlich gähnende Leere feststellen. Flickr löschte versehentlich 3410 Fotos, die der Fotograf in den letzten fünf Jahren ansammelte und konnte diese auf Anfrage nicht wiederherstellen. OK, mag man denken, Flickr ist ein kostenloser Service. Da darf man keine großen Erwartungen, bezüglich diverser Backups haben. Weit gefehlt. Mirco Wilhelm ist Premiumkunde.

25 Dollar ließ sich der Fotograf die Archivierung seiner Bilder im Jahr kosten. Kein wirklich hoher Preis, dennoch erwartete er ein wenig mehr Service hinsichtlich der Sicherheit seiner Daten. Nach Veröffentlichung des Blogartikels, nahmen sich die Techniker der Sache an. Die Daten sollen mittlerweile erfolgreich wiederhergestellt worden sein.

Als Entschädigung sicherte Flickr dem Kunden eine 25-jährige Flickr-Pro-Mitgliedschaft zu. Darüber hinaus lieferte er den Anstoß für die Techniker, das System zu überdenken, sodass die Wiederherstellung in Zukunft auch für andere Kunden problemloser erfolgen kann.

hiybbprqag lockt Bing in die Google Falle…

Einigen aufmerksamen Google Mitarbeitern ist bei Bing etwas interessantes aufgefallen. Sucht man bei Google nach „torsorophy“ – übrigens ein Vertipper – bekommt man zu allererst den Vorschlag „tarsorrhaphy“ einzugeben (das richtige Suchwort). Wie gewöhnlich liefert Google ganz oben erst einige Ergebnisse zum eigentlich richtigen Begriff und hängt die vermeintlich falschen Ergebnisse resultierend aus dem Vertipper hinten an…

Sucht man bei Bing nach dem Vertipper „torsorophy“, fällt einem schnell auf, dass Bing weder darauf hinweist, dass es sich um einen Vertipper handeln könnte, noch schlägt Bing ein alternatives Suchwort, wie es Google mit „tarsorrhaphy“ getan hat, vor. Das witzige an der Sache ist, dass Bing wie von Geisterhand trotzdem Suchergebnisse zum richtigen Begriff („tarsorrhaphy“) anzeigt. Und zwar handelt es sich um exakt die gleichen Ergebnisse, die man auch bei Google erhält. Kurios.

Schlau wie Google ist, hat man sich daraufhin bis zu 100 synthetische Begriffe einfallen lassen, um Bing in eine Falle zu locken. Einer dieser Begriffe lautet „hiybbprqag“. Diese synthetischen Begriffe hat Google so gewählt, dass niemals jemand nach ihnen suchen würde. Es ist quasi Buchstabensalat, der als Suchphrase verwendet wird. Klar, dass es dazu keine Ergebnisse geben kann. Aber Google hat es clever eingestielt. Man hat für diese 100 Begriffe jeweils Suchergebnisse angezeigt, welche nicht durch den Suchalgorithmus ermittelt wurden, sondern mehr oder weniger statisch bereitgestellt wurden. Das Suchergebnis hat also absolut nichts mit der Suchphrase zu tun. Sie kommt in dem Suchergebnis gar nicht vor. Der Köder wäre damit gelegt…

Jetzt muss der Fisch, in diesem Fall Bing, nur noch anbeissen. Und das ging wohl schneller als so manch einer dachte. Nun ist es so, dass Microsoft die Sucheingaben der User bei Google per Internet Explorer und Bing Toolbar mehr oder weniger zu tracken und für Bing zu verwerten versucht. Google hat also schnellstens 20 Mitarbeiter mit einem Windows PC, dem Internet Explorer und einer Bing Toolbar ausgestattet und diese Mitarbeiter die synthetischen Begriffe suchen und auf das künstlich erzeugte Ergebnis klicken lassen. Diese Daten wurden daraufhin vermutlich an Microsoft gesendet und für Bing verwendet.

Denn kurze Zeit später ist Bing tatsächlich in die Falle gegangen. Man hat bei Bing plötzlich exakt das Suchergebnis zur Suchphrase „hiybbprqag“ gefunden, welches auch Google – wohlgemerkt künstlich – zur Verfügung gestellt hat, in den Bing SERPs finden können. Da das Suchergebnis aufgrund der statischen Einbindung absolut nichts mit der Suchphrase zu tun hat, ist es mehr als kurios, dass Bing exakt das gleiche Ergebnis liefert. Schaut da etwa jemand ab?

Inzwischen hat Google einen offiziellen Blogbeitrag zu den Vermutungen veröffentlicht. Auch Bing schläft, wie in diesem Artikel deutlich zu sehen, natürlich nicht und reagierte ebenfalls. Nun darf sich jeder seine eigene Meinung bilden…

Was meint Ihr? Schaut Bing von Google ab?

Musikvideo: „Keks, alter Keks, ist der mit Ohrsand…“

Zum Wochenende habe ich mal wieder etwas Lustiges per E-Mail erhalten. Man muss wirklich sagen, dass dieses, zugegebenermaßen recht frei aus dem Türkischen ins Deutsche übersetzte, Lied wirklich was von feinster Poesie hat. Gerade der Refrain „Keks, alter Keks, ist der mit Ohrsand“ hat mich zutiefst beeindruckt. Das Video ist auch ideal für Karaokepartys geeignet :)

Kleiner Tipp am Rande: Ton einschalten und ruhig laut mitsingen :)