Zensiert! Gema fordert 12 Cent/Klick von Youtube

Es kam leider zu keiner Einigung zwischen der Verwertungsgesellschaft Gema und dem Videoportal Youtube, sodass die Suche nach Musikvideos auf der beliebten Plattform für deutsche User nun Geschichte ist.

Die von der Gema geforderte Vergütung für Musikstreams ist ungefähr 50 mal höher als die Vergütung, die vom britischen Gema-Pendant PRS gefordert wird

so Patrick Walker, der Youtube-Direktor für Videopartnerschaften in Europa. Sowas ähnliches hatte ich mir schon gedacht. Völlig überzogene Forderungen zu stellen ist typisch für deutsche Dummensteuerbehörden. Die GEZ verlangt mehr als 50 Euro pro Quartal für nichts als gequirlte Scheisse und von den Steuern, die der Staat sich unter den Nagel reisst will ich gar nicht erst sprechen – mal ganz zu schweigen davon wo das Geld hinfliesst.

Dass die Gema obendrein keinen Plan von irgendwelchen Preisen im Internet zu haben scheint, sieht man an dessen völlig weltfremden und überzogenen Forderung. Satte 12 Cent wollten die für jeden Klick (!) auf ein solches Musikvideo haben. Geht’s noch? Das ist eine Frechheit. Der TKP liegt bei 120 Euro!

Wir können die Höhe dieser Forderung nicht nachvollziehen und sind von der Unnachgiebigkeit der Gema enttäuscht. Das ist für YouTube nicht tragbar, wir würden mit jedem Abruf eines Videos Geld verlieren.

Allein die 20 meistaufgerufenen Youtube Mitglieder, die Musikvideos veröffentlichen und im Account bereitstellten, verzeichneten rund 3,7 Millionen Abrufe – nur im letzten Monat. Wenn man nun mal die Gegenrechnung starten würde, bemerkt man gleich was für ein Berg an Kohle da gefordert wird. Es dürfte sich um rund 444.000 Euro Gema Gebühren nur für das Anzeigen dieser Videos handeln. Die Gema Sprecherin Bettina Müller dementiert das ganze und behauptet bei SPON:

Wir haben YouTube 1 Cent pro Stream angeboten. Die Verhandlungen sind bislang daran gescheitert, dass YouTube nicht bereit war und ist, die Forderungen der Gema nach mehr Transparenz hinsichtlich des genutzten Musikrepertoires zu erfüllen.

Da würde das ganze mit rund 37.000 Euro schon wieder ganz anders aussehen. Trotzdem vertraue ich dem ganzen nicht unbedingt. Ich denke, dass YouTube bei 37.000 Euro evtl. hätte eingeschlagen. Wer weiss. Welche Aussage jetzt der Wahrheit entspricht ist fraglich und konnte man bis jetzt noch nicht herausfinden bzw. bestätigen. Fest steht, dass die Videos nicht mehr gezeigt werden dürfen. Alle können sie sehen. Nur wir Deutschen, wir haben uns wieder mal mit einer Extrawurst abzugeben, die uns ohnehin schon tagtäglich mit anderen Wehwehchen auf die Nerven geht! Wie wäre es mit einer neuen Steuer? Ich meine die GEZ ist doch lange nicht das Ende der Fahnenstange, oder?

Es ist immer wieder lustig, dass die Entscheider sich wundern, warum man nicht nur in der globalen Finanzkrise steckt, sondern auch privat im Portemonnaie immer weniger Geldstückchen zu finden sind. Scheiss egal. Erstmal alles erhöhen (z.B. Krankenkassenbeiträge von 12,5% auf 15%). Irgendwelche Steuern erfinden oder raufsetzen, damit z.B. irgendeine Bank noch kurzerhand 300.000.000 Euro ins Nirvana überweisen kann. Der dumme Bürger wirds schon zahlen – zumindest bis er ausgebrannt ist. Dass wir schon ganz derbe am kokeln sind, merkt wohl niemand…

6 Kommentare zu “Zensiert! Gema fordert 12 Cent/Klick von Youtube”

  1. Die Gebührenvorstellungen der GEMA sind schon echt wucher. Sollte dies kein vorgezogener April-Scherz sein (die Nachricht ging ja schon gestern durchs Netz bzw. durch verschiedene Nachrichten-Sendungen), dann gehört der GEMA der Arsch verdroschen!

    Was denken die, wer sie sind? Aber ändern kann man daran eh nichts. Entweder man zahlt, oder man lässt es halt, und dann müssen die Videos bzw. Lieder halt gesperrt werden.

  2. So langsam hängt mir die Gema echt aus dem Hals raus… und das damals in der produktiven Musikzeit von mir eben so schon. Aber das toppt jetzt wieder mal alles.

    Wenn ich dann die Beträge sehe wie man als Musiker von denen erhält? Ja wow… Da kann ich jeden verstehen der seine Vermarkung komtt auf eigene Beine stellt, sich kommt In-House um alles kümmert was auch nur ansatzweise dazu beiträgt das die eigenen Musikstücke usw. entweder via Direktvertrieb, via Apple usw. verkauft werden. … und sich von diesem ganzen „Scheiss“ freimacht & selbstbestimmt.

    Gehört halt einiges dazu… bringt wenn man es drauf hat aber auch einiges mehr. Vor allem wenn man YouTube als das begreift was es ist: Ein (Medien- & Marketing-)Instrument.

    Grüße, Andi

  3. ich schäme mich immer mehr für unser land und deren inkompetente idioten-behörden. sei es die FSK/USK die deutschland vom game-markt ausschließt bei z.b. GOW2, oder jetzt die GEMA, die auf billigste art und weise einen weg gefunden hat geld zu kassieren.
    youtube soll nicht drauf eingehen. solche behörden (GEZ ebenso) sind dreck und geschwür. man sollte die beukotieren wo man nur kann. CDs für wucherpreise in läden verhökern und dann heulen wenn man sich alles aus dem netz zieht. eine runde heulen für alle britney spears dieser welt die so nicht noch reicher werden. als hätten sie es nötig.

    ps: die sprecherin müller, wenn ich solche inkompetenten vollpfosten schon sehe, wo man direkt sieht das sie keinen plan haben und nur geschult sind aufs lächerlichste geld mit billigen aktionen rauszuhauen will man der mal…was sagen! am besten es laden noch mehr leute ausm netz, dann schmerzt es die GEMA noch krasser, verdient haben sies!

  4. Die können halt nicht genug bekommen. Es gab doch auch einen großen Musikverlag der sich nicht mit Youtube einigen konnte. Ich glaube gegen ende des letzten Jahres. Daraufhin musste ich 20 Lieder von meiner Playliste löschen.

  5. Was? Haben sich die Lieder nicht einmal selber aus der Playlist gelöscht? Das riecht ja nach verkorkster Programmierung und vielen verwaisten Links…

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